Nach Lockerungen

Kontaktbeschränkungen wegen Corona: Wen man im Juni besuchen darf – und wen nicht

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Aufgrund der Corona-Krise wurden die Kontaktbeschränkungen in Deutschland bis Ende Juni verlängert. Wen darf man nach den Lockerungen im Juni besuchen?

  • Um die Verbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 einzudämmen, herrscht in Deutschland aktuell ein Kontaktverbot.
  • Die Kontaktbeschränkungen wurden bis Ende Juni verlängert
  • Doch was bedeutet das genau? Wen man in der Corona-Krise  noch besuchen darf - und wen nicht.

Update vom 27.05.2020, 11.11 Uhr: Jetzt ist klar: Die Kontaktbeschränkungen in Deutschland sollen im Zuge der Corona-Krise sbis zum 29. Juni verlängert werden. Wenige Wochen zuvor war noch der 5. Juni der vorläufige Stichtag gewesen. Wie die Bundesregierung mitteilte, ist ein Teil der Vereinbarung, dass Länder Treffen von bis zu zehn Personen oder Angehörigen zweier Haushalte in der Öffentlichkeit erlauben können. 

Dennoch gilt grundsätzlich die Empfehlung, „die Zahl der Menschen, zu denen man Kontakt hat, möglichst gering zu halten und den Personenkreis möglichst konstant zu belassen“. Wichtig sei vor allem die „Nachvollziehbarkeit der Teilnehmer“. 

So zielt der Beschluss jetzt umso mehr auf „regionale Dynamiken“ ab. Dort, wo es die Lage erfordert, sollen weitergehende Kontaktbeschränkungen erlassen werden. Auf diese Weise sollen Ausbrüche eingedämmt und überregionales Infektionsgeschehen verhindert werden. 

Kontaktbeschränkungen wegen Corona-Krise bis 29. Juni verlängert - Thüringen wagt wohl Alleingang

Die Umsetzung des neuen Beschlusses in Bezug auf die Kontaktbeschränkungen liegt einmal mehr bei den Ländern. Noch ist nicht klar, wie die einzelnen Länder auf die jüngste Entscheidung reagieren werden. 

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow etwa hatte zuvor bereits weitreichende Lockerungen in Aussicht gestellt und dafür viel Kritik geerntet. Ramelow betonte jedoch, die Mindestabstands- und Maskenpflicht keinesfalls komplett abschaffen zu wollen. 

Die aktuell geltenden Kontaktbeschränkungen der Bundesländer finden Sie in unserer Übersicht weiter unten im Text.

Corona-Kontaktbeschränkungen bis in den Juni verlängert

Update vom 24.05.2020, 16.47 Uhr: Die Kontaktbeschränkungen aufgrund der Corona-Krise wurden in Deutschland grundsätzlich bis zum 5. Juni verlängert. Darauf einigten sich Bund und Länder, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch (06.05.2020) in einer Pressekonferenz mitteilte. Allerdings einigte man sich auch auf eine Lockerung. Künftig können sich Angehörige von zwei Haushalten treffen. 

Und auch wenn sich Bund und Länder in vielen Punkten einig sind, kann es in einzelnen Bundesländern dennoch zu Abweichungen kommen. Eine Übersicht über das Kontaktverbot in den einzelnen Bundesländern. 

Kontaktbeschränkungen wegen Corona: Welche Regeln in welchem Bundesland gelten

  • Baden-Württemberg: Seit dem 11. Mai sind bei den Lockerungen der Kontaktbeschränkungen auch Geschwister von der Fünf-Personen-Grenze bei Ansammlungen in privaten Räumen ausgenommen. So darf man nun mit den Personen eines weiteren Haushalts rausgehen. In den eigenen vier Wänden dürfen sich nicht mehr als fünf Personen treffen (Ausnahmen gibt es bei Verwandten und Geschwistern). Die sonstigen Kontaktbeschränkungen sollen vorerst bis zum 5. Juni aufrecht erhalten werden. 
  • Bayern: Wochenlang herrschte in Bayern die Ausgangsbeschränkung. Diese wurde nun gelockert. Gewisse Kontaktbeschränkungen bleiben bestehen. Seit dem 6. Mai ist es gestattet, eine Person außerhalb des eigenen Haushalts und auch enge Familienangehörige zu treffen oder zu besuchen. Am Donnerstag (07.05.2020) schloss sich Bayern dann auch der von Kanzlerin Merkel verkündeten Regel an, dass sich zwei Haushalte treffen dürfen.
  • Berlin: Auch Berlin folgt dem Ruf von Kanzlerin Merkel und lockert das infolge der Corona-Pandemie verhängte Kontaktverbot. So ist es nun erlaubt, im öffentlichen Raum und seit 11. Mai auch in Gaststätten nicht nur Angehörige des eigenen Haushalts, sondern auch Angehörige eines zweiten Haushalts zu treffen. Das teilte Landeschef Michael Müller (SPD) am Mittwoch (06.05.) mit. Vorher galt: „Im öffentlichen Raum – etwa in Parks oder Gärten – ist der Aufenthalt nur allein, mit Personen des eigenen Haushalts und maximal einer haushaltsfremden Person erlaubt. Auf Wiesen und Grünanlagen gilt zudem ein erweitertes Abstandsgebot: Wer sich auf Freiflächen abseits fest installierter Sitzgelegenheiten niederlässt, muss den erhöhten Mindestabstand von 5 Metern einhalten.“ (Auszug aus der offiziellen Mitteilung des Landes Berlin) Zudem gilt seit dem 9. Mai: Auch im privaten Raum dürfen sich wieder zwei Haushalte treffen - sofern 1,5 Meter Mindestabstand gewahrt wird.
  • Brandenburg: Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) teilte mit, dass es in Brandenburg ab Samstag (09.05.) Lockerungen der Kontaktbeschränkungen geben wird. Seitdem können sich zwei Hausstände treffen - im öffentlichen wie privaten Raum. Bis dahin galt jedoch: In Brandenburg darf man nur allein, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts bei 1,5 Metern Abstand unterwegs sein. Öffentliche Straßen, Plätze und Parks können nur etwa zum Einkaufen, zum Arbeiten oder für Arztbesuche betreten werden. Auf Ausflüge sollen die Brandenburger verzichten, verboten sind sie allerdings nicht. Wer ein eigenes Ferienhaus  oder -wohnung besitzt, darf diese nutzen.
  • Bremen: In Bremen galt lange das Kontaktverbot. Ansammlungen von mehr als zwei Personen waren grundsätzlich verboten. Ausnahmen galten für Familien und gemeinsam in einem Haushalt lebende Personen. Allerdings hat das Land Bremen das Kontaktverbot nun gelockert. Jetzt können sich Angehörige von zwei Haushalten treffen. Diese Regelung war bisher auf einen Haushalt beschränkt. 
  • Hamburg: In Hamburg herrscht das Kontaktverbot. Nach den Lockerungen dürfen sich jetzt jedoch bis zu zehn Mitglieder zweier Haushalte treffen, ohne dabei einen Mindestabstand von 1,50 einzuhalten. 
  • Hessen: Das Kontaktverbot in Hessen wurde verlängert. Allerdings gelten seit dem 9. Mai Lockerungen. So dürfen sich nun Personen zweier Haushalte treffen, etwa Familien oder Freunde. Zuvor durfte man grundsätzlich nur alleine oder zu zweit aus dem Haus. Ausnahmen galten für Familien und Wohngemeinschaften.
  • Mecklenburg-Vorpommern: In Mecklenburg-Vorpommern besteht aufgrund der Corona-Pandemie ein umfangreiches Kontaktverbot. Dieses galt bis zum 10. Mai. So soll man Kontakte zu anderen Menschen außer zu den Angehörigen des eigenen Hausstandes auf eine absolut notwendige Personenanzahl reduzieren. Weiterhin solle auf Besuche innerhalb des Bundeslandes verzichtet werden - auch von Verwandten. Nach dem 10. Mai hat Mecklenburg-Vorpommern die Kontaktbeschränkungen jedoch lockert. So ist es nun erlaubt, dass sich Menschen aus zwei Haushalten im öffentlichen Raum treffen. 
  • Niedersachsen: Seit Montag (11.05.2020) dürfen sich in Niedersachsen wieder Angehörige aus zwei Haushalten treffen. Bisher nicht festgelegt sei eine Obergrenze, wie viele Menschen aus zwei Haushalten sich so ab Montag nun treffen können, erklärte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Bis zum 11. Mai galt noch die alte Kontaktbeschränkung. Das heißt: Im öffentlichen Raum durften sich maximal zwei Personen treffen, die nicht zum selben Haushalt gehören. 
  • Nordrhein-Westfalen: In NRW wurden die aufgrund der Corona-Krise verhängten Kontaktbeschränkungen gelockert. Seit dem 11. Mai dürfen sich wieder Menschen aus zwei Haushalten im öffentlichen Raum treffen. Weiterhin gilt die Abstandsregelung von 1,5 Metern sowie die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr.  
  • Rheinland-Pfalz: Auch in Rheinland-Pfalz wurde das Kontaktverbot gelockert. Seit dem 13. Mai dürfen sich Menschen aus zwei Haushalten treffen - etwa zwei Familien. So könnten zwei Paare auch mal wieder zusammen essen gehen und die Kinder sich solange miteinander beschäftigen, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) als Beispiel. Zuvor galt: Personen durften sich in der Öffentlichkeit nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis des eigenen Hausstands aufhalten. 
  • Saarland: Hier mussten die verfügten Ausgangsbeschränkungen nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs sofort gelockert werden. Das heißt übersetzt: Familien dürfen sich wieder begegnen, sofern die notwendigen Abstände eingehalten werden. Zudem darf man sich im Saarland im öffentlichen und privaten Raum mit Familienmitgliedern, die nicht dem eigenen Hausstand angehören, treffen. Erlaubt es auch, sich mit Personen aus maximal einem weiteren Hausstand zu treffen. 
  • Sachsen: Seit dem 21. März gilt in Sachsen aufgrund der Corona-Pandemie eine Ausgangsbeschränkung. So war das Verlassen von Wohnung oder Haus ohne triftigen Grund verboten. Diese Vorgabe wurde nun zum zweiten Mal gelockert. Zunächst sollten sich ab dem 18. Mai zwei Haushalte treffen dürfen. Nun wurden die Lockerungen schon auf den 15. Mai vorgezogen, wie die Regierung am Dienstag (12.05.) nach einer Kabinettssitzung bekannt gab. Seitdem dürfen sich etwa zwei Familien aus verschiedenen Haushalten, Großeltern und Kinder oder zwei Wohngemeinschaften treffen. Zudem sollen wieder Theater, Kinos und Freibäder öffnen. Kitas und Schulen haben jedoch erst am Montag (18.05.) wieder geöffnet.    
  • Sachsen-Anhalt: Sachsen-Anhalt hat als erstes Bundesland die Kontaktbeschränkungen gelockert. Seit dem 4. Mai dürfen fünf Personen zusammen unterwegs sein - selbst, wenn sie nicht in einem Haushalt leben. Bisher war nur die Begleitung von einem Menschen außerhalb des Haushalts gestattet. Allerdings heißt fünf Personen auch fünf Personen. Eine fünfköpfige oder größere Familie könne keinen weiteren Besuch einladen. Vom 28. Mai an dürfen zu privaten Feiern bis zu 20 Gäste eingeladen werden. 
  • Schleswig-Holstein: In Schleswig-Holstein wurden die aufgrund der Corona-Krise verhängten Kontaktbeschränkungen gelockert. Seit 9. Mai ist es wieder erlaubt, dass sich zwei Haushalte treffen - also auch zwei Familien, zwei Paare oder die Mitglieder aus zwei Wohngemeinschaften. Zudem gilt bei öffentlichen Treffen: Familienangehörige können sich bis zu einer Anzahl von zehn Personen treffen.
  • Thüringen: Das Land Thüringen hat die Kontaktbeschränkungen ebenfalls gelockert. Seit dem 13. Mai können sich wieder Personen aus zwei Haushalten im öffentlichen oder privaten Raum treffen. Bisher war dies den Angehörigen eines Haushalts nur mit maximal einer weiteren, nicht im Haushalt lebenden Person möglich. Die allgemeinen Kontaktbeschränkungen gelten jedoch weiter.

Kontaktverbot wegen Corona: Lockerungen der Kontaktbeschränkungen in Deutschland

Update vom 06.05.2020, 16.47 Uhr: Nach dem Beschluss von Bund und Länder hat Bundeskanzlerin Angela Merkel verkündet, dass die Kontaktbeschränkungen in Deutschland aufgrund der Corona-Krise grundsätzlichbis zum 5. Juni verlängert werden.

Allerdings einigten sich Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch auf eine Lockerung. So sollen sich künftig auch Angehörige von zwei Haushalten treffen dürfen. Heißt übersetzt: Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nicht nur allein mit den Angehörigen des eigenen Hausstandes oder einer weiteren Person gestattet, sondern auch mit den Personen eines weiteren Hausstandes.

Zuvor hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder verkündet, dass die

Ausgangsbeschränkung in Bayern mit sofortiger Wirkung in eine Kontaktbeschränkung umgewandelt wird. „Heißt für uns alle: Wir dürfen wieder rausgehen“, erklärte Söder. Auch Sachsen-Anhalt hat das

Kontaktverbot gelockert. Seit Montag (4.5.2020) dürfen fünf Menschen zusammen unterwegs sein - selbst dann, wenn sie nicht in einem Haushalt leben. Zudem muss es keinen triftigen Grund mehr geben, um das Haus zu verlassen.

Corona-Krise: Wen man trotz Kontaktbeschränkungen besuchen darf - und wen nicht

Erstmeldung vom 08.04.2020, 12.34 Uhr: Der Plan zum Kontaktverbot, auf den sich Bund und Länder aufgrund der Corona-Krise geeinigt haben, gilt seit dem 23. März 2020. Er umfasst neun Punkte.

Corona: Kontaktbeschränkungen - Was jetzt konkret zu beachten ist

  1. Die Bürger sollen Kontakte zu anderen Menschen auf das absolute Minimum zu reduzieren. Das gilt für alle Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands. 
  2. In der Öffentlichkeit gilt es, wann immer möglich, einenMindestabstand von 1,5 Metern, besser noch zwei Metern, zu Personen außerhalb des Haushalts einzuhalten. 
  3. Sich im öffentlichen Raum aufzuhalten ist nur allein oder mit maximal einer Person außer den im Haushalt lebenden Menschen gestattet. Zu mehreren ist dies nur mit Menschen des eigenen Hausstands gestattet. 
  4. Weiterhin möglich bleiben: Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft. 
  5. Gruppen feiernder Menschen, ob an öffentlichen Plätzen oder in privaten Wohnungen und Einrichtungen drohen Sanktionen.
  6. Sämtliche Gastronomiebetriebe müssen geschlossen bleiben. Lieferungen und Abholung von mitnahmefähigen Speisen für den Verzehr zu Hause sind erlaubt. 
  7. Friseure und Kosmetikstudios, sowie andere Betriebe der Körperpflege bleiben geschlossen. 
  8. In allen Bereichen - insbesondere solchen mit Publikumsverkehr, müssen Hygienevorschriften eingehalten und wirksame Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter und Besucher umgesetzt werden.
  9. Diese Maßnahmen sollten mindestens zwei Wochen Geltungsdauer haben 

Sorge vor Corona: Ausgangsbeschränkung statt Kontaktverbot in Deutschland

Doch manchen Bundesländern geht dieser Plan nicht weit genug, um das Coronavirus Sars-CoV-2 einzudämmen. Sachsen und Bayern ziehen eine Ausgangsbeschränkung dem Kontaktverbot vor. Für die Bürger bedeutet das konkret: Um das Haus zu verlassen braucht es einen „triftigen Grund“. Dieser muss hingegen bei einem Kontaktverbot nicht angegeben werden. 

In manchen Bundesländern gelten aufgrund der Corona-Pandemie zudem ortsspezifische Sonderregelungen. 

Kontaktverbot oder Augangsbeschränkung? Welche Corona-Regeln für welches Bundeslang gelten

  • Baden-Württemberg: In Baden-Württemberg gilt das Kontaktverbot der Bundesregierung. Allerdings gilt für die Stadt Freiburg aufgrund der akuten Gefahr des Coronavirus Sars-CoV-2 ein sogennantes Betretungsverbot. Dabei ist das Betreten öffentlicher Orte wie Parks und Straßen - außer unter notwendigen Umständen - untersagt. Dennoch dürfen öffentliche Orte allein, zu zweit oder mit Personen des eigenen Hausstands betreten werden. Diese Regelung gilt vorerst bis zum 3. April 2020. In der Gemeinde Malsch im Landkreis Karlsruhe gilt hingegen eine Ausgangsbeschänkung.
  • Bayern: Es gilt eine Ausgangsbeschränkung. Das heißt, Menschen dürfen ihr Zuhause nur mit einem „triftigen Grund“, also für die Arbeit, Einkäufe und Arztbesuche verlassen
  • Berlin: Ansammlungen von mehr als zwei Personen sind verboten, mit der Ausnahme von Familien und Personen, die in einem Hausstand leben. Weiter sollen sich Menschen im Berliner Stadtgebiet laut Verordnung ständig in der Wohnung aufhalten. Diese Ausgangsbeschränkung gilt nicht für den Weg zur Arbeit, Arztbesuche oder Einkäufe. 
  • Brandenburg: In Brandenburg gilt der neunteilige Plan des Bundes für das Kontaktverbot
  • Bremen: Auch Bremen folgt dem 9-Punkte-Plan und hat ein Kontaktverbot erlassen.
  • Hamburg: Das Kontaktverbot gilt auch für Hamburg. Zudem sind bis zum 5. April alle Ansammlungen von mehr als zwei Personen verboten.
  • Hessen: Auch in Hessen gilt das Kontaktverbot. Die Regeln sind seit dem 23. März 2020 in Kraft.
  • Niedersachsen: Niedersachsen hat ein umfangreiches Kontaktverbot erlassen, bei dem Ansammlungen von mehr als zwei Personen bis zum 5. April untersagt sind. 
  • Nordrhein-Westfalen: Das große Bundesland richtet sich nach den Vorgaben der Bundesregierung und hat ein Kontaktverbot erlassen. 
  • Mecklenburg-Vorpommern: Zusätzlich zum Kontaktverbot hat Mecklenburg-Vorpommern bis zum 5. April alle Ansammlungen von mehr als zwei Personen untersagt.
  • Rheinland-Pfalz: Um der Corona-Pandemie Einhalt zu gebieten, hat das Bundesland ein Kontaktverbot verhängt. 
  • Saarland: Das Saarland hat sich an Bayern orientiert und eine Ausgangsbeschränkung ausgesprochen.
  • Sachsen: Für ganz Sachsen gilt eine Ausgangsbeschränkung. Auch hier benötigen Menschen, die ihre Wohnung verlassen möchten, einen „triftigen Grund“. Darüber hinaus sind Ansammlungen von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit verboten.
  • Sachsen-Anhalt: Sachsen-Anhalt hat die aufgrund der Corona-Krise bisher geltende Kontaktbeschränkung gelockert. Seit Montag (4.5.) dürfen fünf Menschen zusammen unterwegs sein, selbst, wenn sie nicht in einem Haushalt leben. Zudem muss es künftig keinen triftigen Grund mehr geben, um das Haus zu verlassen. Zuvor war nur die Begleitung von einer Person außerhalb des Haushalts erlaubt gewesen.
  • Schleswig-Holstein: Im nördlichsten Bundesland gilt ein umfangreiches Kontaktverbot.
  • Thüringen: Thüringen orientiert sich an der Vorgabe der Bundesregierung und hat ein Kontaktverbot erlassen. 

Kontaktverbot statt Ausgangssperre: Wen man während der Corona-Krise besuchen darf - und wen nicht

Was heißt das Kontaktverbot also konkret? Darf man überhaupt noch andere Menschen besuchen? Grundsätzlich gilt: Ein Kontaktverbot bedeutet nicht gleich Hausarrest. Menschen dürfen trotz der Gefahr durch die Corona-Pandemie ihren Wohnraum verlassen. Doch es gelten Einschränkungen: In der Öffentlichkeit dürfen sich nicht mehr als zwei Menschen zusammen bewegen, es sei denn, es handelt sich um Angehörige aus dem eigenen Hausstand. 

Insofern bleibt es also weiterhin in Ordnung, sich mit einem Freund oder einer Freundin zum Spaziergang zu treffen. Ein Treffen zu dritt oder mehreren ist allerdings ausgeschlossen. Dabei sollte weiter auf den Mindestabstand von 1,5 bis 2 Metern geachtet werden. 

Was Besuche angeht, gilt es, die grundsätzlichen Richtlinien zu beachten. Das heißt, wenn man Kontakt zu Personen außerhalb des eigenen Haushalts hat, sollte man diesen auf ein Minimum begrenzen. Das empfiehlt im Übrigen auch das Robert-Koch-Institut (RKI). Eltern und Kinder, die voneinander getrennt leben, dürfen einander dennoch besuchen. Das gilt auch für Paare, die nicht zusammen in einem Haushalt leben.

Corona-Krise: Das ist bei Kontaktverbot noch erlaubt

Während Besuche in Krankenhäusern während der Corona-Krise untersagt bleiben, gelten Ausnahmen für die Besuche bei Sterbenden oder nach der Geburt. Grundsätzlich bleibt bei Kontaktverbot folgendes gestattet:

  • Weg zur Arbeit
  • Arztbesuche
  • Teilnahme an erforderlichen Sitzungen, Terminen oder Prüfungen
  • Einkäufe, Apothekenbesuche
  • Geld abheben
  • Bedürftigen helfen oder Haustiere versorgen
  • Individueller Sport im Freien 

Coronavirus Sars-CoV-2: Das bedeutet die Ausgangsbeschränkung im Vergleich zum Kontaktverbot

Die Ausgangsbeschränkung ist hingegen um einiges strenger als ein Kontaktverbot. Getrennt lebende Paare dürfen sich zwar weiter sehen, aber der Besuch von Angehörigen, die außerhalb des eigenen Hausstands leben, ist untersagt.

Ausnahmen gelten für Menschen, die sich um Pflegebedürftige im privaten Umfeld kümmern. Solange diese in der eigenen Wohnung oder dem Haus und nicht in einem Pflegeheim leben, dürfen sie besucht werden. 

Corona und Ostern: Durfte man Freunde und Verwandte trotz Coronavirus besuchen?

Auch an Ostern (10.-14.04.2020) galt das Corona-Kontaktverbot. Das heißt allerdings auch, dass sich Bürger mit Freunden und Verwandten in Hessen grundsätzlich treffen konnten. Voraussetzung dafür war, dass die Menschen die Regeln des Verbots einhalten. Dennoch sollte man den Kontakt zu anderen Menschen, auch an Ostern, auf das Minimum reduzieren, damit das Coronavirus sich nicht weiter ausbreitet. Es war auch nicht ratsam, in Bundesländer wie Bayern zu reisen, da dort Ausgangsbeschränkungen gelten und ein Besuch verboten ist. 

Auch an Ostern gelten wegen des Coronavirus die Regeln der Ausgangsbeschränkung und des Kontaktverbots.

Bisher gibt es noch keine bundesweite Ausgangssperre aufgrund des Coronavirus in Deutschland. Doch wie zuletzt eine bekannte Chemikerin erklärte, könnte dies erst der Anfang der Corona-Krise in Deutschland sein. 

Zudem liefern wir Ihnen einen Überblick zu den Symptomen des Coronavirus, wie der Corona-Test funktioniert und was ein Mundschutz gegen Corona bringt. 

Von Valérie Eiseler und Nico Scheck

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Rubriklistenbild: © Frank Rumpenhorst / dpa

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