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Vertraulicher Entwurf: Das sind die geplanten Impfempfehlungen der Stiko

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Von: Anna Lorenz

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Ein Entwurf der Stiko zu Impfempfehlungen hinsichtlich der Corona-Pandemie ist nun publik geworden. Darin diskutiert wird vor allem die Frage, wer unter welchen Umständen von einer vierten Impfung profitiert.

Berlin – Booster zum Booster, zweite Auffrischung, vierte Impfung – all diese Begriffe meinen dasselbe. Im Rahmen der Corona-Pandemie gelten die zugelassenen Vakzine als wichtiges Instrument zur Verhinderung eines schweren Verlaufes im Falle einer Infektion. Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat nun neue Empfehlungen ausgearbeitet, deren Entwurf Bild vorliegen soll.

Impfempfehlung der Stiko: „Sechs Monate“ als Grundvoraussetzung – Kein Warten auf Omikron-Vakzine

Während die Forschung um einen Universalimpfstoff gegen jegliche Varianten des Coronavirus momentan hohe Wellen schlägt, beschäftigt sich der „Beschlussentwurf der Stiko zur 21. Aktualisierung der Covid-19-Impfempfehlung“ damit, wer wann von einer vierten Impfung profitiert. Grundvoraussetzung für alle Personengruppen ist eine Zeit von sechs Monaten, die seit der letzten Corona-Infektion bzw. Auffrischungsimpfung vergangen ist. Ein weiterer Booster nach vier Monaten sei nur in „begründeten Einzelfällen“ denkbar.

Wenn die Impfung „indiziert“ ist, solle man, „um einen optimalen Schutz im kommenden Herbst bzw. Winter zu erzielen“ nicht auf angepasste Omikron-Vakzine warten. „Sobald Varianten-adaptierte Impfstoffe zugelassen und verfügbar sind“, so heißt es weiter, werde man „die Evidenz aufarbeiten“ und dann eventuell andere Empfehlungen aussprechen.

Impf-Empfehlungen der Stiko: Wer eine vierte Impfung braucht und wer nicht

„Ab Mitte September“, so die Stiko, solle die großangelegte Kampagne, bei der jedem im Alter zwischen 60 und 69 Jahren der zweite Booster empfohlen wird, „begonnen werden“. Man kann sich offenbar auch vorstellen, dass bei älteren Personen mit weniger leistungsfähigem Immunsystem im Einzelfall eine fünfte Impfung „sinnvoll sein“ könnte.

Des Weiteren empfiehlt der Entwurf auch Personen ab fünf Jahren, sich erneut boostern zu lassen, sofern ein „erhöhte[s] Risiko für schwere COVID-19-Verläufe infolge einer Grunderkrankung“ vorliegt. Wer allerdings gesund ist und nicht in das Altersraster fällt, dem würde ein weiterer Booster „nach derzeitigem Kenntnisstand“ keinen Nutzen in „nennenswert[em]“ Ausmaß bringen. Das bestätigt sich Wochen später und gilt auch nach der Markteinführung der auf Omikron optimierten Impfstoffe. (askl)

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