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Streeck über Corona-Maßnahmen: „Kann nicht mehr unser Ziel sein, jede Infektion zu vermeiden“

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Von: Diana Rissmann

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Stiko-Chef Mertens hat die Corona-Pandemie für beendet erklärt. Nun meldet sich auch Virologe Streeck zu Wort - er hält neue Corona-Maßnahmen für überflüssig.

Berlin - Ist die Corona-Pandemie nun vorbei? Das kommt aktuell darauf an, wer sich gerade dazu zu Wort meldet. Während Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach weiterhin vorsichtig ist, zu weiteren Impfungen mahnt und am liebsten direkt eine Maskenpflicht in Innenräumen umsetzen möchte. Halten andere Experten solche Maßnahmen für nicht notwendig.

Thomas Mertens, Chef der Ständigen Impfkommission (Stiko), hat jüngst die Pandemie für beendet erklärt. Er schätzt das aktuelle Corona-Geschehen jetzt eher als endemische Lage ein, mahnt aber ebenfalls weiter zur Vorsicht. Der Virologe Hendrik Streeck hingegen wird deutlicher. Er hält neue Corona-Maßnahmen für überflüssig - auch wenn er mit steigenden Zahlen im Herbst rechnet. Die Sommerwelle sei „von selbst entstanden und brach von selbst, ohne den Effekt von Maßnahmen“, sagte Streeck der Bild am Sonntag: „Maßnahmen können eine Corona-Welle verkleinern, aber nicht brechen.“

Professor Hendrik Streeck, Direktor des Institut für Virologie an der Uniklinik in Bonn. Foto: Federico Gambarini/dpa
Professor Hendrik Streeck, Direktor des Institut für Virologie an der Uniklinik in Bonn, rät von einer erneuten Maskenpflicht in Innenräumen ab. (Archifoto) © Federico Gambarini

Virologe Streeck: Maske ist keine „präventive Methode“ zum Schutz vor Infektionen

Der Virologe rät demnach von einer allgemeinen Maskenpflicht in Innenräumen ab. Die Maske als „wunderbare präventive Methode“ gegen Infektionen darzustellen, sei falsch, sagte Streeck, der dem Expertenrat der Bundesregierung angehört. Die meisten Menschen steckten sich in Privaträumen an.

Stattdessen sollte man „besonders gefährdeten Menschen erklären, in welchen Situationen eine Maske wichtig ist und wie sie richtig getragen wird“. Streeck erklärte laut Bild am Sonntag: „Es kann nicht mehr unser Ziel sein, jede Infektion zu vermeiden.“

In der Sommerwelle habe es „wohl weit mehr als eine Million Neuinfektionen pro Tag“ gegeben, zähle man die unentdeckten Fälle dazu. „Das hat die aktuelle Welle sicherlich ausgebremst.“ Dennoch sei „davon auszugehen, dass im Laufe des Herbsts die Zahlen wieder ansteigen“, erklärte Streeck der Zeitung. (Diana Rissmann mit AFP)

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