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Corona in Deutschland: Steigende Fallzahlen - Virologe bringt Strategiewechsel ins Gespräch

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  • Jennifer Lanzinger
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Coronavirus in Deutschland: Die Fallzahlen steigen wieder signifikant an. Ein bekannter Virologe plädiert dennoch für einen Strategiewechsel. Alle Infos im News-Ticker.

  • Die Corona*-Fälle steigen in Deutschland weiter an. Das Robert-Koch-Institut (RKI) weist auf eine besondere Entwicklung beim Infektionsgeschehen hin.
  • Scharfe Kritik gibt es an den neuen Regeln für Reiserückkehrer (siehe Update vom 13. September, 8.36 Uhr).
  • Ein bekannter Virologe plädiert jetzt für einen Strategiewechsel im Umgang mit der Pandemie (siehe Update vom 13. September, 10.44 Uhr).
  • Grundlegende Fakten zum Coronavirus* finden Sie hier. Außerdem bieten wir Ihnen in einer Karte die aktuellen Fallzahlen in Deutschland.

+++ Dieser Ticker ist beendet. Alle Informationen zur Corona-Lage in Deutschland erhalten Sie fortan in diesem Text. +++

Update vom 13. September, 17:26: Die Reproduktionszahl in Deutschland bewegt sich weiterhin über der kritischen Marke von 1. Wie aus dem aktuellen Lagebericht des Robert-Koch-Instituts hervorgeht, steigt der R-Wert leicht von 1,15 auf 1,18 (Datenstand: 13. September, 0 Uhr). Das geglättete Sieben-Tage-R wird auf 1,08 geschätzt.

Corona in Deutschland: Stadt Rosenheim gibt Entwarnung - somit nur noch zwei Hotspots im Land

Update vom 13. September, 15.37 Uhr: Erfreuliche Entwicklung in puncto Sieben-Tages-Inzidenz*. Die Stadt Rosenheim hat die kritische Schwelle von 50 knapp unterschritten und kommt nun auf 49 Fälle pro 100.000 Einwohnern. Damit gibt es unter den 401 deutschen Stadt- und Landkreisen nur noch zwei Corona-Hotspots, die wie Rosenheim in Bayern liegen. Die kreisfreie Stadt Kaufbeuren (Schwaben) weist eine Inzidenz von 54,7 auf, die kreisfreie Stadt Würzburg (Unterfranken) kommt auf 61,0.

Corona in Deutschland: Neue RKI-Zahlen - 948 Neuinfektionen

Update vom 13. September, 13.02 Uhr: Innerhalb eines Tages haben sich laut den Zahlen, die das Robert Koch-Institut (RKI) am Sonntag meldet, in Deutschland 948 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 18700 Personen gelten derzeit als aktiv erkrankt. Diese Zahlen sind mit Blick auf das wirkliche Infektionsgeschehen allerdings nicht besonders aussagekräftig - denn an Sonntagen sind die gemeldeten Fallzahlen erfahrungsgemäß oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln.

Die deutschlandweite 7-Tage-Inzidenz, eine wichtige Kennzahl, die das Infektionsgeschehen pro 100.00 Einwohner abbildet, liegt nach Informationen des RKI aktuell bei 9,9. In einzelnen Landkreisen und Städten ist sie jedoch deutlich höher. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Samstag bei 1,15 (Vortag: 1,00). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt.

Corona in Deutschland: Bekannter Virologe fordert Strategiewechsel für die Pandemie

Update vom 13. September, 10.44 Uhr: Es sei Zeit für einen Strategiewechsel im Umgang mit der Corona-Pandemie, sagt der Virologe Hendrik Streeck. Der Professor der Universität Bonn plädiert in einem Interview mit der Welt am Sonntag dafür, sich bei der Bewertung der Situation nicht allein auf die reinen Infektionszahlen zu beschränken. Denn die Zahl der positiv getesteten Personen in Deutschland und Europa steige zwar signifikant an. „Gleichzeitig sehen wir aber kaum einen Anstieg der Todeszahlen“, so Streeck.

Er begründet seinen Vorschlag zum Richtungswechsel mit einer Neuinterpretation der Infektionszahlen. Zwar sollte man die Ansteckungsfälle weiterhin grundsätzlich so niedrig wie möglich halten, aber gesellschaftlich betrachtet seien symptomlose Infektionen nicht zwangsweise schlimm. „Je mehr Menschen sich infizieren und keine Symptome entwickeln, umso mehr sind - zumindest für eine kurzen Zeitraum - immun. Sie können zum pandemischen Geschehen nicht mehr beitragen“, führt der Virologe aus.

Streeck betonte außerdem, dass niemand - kein Politiker, kein Virologie, kein Epidemiologe - den einen, richtigen Weg im Umgang mit der Pandemie kenne. „Wir können nur ausprobieren - und wir müssen auch Fehler machen dürfen", schließt Streeck.

Steht Österreich bereits kurz vor dem zweiten Lockdown? Kanzler Kurz nannte den entscheidenden Faktor.

Neue Corona-Regel für Reiserückkehrer in Deutschland scharf kritisiert - „faktisches Berufsverbot“

Update vom 13. September, 8.36 Uhr: Wer aus einem Corona-Risikogebiet nach Deutschland einreist, muss ab dem 1. Oktober in jedem Fall für fünf Tage in Quarantäne. Erst dann kann diese mit der Vorlage eines negativen Testergebnisses beendet werden, wie Bund und Länder beschlossen haben. Der Deutsche Reiseverband kritisiert die neue Regel scharf. Sie sei ein faktisches Berufsverbot für die Branche.

„Die Bundesregierung unterbindet faktisch die Berufsausübung von Reisebüros und Reiseveranstaltern“, sagte Verbandspräsident Norbert Fiebig der Bild am Sonntag. „Es gibt für den Winter derzeit fast nichts, was verkauft werden kann. Damit ist die Reisewirtschaft eine Händlerin ohne Ware.“ Auch der Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den Herbsturlaub in diesem Jahr in Deutschland zu verbringen, fand bei Fiebig keinen Anklang. Damit messe der Minister mit zweierlei Maß: „In Bayern gibt es aktuell drei Hotspots: Rosenheim, Würzburg und Kaufbeuren. In Spanien gibt es eine Reihe von touristisch relevanten Inseln, zum Beispiel Lanzarote, Formentera und Menorca, die keinen einzigen Hotspot haben. Trotzdem gilt dort eine Reisewarnung. Das ist absurd und schadet nicht nur der deutschen Reisewirtschaft“.

Bisher galt in Deutschland eine 14-tägige Quarantäne-Pflicht bei einer Einreise aus einem Corona-Risikogebiet. Bislang können sich Reiserückkehrer aber in der Regel direkt nach Ankunft durch einen Negativtest von der Quarantäne befreien lassen. Die neue Regelung macht diese „schnelle“ Befreiung nun unmöglich.

Corona in Deutschland: RKI meldet erneuten Anstieg der Fallzahlen - auch R-Wert ist hoch

Update vom 12. September, 11.15 Uhr: 1630 Menschen haben sich in Deutschland innerhalb eines Tages mit dem Coronavirus infiziert. Laut Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) gab es demnach seit Beginn der Corona-Krise 258.480 Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 in der Bundesrepublik. Die Zahl der Todesfälle liegt inzwischen bei 9347 - fünf mehr als noch am Vortag. Etwa 231.400 Menschen sind wieder genesen.

Die Zahl vom RKI wöchentlich erfasster Corona-Tests hat dagegen - erstmals seit Juni (22.-28.06.) - wieder abgenommen. In der Woche vom 31. August bis 6. September wurden demnach gut eine Million Tests gezählt - etwa 50.000 weniger als in der Vorwoche.

Unterdessen vertritt eine chinesische Virologin eine spektakuläre These zum Coronavirus.

Corona in Deutschland: R-Wert steigt - RKI begründet es mit zwei Faktoren

Update vom 11. September, 18.08 Uhr: Die Reproduktionszahl in Deutschland hat die kritische Schwelle von 1 wieder erreicht. Wie aus dem soeben veröffentlichten Lagebericht des Robert-Koch-Instituts hervorgeht, steigt der R-Wert von 0,9 auf 1,0 (Datenstand: 11. September, 0 Uhr). Das geglättete Sieben-Tage-R klettert von 1,04 auf 1,11.

Das RKI schreibt zu dem Anstieg: „Die erhöhten R-Werte lassen sich zu einem großen Teil auf zunehmende Fälle unter Einreisenden, insbesondere nach Urlaubsreisen während der Sommerferien, zurückführen, aber auch auf eine nach wie vor bestehende größere Anzahl an kleineren Ausbrüchen.“

Corona in Deutschland: Polizei stoppt Covid-19-Verbrecher - Gastwirt wollte halbe Million Euro Finanz-Hilfe ergaunern

Update vom 11. September, 16.32 Uhr: In Baden-Württemberg haben Ermittler einen Restaurantbetreiber festgenommen, der in betrügerischer Absicht fast eine halbe Million Euro Corona-Soforthilfe beantragte. Der 32-Jährige aus Rottweil habe sich unter wechselnden Identitäten 488.000 Euro zu Unrecht erschleichen wollen, wie die Staatsanwaltschaft in Rottweil und das Landeskriminalamt in Stuttgart am Freitag mitteilten. Er wurde festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft.

Demnach beantragte der Geschäftsmann zwischen März und Juli in 18 Fällen Corona-Notfallhilfen, wobei er wechselnde Namen, Firmendaten und Konten nutzte. Aufmerksame Mitarbeiter der für die Bewilligung zuständigen Behörden schöpften aber Verdacht und schlugen Alarm. So wurden auch nur Teile der beantragten Corona-Hilfsgelder ausgezahlt.

Die Ermittler sprachen von einer „hohen kriminellen Energie“, die der Mann zu Täuschungszwecken an den Tag legte. Sogar nach einer Wohnungsdurchsuchung der Beamten wegen der Vorwürfe versuchte er es demnach ein letztes Mal. Zwei Tage nach der Razzia stellte er einen weiteren Corona-Hilfe-Antrag. Am Donnerstag wurde er dann festgenommen.

Corona: „Deutschland kann es sich erlauben, ein bisschen weniger auf die Bremse zu treten“

Update vom 11. September, 11.43 Uhr: Deutschland kann sich mehr Infektionen leisten, meint Lungen-Experte Prof. Dr. Torsten Bauer in einem Bild-Interview (hinter Bezahlschranke). Der Chefarzt in der Lungenklinik Heckeshorn am Berliner Helios Klinikum Emil von Behring fordert eine neue Corona-Strategie und warnt davor alle Hoffnungen nur auf einen Corona-Impfstoff zu setzen. Seiner Meinung nach sei es richtig gewesen mit strengen Maßnahmen einen Kollaps des Gesundheitssystems zu verhindern. Doch für eine „natürliche Immunisierung“ wären 1000 bis 1500 Neu-Infektionen am Tag zu wenig.

„Deutschland kann es sich erlauben, ein bisschen weniger auf die Bremse zu treten. Wir haben eines der besten Gesundheitssysteme der Welt, eine Überlastung durch eine kontrollierte Lockerung der Maßnahmen ist nicht mehr wahrscheinlich“, sagt Prof. Dr. Torsten Bauer gegenüber der Bild. Statt Maßnahmen nur von den Infektionszahlen abhängig zu machen, halte der Top-Mediziner es sinnvoller als Kennzahlen die Auslastung in den Kliniken in Betracht zu ziehen. Stand 10. September werden 233 Corona-Fälle, davon 129 beatmet, auf der Intensivstation in einem Krankenhaus behandelt, teilt das Robert-Koch-Institut (RKI) mit.

Der Vize-Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie bezweifelt, dass ein Corona-Impfstoff, die Erkrankung durch das Coronavirus Sars-CoV-2 gänzlich verhindern wird. Bezeichnet das sogar als „unrealistisch“. Ein Impfung könne jedoch schwere Verläufe reduzieren.

Derweil verhängt ein Land bereits den zweiten Lockdown.

Corona-Krise in Deutschland: „Panikmodus ausschalten“ fordert Experte

Update vom 11. September 2020: Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) plädiert für eine weitere Lockerung der Corona-Regeln in Deutschland. „Man kann den Panikmodus ausschalten“, forderte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, in einem Interview gegenüber dem Wirtschaftsmagazin Business Insider. Es gäbe im Hinblick auf das Infektionsgeschehen derzeit weder explosionsartige Corona-Hotspots, noch seien die Kapazitäten auf Intensivstationen aufgebraucht. Auch die Zahl der Todesfälle und der Intensivpatienten befinde sich derzeit auf einem niedrigen Niveau.

Gassen fordert beispielsweise Lockerungen bei Veranstaltungen. „Mir leuchtet nicht ein, warum in einem Stadion für bis zu 60.000 Menschen nicht Veranstaltungen mit 5000 bis 8000 Menschen Platz finden können", so der KBV-Vorsitzende. Wichtig sei, dass enge Kontakte vermieden werden, damit das Ansteckungsrisiko minimiert werden kann. „Die Zahlen geben Anlass, Corona-Maßnahmen zu überdenken, ohne leichtsinnig zu werden“, so Gassen.

Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) wurden am Freitag seit dem Vortag 1484 bundesweit verzeichnete Corona-Neuinfektionen gezählt. Die Gesamtzahl der Ansteckungsfälle auf 256.850 Fälle gestiegen. Etwa 230.600 Infizierte sind bereits wieder genesen.

Corona in Deutschland: Plötzlich fast 2000 - Enormer Anstieg bei Zahl der Neuinfizierten

Update vom 10. September, 21.15 Uhr: Es gibt neue Zahlen vom Robert Koch-Institut: Laut dem aktuellen Lagebericht liegt die Reproduktionszahl derzeit bei 0,90 (Datenstand: 10. September, 0 Uhr). Der R-Wert steigt damit im Vergleich zum Vortag leicht. Ein Infizierter steckt im Mittel nun 0,9 Menschen an. Der Sieben-Tage-R-Wert liegt den Berechnungen des RKI zufolge bei 1,04 und ist damit ebenfalls angestiegen. Dieser Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher geringeren Schwankungen.

„Die kumulative Inzidenz der letzten 7 Tage lag deutschlandweit bei 9,9 Fällen pro 100.000 Einwohner“, schreibt das RKI in seinem Bericht. Aus 26 Landkreisen seien in den letzten 7 Tagen keine Fälle übermittelt worden. In weiteren 131 Landkreisen läge die 7-Tage-Inzidenz unter 5,0/100.000 Einwohner.

Update vom 10. September, 10.14 Uhr: Der deutsche Virologe Hendrik Streeck erklärt im Kampf gegen die Corona-Pandemie*, die „reine Infektionszahl“ (die aktuell in Deutschland steigt, siehe das vorherige Update), sage nicht unbedingt etwas über die „Belastung einer Gesellschaft“ aus, so der Virologe gegenüber focus.de. Vielmehr müsse für ein Gesamtbild auch die Anzahl der Corona-Tests*, die Schwere der Krankheitsverläufe* sowie die stationäre Belegung der Krankenhäuser mit Sars-CoV-2-Infizierten (die seiner Aussage nach zurzeit bei etwa vier Prozent aller Coronafälle hierzulande liegt) betrachtet werden.

Streeck schlägt nun vor, diese vier Kennziffern zu „einem gemeinsamen Richtwert“ zusammenzufassen, der sich dann „etwa mithilfe einer Ampel“ anzeigen lasse: „Wir haben in den letzten sechs Monaten sehr viele Daten gesammelt, die uns helfen so eine Ampel zu entwerfen, die uns einfach die derzeitige Situation widerspiegelt. Und wenn wir uns danach richten, dann haben wir eine gute Chance, gut durch den Winter zu kommen“, so seine Einschätzung.

Indes lässt sich nach fast neun Monate eine Corona-Bilanz ziehen: So tödlich ist das Virus in Deutschland, Europa und weltweit.

Virologe Hendrik Streeck fände eine „Corona-Ampel" zur Orientierung sinnvoll.

Update vom 10. September, 7.25 Uhr: Nachdem sich die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den vergangenen Wochen zwar deutlich erhöht hatte, dann jedoch auf einem konstanten Niveau geblieben war, verzeichnet das Robert Koch-Institut nun einen erneuten deutlichen Anstieg der offiziell erfassten Neuinfektionen. Demnach wurden in den vergangenen 24 Stunden rund 1892 neue positive Fälle verzeichnet.

Noch am Mittwoch meldete das RKI eine deutliche geringere Zahl mit rund 1176 Neuinfektionen. Die Zahl der Todesopfer erhöht sich laut Angaben des RKI um weitere drei Personen auf nun 9341.

Corona in Deutschland: RKI veröffentlicht Zahlen vom Mittwoch

Update vom 9. September, 22.17 Uhr: Neue Zahlen vom Robert-Koch-Institut. Die Reproduktionszahl liegt laut aktuellem Lagebericht des RKI bei 0,88 (Datenstand: 9. September, 0 Uhr). Der R-Wert sinkt damit im Vergleich zum Vortag deutlich, als er noch 1,10 betragen hatte. Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,95 (Vortag: 0,98). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

Corona in Deutschland: Auswärtiges Amt weitet Reisewarnungen für Europa aus 

Update vom 9. September, 20.09 Uhr: Das Auswärtige Amt weitet seine Reisewarnungen für Europa aus. Betroffen sind nun etwa die Städte Genf und den angrenzende Schweizer Kanton Waadt, der kroatische Urlaubsort Dubrovnik und Prag in Tschechien, wo die Corona-Zahlen am Mittwoch einen neuen Rekordwert erreicht hatten.

Darüber hinaus wurden die bereits bestehende Reisewarnungen für Teile Frankreichs ausgeweitet. Demnach wird nun wegen der hohen Infektionszahlen auch vor Reisen nach Korsika sowie in die Regionen Île-de-FranceProvence-Alpes-Côte-d’AzurAuvergne-Rhônes-AlpesOccitanie und Nouvelle-Aquitaine gewarnt. Zuvor galten wegen der gestiegenen Zahl der Corona-Neuinfektionen bereits Reisewarnungen für die Île-de-France mit der Hauptstadt Paris sowie die Region Provence-Alpes-Côte d‘Azur.

Corona in Deutschland: Nach Covid-19-Ausbruch in Lokal - Polizei ermittelt

Update vom 9. September, 16.40 Uhr: Ein Corona-Ausbruch in einem Lokal hatte im Mai für Schlagzeilen gesorgt. Nach einer Party in einer Gaststätte in Ostfriesland (Niedersachsen) hatten sich mehr als 30 Gäste von den 50 infiziert. Zwei der Infizierten starben später. Jetzt ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung. Alle damals Anwesenden sollten vernommen werden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Aurich am Mittwoch. Sie nannte den Namen des niedersächsischen Lokals nicht. Nach einem Bericht der Ostfriesen-Zeitung (hinter Bezahlschranke) handelt es sich um die „Alte Scheune“ in Moormerland (Kreis Leer). 

Der Verdacht richte sich gegen unbekannt, sagte die Sprecherin. „Im Moment haben wir nur Zeugen, die vernommen werden. Wir haben keinen Beschuldigten.“ Eine Möglichkeit schuldhaften Verhaltens sei, wenn jemand zu der Feier gegangen sei, obwohl er schon verdächtige Symptome aufwies. Die Polizei solle den Ablauf des Abends möglichst genau rekonstruieren, sagte sie.

Nach Kenntnisstand vom Mai hatten drei Gäste vor dem Abend Symptome gezeigt, die auf eine Covid-19-Erkrankung hindeuteten. Wegen des Corona-Ausbruchs in der geschlossenen Gesellschaft waren etwa 200 Menschen in Quarantäne gekommen, darunter auch Mitarbeiter der Meyer-Werft in Papenburg. Der Restaurantbetreiber betont, er habe stets alle Hygienerichtlinien im Bezug auf das Coronavirus befolgt.

In Brandenburg könnte derweil nun die Afrikanische Schweinepest ausgebrochen sein.

Corona-Krise in Deutschland: Pauschale Reisewarnung für rund 160 Länder endet

Update vom 9. September, 13.11 Uhr: Die pauschale Reisewarnung für fast alle rund 160 Länder außerhalb der EU und des grenzkontrollfreien Schengen-Raums wird am 30. September enden. Vom 1. Oktober an soll es nach einem Beschluss des Bundeskabinetts dann auf die Lage in den einzelnen Staaten zugeschnittene Bewertungen geben, wie die Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch aus Regierungskreisen erfuhr. Auf der Webseite des Auswärtigen Amts (AA) ist der Hinweis für die Aufhebung der pauschalen Reisewarnung ab 1. Oktober und den dann geltenden differenzierten Reise- und Sicherheitshinweisen für einzelne Länder zu finden.

 Corona in Deutschland: Charité-Studie - Kein erhöhtes Risiko für Bahnfahrer

Update vom 9. September, 12.53 Uhr: Mitarbeiter der Bahn sind einer Charité-Studie zufolge keinem erhöhten Corona-Risiko ausgesetzt. Zugbegleiter, Lokführer und Instandhaltungsmechaniker wurden im Rahmen einer Studie der Berliner Uni-Klinik auf eine Coronainfektion und Antikörper untersucht. 600 Zugbegleiter für IC und ICE wie alle insgesamt 1000 Probanden waren laut Bahn zufällig ausgewählt worden und ließen sich vom 29. Juni bis zum 3. Juli freiwillig testen. Mitarbeiter mit Kundenkontakt, wie Zugbegleiter - waren demnach sogar weniger betroffen als andere Mitarbeiter.

Karneval-Start am 11.11. - 17 Vereine sagen „schweren Herzens“ wegen Corona-Pandemie ab

Update vom 9. September, 12.42 Uhr: Der Karneval in Trier ( Rheinland-Pfalz) fällt wegen Corona aus. Jedenfalls wurden die närrische Veranstaltung zum Start der Karnevalssession am 11.11. und die Eröffnungs-Gala im Januar 2021 abgesagt, sagte der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval (ATK), Andreas Peters, am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Das hätten Vertreter der angeschlossenen 17 Vereine am Dienstagabend „schweren Herzens“ beschlossen. Es sei nicht möglich, diese Veranstaltungen unter den aktuellen Corona-Vorgaben zu Abstand und Hygiene anzubieten.

Corona in Deutschland: „Müssen Entwicklung genau beobachten“

Update vom 9. September, 9.22 Uhr: Seit Mitte Juli ist (wie übrigens auch in Großbritannien) ein Zuwachs bei den übermittelten Fallzahlen zu beobachten, das sich in der letzten Woche auf höherem Niveau stabilisiert, ist im Covid-19-Lagebericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) zu lesen. Bundesweit gebe es unterschiedliche Ausbrüche in verschiedenen Landkreisen, die mit Familienfeiern, Partys und auch Reiserückkehrern in Zusammenhang stehen würden. Die aktuelle Entwicklung müsse sehr genau beobachtet werden.

Jüngere Menschen machen einen relativ hohen Anteil der Neuinfektionen aus. Welche Altersgruppe vom Infektionsgeschehen seit Beginn der Corona-Pandemie betroffen, zeigt eine RKI-Grafik (Abbildung 8, RKI Situationsbericht vom 8. September). Zu Beginn der Corona-Pandemie infizierten sich die Altersgruppen der 15- bis 34-Jährigen und 35- bis 59-Jährigen als Erstes, erklärt das RKI. Dann sei die Gruppe der über 80-Jährigen gefolgt. Nach einem Absinken in allen Altersgruppen ist auf der Grafik, laut RKI, derzeit ein Anstieg in der Altersgruppe der 15- bis 34-Jährigen, gefolgt von der Altersgruppe der 5- bis 14-Jährigen und nun auch der 35-59-Jährigen zu erkennen. Nur in der Altersgruppe ab 60 Jahren bleibe das Infektionsgeschehen weiter auf dem niedrigen Niveau der Vorwoche.

RKI-Grafik: Darstellung der übermittelten COVID-19-Fälle/ 100.000 Einwohner in Deutschland nach Altersgruppen und Meldewoche (8. September 2020, Datenstand 0.00 Uhr)

In den vergangenen 24 Stunden sind in Bayern und Baden-Württemberg besonders viele Neuinfektionen registriert worden, wie ein Blick auf die RKI-Statistik zeigt. Von den insgesamt 1176 Corona-Fällen in Deutschland verteilen sich die Zahlen überwiegend auf diese beiden Bundesländer. In der Tabelle (s.u.) sind alle Bundesländer mit Neuinfektionen über 15 Corona-Fälle aufgelistet. In NRW, wo es in der Nähe von Paderborn einen schlimmen Verkehrsunfall gab, wurden offiziell 183 Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden verzeichnet. Zum Vergleich: Am Dienstag lag die Zahl in NRW noch bei 844 (s.u. Update vom 9. September, 6.24 Uhr). Warum die Zahlen in Deutschlands bevölkerungsreichsten Bundesland so schwanken und ob diese aussagekräftig sind, erklärt das RKI nicht. Allerdings weist das RKI daraufhin, dass es bei einzelnen Gesundheitsämter zur Verzögerung bei den Daten kommen kann. So wurden aus Hamburg am Dienstag keine Daten übermittelt.

BundeslandNeuinfektionen (Stand: 9.9.2020, 00.00 Uhr)
Bayern+317
Baden-Württemberg+257
NRW+183
Hessen+97
Berlin+87
Niedersachsen+82
Rheinland-Pfalz+49
Sachsen+36
Schleswig-Holstein+18
Brandenburg+16

Coronavirus in Deutschland: RKI meldet mehr als 1000 Neuinfektionen

Update vom 9. September, 06.24 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben innerhalb eines Tages 1176 neue Corona-Infektionen gemeldet. Dies gab das Robert Koch-Institut (RKI) bekannt. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 253.474 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2* infiziert. Bis Mittwochmorgen (9. September) hatten etwa 228.000 Menschen die Infektion überstanden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 9338. Das sind neun weitere Todesfälle im Vergleich zum Vortag.

Die Reproduktionszahl (R-Wert*) lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Dienstag (8. September) bei 1,10 (Vortag: 1,12). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Corona in Deutschland: Fallzahlen in NRW steigen offenbar enorm

Aus den Daten des RKI-Lageberichts geht hervor, dass sich von den vom 31. August bis 6. September erfassten Infizierten, bei denen eine Angabe zum Infektionsland vorliegt, 32 Prozent wahrscheinlich im Ausland ansteckten. Auf vier Wochen betrachtet wurden Kroatien, der Kosovo, die Türkei, Bosnien und Herzegowina sowie Spanien als wahrscheinliche Infektionsländer am häufigsten genannt.

Wie zudem Focus Online berichtete, seien die Fallzahlen vor allem in Nordrhein-Westfalen zuletzt enorm angestiegen. Berichten vom Dienstagabend (8. September) zufolge wurden dort 844 neue Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Dahinter folgten Bayern mit 413 neuen Fällen und Baden-Württemberg mit 257 Fällen.

Corona in Deutschland: Kellner geht trotz Infektion arbeiten - Konsequenzen für alle Gäste

Update vom 8. September, 20.55 Uhr: Der nächste Corona-Eklat - diesmal in Frankfurt am Main. Wie ntv.de berichtet, hat sich ein offenbar mit dem Coronavirus infizierter Kellner nicht an die Quarantäne-Regeln gehalten - und ist stattdessen wie gewohnt zur Arbeit gegangen.

Der positive Corona-Test sei ihm angeblich bekannt gewesen, heißt es weiter. Und: Das zuständige Gesundheitsamt müsse nun rund 400 Kontakte des Mannes überprüfen. Eine Kollegin, die den Kellner ohne Mundschutzmaske begrüßt habe, sei ebenfalls positiv auf den Erreger SARS-CoV-2 getestet worden. Bei den anderen Kontakten wird das Infektionsrisiko als niedrig eingestuft, da der Kellner ansonsten eine Maske getragen und sich an die Abstandsregeln gehalten habe. Wohl auch deshalb gilt für die Gäste keine Quarantäne - wohl aber für die Kollegen des Mannes.

Wie ntv.de weiter schreibt, müsse der Quarantäne-Brecher nun mit einer Strafe rechnen.

Update vom 8. September, 20.40 Uhr: Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat im Rahmen einer Pressekonferenz weitreichende Neuerungen der Corona-Maßnahmen in Bayern verkündet.

„Winter is coming“, sagte der Landeschef aus München nach einer Sitzung seines Kabinetts an diesem Dienstag: „Wir stehen vor einer Bewährungsprobe.“

Corona in Deutschland: Die Fallzahlen steigen (Symbolbild).

Corona-Pandemie in Deutschland: Viele Gastronomen bangen um ihre Existenz

Update vom 8. September, 20.30 Uhr: Die Coronavirus-Pandemie in Deutschland stellt die Wirtschaft der Bundesrepublik vor große Probleme. Das ist seit längerem bekannt, wird aber immer greifbarer.

Eine Umfrage des deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes, DEHOGA, unter seinen Mitgliedern hat nun ergeben, dass fast zwei Drittel der Gastwirte nicht wissen, ob sie ihr Geschäft noch halten können. Demnach bangen 61,6 Prozent der Unternehmen um ihre Existenz. 

Der Umfrage zufolge erwarten die Gastronomen, dass ihre Umsätze in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie und deren Folgen um die Hälfte einbrechen. Der Verband spreche von der größten Krise der Nachkriegszeit, berichtet die ARD-Tagesschau

Update vom 8. September, 18.50 Uhr: Ein Epidemiologe warnt vor der Gefahr, vieler mit dem Coronavirus infizierter Kinder* durch den Start der Schulen. Auch für die Kontrolle der Corona-Pandemie in Deutschland sei das sehr schlecht.

Corona-Pandemie in Deutschland: Angela Merkel bedankt sich bei Gesundheitsämtern

Erstmeldung vom 8. September: Die Corona-Pandemie ist in Deutschland weiterhin das bestimmende Thema. Eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung der Krankheit spielen hierzulande die Gesundheitsämter.

Auf einer Online-Konferenz über den öffentlichen Gesundheitsdienst am Dienstag (8. September) lobte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Arbeit der Behörden. In einer aktuellen Umfrage sehen das eine Mehrheit der Deutschen ebenfalls so.

Coronavirus in Deutschland: Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht noch Verbesserungspotenzial

Auf einer virtuellen Konferenz zur Arbeit der Gesundheitsämter in Deutschland hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel bei den Mitarbeitern für ihre Arbeit bedankt.

Die Pandemie sorge dort für Aufgaben, „die in einem unfassbaren Mehraufwand resultieren“, sagte sie. Was die Beschäftigten Tag für Tag leisteten, sei „ungewöhnlich“, so Merkel. Den Gesundheitsämtern komme in der Krise eine „zentrale Rolle“ bei der Bekämpfung von Infektionsketten zu. Sie hätten einen „wesentlichen Anteil" daran, das Deutschland bei den Infektionszahlen relativ stabil sei, so die Kanzlerin. Die zweite Welle* laufe so nur langsam an. In anderen Ländern sehe das häufig nicht so aus. Besonders in Österreich steigen die Infektionszahlen wieder besorgniserregend an.

Die Bundeskanzlerin sieht aber noch Verbesserungsbedarf - besonders im technischen Bereich. Die „digitalen Möglichkeiten" der Gesundheitsämter lassen noch zu wünschen übrig, so Merkel. Auch beim Personal könnte man noch besser aufgestellt sein. Deshalb hatten sich Bund und Länder im "Pakt für den öffentlichen Gesundheitsdienst" geeinigt, 5000 neue Stellen zu schaffen. Insgesamt sind vier Milliarden Euro für alle Maßnahmen vorgesehen.

Corona in Deutschland: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder mit klarer Botschaft

Auf der Veranstaltung sprachen auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD).  Der öffentliche Gesundheitsdienst sei noch nie „so wertvoll“ gewesen wie heute, sagte Söder in seiner Begrüßung. In den vergangenen Monaten sei dort „Übermenschliches“ geleistet worden.

Er ließ dem Lob aber auch eine Forderung folgen. „Nur zu loben oder zu klatschen“, wäre zu wenig, mahnte der CSU-Chef. Die Arbeitsbedingungen müssten nachhaltig verbessert werden. Für den Sozialdemokraten Tschentscher gehe es besonders darum, die Gesundheitsämter personell zu stärken und technisch besser auszustatten. Die Vernetzung zu anderen Teilen des Gesundheitswesens müsse verbessert werden.

Coronavirus in Deutschland: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert bessere Arbeitsbedingungen.

Corona in Deutschland: Großteil der Deutschen zufrieden mit den Corona-Maßnahmen

In einer aktuellen Umfrage zeigten sich auch eine große Mehrheit der Bürger mit der Arbeit auf kommunaler Ebene - also in den Landrats- und Gesundheitsämtern - zufrieden.

60 Prozent der Befragten finden, dass sich die Maßnahmen bei der Eindämmung des Virus* bewährt haben, wurde auf dem Deutschen Landkreistag bekannt gegeben. Mit 67 Prozent war die Zustimmung bei den 30- bis 39-Jährigen am höchsten. „Die Menschen sind mit der Arbeit der Landkreise und Gemeinden im Umgang mit der Pandemie weit überwiegend zufrieden“, erklärte Landkreistagspräsident Reinhard Sager (CDU).

Coronavirus in Deutschland: „Die Pandemie kann dezentral gut beherrscht werden“

Sager, der aus dem schleswig-holsteinischen Kreis Ostholstein kommt, führte weiter aus, dass die Bekämpfung der Pandemie in den Händen der Landkreise und Kommunen gut aufgehoben sei. „Wenn wir im vergangenen halben Jahr eines lernen konnten, dann dies: Die Pandemie kann dezentral gut beherrscht werden.“

Der Landkreistagspräsident sprach sich noch einmal dafür aus, dass Maßnahmen nicht überall gleich sein dürften, sondern an die jeweiligen Gegebenheiten vor Ort angepasst werden müssten.

Coronavirus: Das sind die aktuellen Zahlen in Deutschland

Nach den neusten Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) haben die Gesundheitsämter 1499 neue Fälle am Montag (Stand: 8. September 0 Uhr) gemeldet. Somit haben sich seit Beginn der Pandemie 252.298 Menschen in Deutschland mit dem Virus infiziert. 226.500 Personen haben die Krankheit bereits überstanden. Nach vier weiteren Todesfällen liegt die Zahl der Opfer der Corona-Pandemie bei 9329.

Die Reproduktionszahl* - auch R-Wert genannt - liegt mittlerweile bei 1,12. Er ist damit in den vergangen vier Tagen konstant von 1.0 gestiegen. Am Vortag betrug der Wert noch 1,10. Somit steckt eine infizierte Person mehr als einen weiteren Menschen mit dem Virus an. Das RKI gibt außerdem einen Sieben-Tage-R-Wert an. Dieser liegt bei 0,95. Während die erste Zahl das Infektionsgeschehen der letzten sieben Tage widerspiegelt, beschreibt die zweite Zahl einen Zeitraum von vor acht bis 16 Tagen und ist somit aussagekräftiger. (tel) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Der Pharmakonzern AstraZeneca hat bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs die entscheidende Testphase gestoppt, weil ein Proband erkrankt ist. Chef-Virologe der Charité in Berlin, Christian Drosten, bekommt Verstärkung bei seinem NDR-Podcast. In Argentinien stirbt eine Professorin während einer Online-Vorlesung an den Folgen ihrer Corona-Infektion.

Rubriklistenbild: © Federico Gambarini/dpa

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