Maskenkontrolltag am Hauptbahnhof Frankfurt: Eine Polizistin und ein Polizist stehen am Gleis.
+
Neues Infektionsschutzgesetz in Deutschland: Die FFP2-Pflicht für Kinder und Jugendliche im ÖPNV wird ausgesetzt.

Vom Helfer zum Verdächtigen

Teenager betrügt Deutsche Bahn um hunderttausende Euro - Polizei hilft der Zufall

  • Vincent Büssow
    VonVincent Büssow
    schließen

Mit einer dreisten Masche bringt ein Jugendlicher die Deutsche Bahn um hunderttausende von Euro. Nur durch einen Zufall ertappen ihn die Beamten.

Frankfurt/Essen – Die Bundespolizei ermittelt gegen einen 17-Jährigen. Der Teenager hatte es geschafft, die Deutsche Bahn um 270.000 Euro zu betrügen. Wie die Polizei am Freitag (15.06.2021) meldete, ist sie dem Betrüger nun auf die Spur gekommen. Doch wie ist der Jugendliche vorgegangen?

Aufgefallen ist der Tatverdächtige eigentlich durch seine Zusammenarbeit mit der Polizei, nachdem er Zeuge bei einer Auseinandersetzung am Essener Hauptbahnhof geworden war. Er hatte Videoaufnahmen von rivalisierenden Jugendgruppen gemacht, weswegen die Polizei sein Smartphone sicherte. Bei der Bearbeitung des Falls sichteten die Beamten auch das Handy des Teenagers – und dürften nicht schlecht gestaunt haben. Sie stießen auf Hinweise zu rechtswidrig erlangten Onlinetickets. Eine Wohnungsdurchsuchung folgte. Die Untersuchungen verhärteten den Verdacht, dass über 1.300 Onlinetickets der DB illegal beschafft wurden, berichtet die Polizei.

Deutsche Bahn betrogen: Polizei ermittelt gegen Teenager

Es konnte nachgewiesen werden, dass der aus Mühlheim stammende fiktive Bankkonten bei real existierenden Kreditinstituten generiert hatte, so die Polizei. Damit erlangte er über das Online-Buchungsportal der Deutschen Bahn AG die Onlinetickets. Der Teenager nutzte die DB-Tickets nicht nur selbst, sondern verkaufte sie auch weiter. Jetzt muss er sich vor Gericht wegen Computerbetruges in mehreren Fällen verantworten. (vbu)

Erst vor Kurzem konnte bei einer Großrazzia ein riesiger Schaden für die Deutsche Bahn aufgedeckt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion