DHL-Paketstationen, wie die auf dem Bild werden häufig genutzt.
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Ein Zwölfjähriger ist in Dortmund in ein Paketfach geklettert und musste von der Feuerwehr befreit werden. (Symbolbild)

Feuerwehreinsatz

Junge klettert in DHL-Packstation – Dramatische Rettungsaktion beginnt

  • Svenja Wallocha
    vonSvenja Wallocha
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Beim Spielen bringt sich ein Junge in eine gefährliche Lage und gerät in eine Packstation. Seine Freunde verschließen das Fach.

  • In Dortmund kommt es zu einer dramatischen Rettungsaktion.
  • Ein 12-Jähriger klettert in eine Packstation.
  • Die Feuerwehr rückt an und muss den Jungen befreien.

Frankfurt/Dortmund – Packstationen der Deutschen Post DHL sind für die ihre Nutzer eine praktische Sache. Dort können Pakete ganz unabhängig von Öffnungszeiten abgeholt oder auch versendet werden. Das entlastet vor allem Menschen, die tagsüber wenig zu Hause sind. Etwa 6.000 dieser Packstationen gibt es in Deutschland. Bis zum Jahr 2023 sollen es doppelt so viele werden. Eine Gefahr stellen die Paketautomaten nicht dar – eigentlich.

Denn in Dortmund wurde eine solche Packstation für ein Kind zur gefährlichen Falle. Ein Zwölfjähriger war in eines der Fächer geraten. Daraufhin wurde die Feuerwehr alarmiert und musste den Jungen befreien. Dieser Einsatz wird für Kind und Retter vermutlich noch lange in Erinnerung bleiben.

Packstation wird zu gefährlicher Falle – Zwölfjähriger in Fach eingeschlossen

Doch wie genau kam es zu dem Vorfall mit der Packstation? Drei Kinder hatten an dem Paketautomaten gespielt, wie die Feuerwehr mitteilt. Dabei stieg der Zwölfjährige in ein Paketfach, die beiden anderen Gleichaltrigen schlossen das Fach „und gaben einen Versandcode ein“, heißt es vonseiten der Einsatzkräfte. Das Paketfach ließ sich der Feuerwehr zufolge auch von einem Mitarbeiter der Packstation nicht mehr öffnen: Der Junge saß erst einmal fest.

In der Regel stehen die Paketfächer nicht einfach offen, erklärt die Feuerwehr. Dennoch schafften es die Kinder, ein Fach durch „wildes Herumdrücken auf dem Display“ zu öffnen. Zum Glück ging am Ende alles glimpflich aus. Die Einsatzkräfte rückten an und befreiten den eingeschlossenen Jungen. Er blieb unverletzt. 

Dramatische Rettungsaktion: Junge krabbelt in Packstation – Feuerwehr muss anrücken

Solche Vorfälle kommen eigentlich nicht oft vor. Umso komischer ist es, dass es kurz zuvor zu einer ähnlichen Situation kam – gar nicht weit von Dortmund entfernt. Auch in Wuppertal war ein Kind beim Spielen in eine Packstation gekrabbelt und konnte sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien. Auch hier musste die Feuerwehr anrücken. Ungefährlich ist das Krabbeln in ein Paketfach nicht. Weil die Fächer nun mal für Pakete gedacht sind, haben sie auch nur eine begrenzte Höhe und Breite. Päckchen, die in eine Packstation kommen, dürfen laut Angaben der Deutschen Post eine maximale Größe von 75 x 60 x 40 Zentimetern haben.

Größe für Pakete in einer PackstationZentimeter
Minimal15 x 11 x 1 cm
Maximal75 x 60 x 40 cm
(Quelle: Deutsche Post)

Zudem müssen die Sendungen vor Diebstahl, Wind und Wetter geschützt werden. Sie sind deshalb ganz gut verschlossen. Nur wenig Sauerstoff gelangt ins Innere. Für Kinder ist eine Packstation also kein Ort zum Spielen. Wie der Vorfall in Dortmund beweist, kann es sogar richtig gefährlich werden.

Immer mehr Packstationen in Deutschland: Deutsche Post DHL plant Ausbau von Angebot

Deutsche Post und DHL planen einen rasanten Ausbau von Packstationen. Bis 2020 gab es in ganz Deutschland 6.500 Paketautomaten. Diese Zahl soll weiter ansteigen. Wie aus einem Facebook-Post des Unternehmens hervorgeht, soll es bis 2023 sogar 12.000 Packstationen deutschlandweit geben. (svw)

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