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Ungelöster Fall Peggy Knobloch: Mutter erzählt von letzten Worten des kleinen Mädchens

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Von: Patrick Mayer

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Mutmaßlich Opfer eines Gewaltverbrechens: das damals neunjährige Mädchen Peggy Knobloch.
Mutmaßlich Opfer eines Gewaltverbrechens: das damals neunjährige Mädchen Peggy Knobloch. © AFP PHOTO / JENS-ULRICH KOCH

Nahe Bayreuth in Oberfranken: Noch immer sind viele Fragen im ungelösten Fall Peggy Knobloch offen. Ihre Mutter und ihre Schwester geben RTL ein emotionales TV-Interview.

München/Lichtenberg - Der Fall Peggy Knobloch sorgte in Deutschland* jahrelang für Aufsehen. Jetzt zeigt RTL eine Dokumentation namens „Missing Peggy“. In diesem wird der ungelöste Fall vom Verschwinden des damals neun Jahre jungen Mädchens am 7. Mai 2001 bis zum Auffinden sterblicher Überreste im Juli 2016 nachgezeichnet.

Fall Peggy Knobloch: Mutter und Schwester geben emotionales RTL-Interview

Auch ein Thema: Verdächtigungen der Ermittler gegen die Mutter aus dem oberfränkischen Lichtenberg, die sich letztlich nie bekräftigen ließen. Susanne Knobloch hat im Zuge der True-Crime-Serie RTL jetzt ein emotionales TV-Interview gegeben. Darin erzählt sie unter anderem von den letzten Worten ihrer verschwundenen und mutmaßlich getöteten jungen Tochter. „Ich hab noch was vergessen, noch was Wichtiges vergessen: Ich hab dich lieb, Mama!“, schildert Susanne Knobloch und bricht unter Tränen ab: „Wenn ich wusste, dass das das Letzte ist ...“

Peggy Knobloch* soll an jenem Mai-Tag auf dem Heimweg von der Schule verschwunden sein. „Es waren nur neun Jahre. Neun schöne Jahre. Ich hätte aber gerne noch viel, viel mehr mit ihr gehabt“, sagt Susanne Knobloch in der Doku weiter mit der Gewissheit, dass sie ihr Mädchen nie wieder sehen wird. Am 2. Juli 2016 hatte ein Pilzsammler in einem Waldstück bei Rodacherbrunn in Thüringen, etwa zwölf Kilometer Luftlinie von Lichtenberg entfernt, Skelettteile gefunden. Diese stellten sich nach einer DNA-Analyse als sterbliche Überreste von Peggy Knobloch heraus.

Im Video: Peggy Knobloch aus Lichtenberg - Chronologie des Falls

Auch die jüngere Schwester, heute eine junge Frau Mitte 20, äußert sich im RTL-Gespräch. „Das ist jeder Tag, wo sie fehlt“, sagte sie und erzählt vom vergeblichen Warten als damals drei Jahre junges Kind auf Neuigkeiten: „Ich weiß noch, dass ich nicht ins Bett wollte und auf der Couch geblieben bin. Weil ich gesagt habe, dass ich erst hochgehe, schlafen, wenn Peggy wieder da ist. Seitdem das passiert ist, war ich nie wieder oben in den beiden Zimmern.“

Fall Peggy Knobloch: Schwester Jasmin äußert sich in RTL-Doku „Missing Peggy“

Abschließen würden sie und ihre Mutter „nie damit können. Und besser wird es auch nicht. Weil immer irgendwas fehlt“, erklärt Jasmin Knobloch: „Es gibt sehr oft Momente, wo ich mir wünsche, dass das nie passiert wäre. Dass das alles einfach beim Alten gewesen wäre. Dass sie noch da ist, und dass wir unser Leben zusammen bis jetzt verbracht hätten.“ (pm) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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