+
06.09.2018, Rheinland-Pfalz, Trier: Die Warenhäuser Karstadt und Kaufhof stehen in der Moselstadt nebeneinander. Die geplante Fusion der Warenhausketten Karstadt und Kaufhof hat eine wichtige Hürde genommen. Die Banken hätten dem Zusammenschluss der beiden Handelsketten zugestimmt, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" am 06.09.2018. Foto: Harald Tittel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Verwendung weltweit

Kommentar zur Kaufhhaus-Fusion: Es hängt vom Kunden ab

Nun also doch. Was noch vor wenigen Jahren als reine Fantasterei galt, wird Wirklichkeit: eine deutsche Warenhaus AG, bestehend aus Kaufhof und Karstadt – unter Führung des letzteren Konzerns.

Nun also doch. Was noch vor wenigen Jahren als reine Fantasterei galt, wird Wirklichkeit: eine deutsche Warenhaus AG, bestehend aus Kaufhof und Karstadt – unter Führung des letzteren Konzerns. Eine Liebesheirat ist das nicht, aber eine wohl unvermeidliche Verbindung.

Beide Handelsriesen wanken, der eine mehr, der andere weniger. Schuld sind fehlgeschlagene Sanierungsversuche, erhöhte Mieten, mit denen die jeweiligen Investoren die Kaufsummen mitfinanzierten, und ein Mangel an Konzepten für das Warenhaus der Zukunft. Vor allem aber leiden sie – wie der gesamte deutsche Einzelhandel – unter der gnadenlosen Konkurrenz durch die großen Online-Konzerne wie Amazon und Zalando.

Natürlich kann man den Kaufhäusern wie dem traditionellen Einzelhandel insgesamt Versäumnisse im Internet-Geschäft vorwerfen. Doch es geht um mehr als das schiere Überleben einer Branche. Die kleinen und großen Läden prägen das Gesicht unserer Innenstädte, sorgen für Lebensqualität und die Versorgung mit allem, was man im Alltag so braucht.

Am Ende hängt es vom Kunden und seinem Kaufverhalten ab, ob das Projekt Warenhaus AG letztlich zu einem Erfolg wird.

politik@fnp.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare