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Gibt es einen Zusammenhang im Vermisstenfall Maddie McCann und dem als „Maskenmann“ bekannten Kindermörder Martin N.?

Maskenmann unter Verdacht

Neue Spur im Fall Maddie McCann führt zu Kindermörder aus Deutschland

Zwölf Jahre nach dem Verschwinden von Maddie McCann verfolgen die Ermittler eine Spur nach Deutschland. Der als Maskenmann bezeichnete Kindermörder Martin N. steht unter Verdacht.

Update vom 6. Mai 2019: Zwölf Jahre sind seit dem Verschwinden der damals fast vier Jahre alten Madeleine McCann aus einer Ferienanlage in Portugal vergangen. Noch immer gibt es kaum Hoffnung auf eine baldige Aufklärung des Falles. Doch nun haben die Ermittler eine neue Spur, die ausgerechnet nach Deutschland führt. 

Wie die britische Sun berichtet, gilt nun der in Deutschland von den Medien als „Maskenmann“ bezeichnete Kindermörder Martin N. als Verdächtiger im Fall Maddie. Der Pädagoge wurde 2012 wegen dreifachen Mordes und mehrfachen sexuellen Missbrauchs von Kindern zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt. 

„Maskenmann“ hat Ähnlichkeit mit Phantombild in Maddies Fall

Goncalo Amaral, der damalige leitende Polizist im Fall Maddie teilte vergangene Woche mit, dass die Ermittler einen „deutschen Pädophilen, der im Gefängnis sitzt“, im Visier hätten. Martin N. hätte Ähnlichkeit mit einem Phantombild, das aufgrund von Zeugenaussagen nach dem Verschwinden des Mädchens erstellt wurde. 

Dem Bericht zufolge sei der „Maskenmann“ mit der Algarve (Anm. d. Red.: Als Algarve wird die südlichste Region Portugals bezeichnet) nach mehreren Portugal-Reisen in den 90ern vertraut gewesen.

Außerdem passe ein weiteres Detail zu dem Verdacht: Martin N. folgte bei seinen Taten offenbar einem Drei-Jahres-Takt, so die Ausführungen der Sun. So begann er die erwiesenen Morde in den Jahren 1992, 1995 und 2001. Martin N. wird ebenfalls verdächtigt, 1998 in Holland und 2004 in Frankreich ein Kind ermordet zu haben. Weitere drei Jahre später verschwand Maddie McCann aus der Ferienanlage. 

Im australischen Fernsehen sprach Amaral sogar davon, die Ermittler würden „das Ende der Ermittlungen vorbereiten“.

Düstere Theorie zu Maddie: Opfer von Menschenhandel

Update 2.01.2019London: Vermisste Maddie-Hammer: 13-Jährige gibt neue Hoffnung

Ein vermeintlicher US-Experte hat nun eine düstere Theorie über Maddies Schicksal verbreitet. Demnach könnte sie ein Opfer von internationalem Menschenhandel geworden sein. 

„Heiße Spur“ im Fall Maddie: London bewilligt noch einmal Gelder für die Suche

London - Seit mehr als elf Jahren beschäftigt der Fall der verschwundenen kleinen Maddie die Polizei. Nun hat das britische Innenministerium weiteres Geld bewilligt. Madeleine McCann war am 3. Mai 2007 im Alter von drei Jahren aus einer Ferienanlage in Portugal verschwunden.

Die britische Polizei ermittelt seit 2011 in dem Fall. Die portugiesische Justiz hatte ihre Ermittlungen 2008 eingestellt, nahm sie im Oktober 2013 aufgrund neuer Indizien aber wieder auf.

Die Hoffnung Maddie zu finden ist noch da.

Die Eltern waren in einem nahegelegenen Restaurant essen, als Maddie aus dem Ferienappartement verschwand. Die Ermittler gehen von einer Entführung aus. Zunächst standen auch die Eltern unter Verdacht.

Die finanzielle Unterstützung der britischen Ermittlungen wird inzwischen alle sechs Monate überprüft. Sie betrug zuletzt von Oktober bis Ende März 154 000 Britische Pfund (etwa 176 000 Euro). Ähnlich hoch soll britischen Medien zufolge die neue Summe sein.

Maddies Eltern erleichtert

Kate und Gerry McCann sind dem Innenministerium einem Bericht der Daily Mail zufolge, "unglaublich dankbar" dafür, dass sie die neueste Geldforderung von Scotland Yard genehmigt haben, wurde Familiensprecher Clarence Mitchell zitiert.

Ermittler verfolgen heiße Spur

Ein Sprecher des britischen Innenministeriums bestätigte laut Bild Zeitung: „Wir haben dem Antrag stattgegeben, nachdem die Polizisten auf eine heiße Spur hinwiesen. Wir geben nicht auf.“

Welchen Hinweisen die Polizei nachgeht, wurde aus ermittlungstechnischen Gründen nicht näher erläutert. "Wir können die Untersuchung nicht fortlaufend kommentieren, solange sie noch läuft", sagte ein Sprecher von Scotland Yard laut Daily Mail

Noch mehr Informationen zum Fall „Maddie“ gibt es auf der „Find-Madeleine-Website“

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dpa

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