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Fall Maddie: Verdächtiger Christian B. will Haft-Entlassung – Ex-Zellengenosse: „Ich weiß, dass er es getan hat“

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Christian B., der Verdächtige im Fall Madeleine „Maddie“ McCann, beantragt vorzeitige Haft-Entlassung. Die Gerichte sind uneinig über Zuständigkeit.

  • Fall Maddie McCann: Christian B. ist verdächtig, sie getötet zu haben.
  • Christian B. könnte noch für weitere Vermisstenfälle verantwortlich sein.
  • Der Verdächtige will früher aus der Haft entlassen werden – darüber streiten die Gerichte.

Lesen Sie alles über den Fall Maddie in unserem aktuellen Ticker.

Update vom Dienstag, 23.06.2020, 12.10 Uhr: Zum Antrag auf vorzeitige Haftentlassung von Christian B. soll sich der Bundesgerichtshof äußern. Der 43-Jährige steht unter Verdacht, die vermisste Maddie McCann getötet zu haben.

Zwischen den Gerichten in Kiel und Braunschweig bestünden unterschiedliche Auffassungen darüber, welche Kammer für die Entscheidung örtlich zuständig sei, teilte das Landgericht Braunschweig mit. Der in Kiel inhaftierte Christian B. soll 2007 die dreijährige Madeleine McCann aus einer Ferienanlage in Portugal entführt haben. 

Er sitzt derzeit eine Strafe wegen Drogenhandels ab. Die Haft soll im Frühjahr 2021 enden, zwei Drittel dieser Strafe sind bereits verbüßt.

Ex-Zellengenosse von Maddie-Verdächtigem ist sicher: „Ich weiß, dass er es getan hat“

Update vom Montag, 22.06.2020, 13.12 Uhr: 13 Jahre nach dem Verschwinden der kleinen Maddie McCann ist ein Deutscher in den Fokus der Ermittler gedrückt. Ein ehemaliger Zellengenosse des verdächtigen Christian B. hat nun gegenüber der britischen „Daily Mail“ ausgepackt.

Gegenüber der Zeitung sagte der österreichische Auswanderer Michael T., Christian B. sei „mehr als fähig, ein Kind zu entführen“. Die „Daily Mail“ zitiert den Österreicher sogar mit den Worten: „Ich weiß, dass er es getan hat.“ Der Ex-Sträfling behauptet gegenüber der britischen Zeitung außerdem, Christian B. habe ihm sogar erzählt, Kinder nach Marokko zu verkaufen.

Verschwundene Maddie: Verdächtiger „war definitiv pervers“

Darum könne Michael T. es sich auch vorstellen, dass der Deutsche das Mädchen gar nicht selbst getötet hat, sondern dass auch Maddie von ihm entführt und ins Ausland verkauft wurde.

Michael T. sagte gegenüber der „Daily Mail“ auch, dass er bereits von der Polizei zu den Geschehnissen befragt worden sei. Rund 14 Stunden lang hätten Ermittler ihn in Österreich zu dem Fall vernommen. „Die Ermittler waren von der ersten Minute an sehr klar. Ich sagte ihnen, ich wüsste, warum sie hier sind. Ich war überzeugt, dass er es war. Ich weiß, dass er es getan hat. Ich lebte zu der Zeit bei ihm. Er war mein bester Freund und er war definitiv pervers und mehr als fähig, ein Kind für Sex oder Geld zu entführen“, zitiert die britische Zeitung den Österreicher weiter.

Fall Maddie McCann: Ermittler suchen Drogendealerin aus Brandenburg

Michael T. und der im Fall Maddie nun verdächtige Christian B. sollen gemeinsam eine Diebstahls-Tour begangen haben. Zusammen hätten sie sich 2006 auch einen Van gekauft. Danach seien beide dann für rund acht Monate Zellengenossen gewesen.

Update vom Samstag, 20.06.2020, 13.50 Uhr: Im Fall der verschwundenen Maddie McCann führt eine Spur jetzt zu einer Drogendealerin aus dem brandenburgischen Oranienburg. Wie die „Märkische Oderzeitung“ (moz) berichtet, sei es aus Sicht der Staatsanwaltschaft Flensburg möglich, dass die Frau etwas über den Fall Maddie weiß. 

Das Problem dabei: Die wahre Identität der Frau aus Oranienburg, die nur wenige Wochen nach dem Verschwinden des damals dreijährigen Mädchens aus einer Ferienwohnung in Praia da Luz (Portugal) am 3. Mai 2007 mehrfach und über mehrere Monate hinweg mit dem Hauptverdächtigen Christian B. engen Kontakt gehabt haben sollte, ist den Ermittlern bis heute nicht bekannt. Sie sei „Julia“ genannt worden. Das könne aber auch ein Pseudonym gewesen sein. 

Fall Maddie McCann: Eine Spur führt in die Drogenszene von Oranienburg

Nach dem Medienbericht wollte Christian B. Drogen nach Sylt schmuggeln. Hierfür soll er mehrmals Marihuana bei einer „Julia“ in Oranienburg gekauft haben. „Es wurde damals versucht, die Frau zu ermitteln und zu identifizieren. Da sich der Angeklagte im Prozess aber nicht weiter dazu äußerte, konnte die Frau nie ausfindig gemacht werden“, sagte Oberstaatsanwältin Dr. Stephanie Gropp gegenüber der „Märkischen Oderzeitung“.

Laut Polizei könnte es sein, dass „Julia“ etwas über Maddies Verschwinden weiß. Vielleicht hat sich der Verdächtige ihr gegenüber geäußert und sie schweigt aus Angst vor einer eigenen Strafe, sagte Ariane Feierbach von der Polizeidirektion Nord dem Portal. „Falls dies so sein sollte, kann man natürlich nur hoffen, dass sich die Frau trotzdem irgendwie dazu äußert - wenn auch anonym.“ Auch andere Mitglieder der Drogenszene in Oranienburg aus den Jahren 2007 und 2008 könnten Details wissen. Neue Ermittlungserfolge in diesem Fall gebe es aber bislang nicht. Doch die Hoffnung bleibt: Mögliche Zeugen werden weiterhin gebeten, sich bei der Polizei melden.

Fall Maddie McCann: Schreckliche Details über Christian B. kommen ans Licht

Update vom Donnerstag, 18.06.2020, 15.40 Uhr: Über den Verdächtigen im Fall Maddie McCann, Christian B., kommen immer mehr Details an Licht, die dafür sprechen, dass es sich bei dem 43-jährigen Mann um einen Serientäter handelt. In einer exklusiven Spiegel-TV-Reportage äußert sich nun ein ehemaliger Freund von Christian B. 

Vor vielen Jahren hat Björn R. den im Fall Maddie Tatverdächtigen Christian in Braunschweig kennengelernt. Auf ihn wirkte Christian B. wie ein gewöhnlicher Mann, der allerdings viel Alkohol konsumierte und sich gelegentlich aggressiv verhielt. In betrunkenem Zustand weihte er seine Freunde, so auch Björn R., teilweise in seine Taten ein. So erzählte er, dass er während seinem Aufenthalt in Portugal in ein Haus einbrach - dabei trug er eine Tauchermaske, um von den Kameras nicht erkannt zu werden. Eben diese Maske soll Christian B. bei seinen Verbrechen genutzt haben.

Fall Maddie: Christian B. soll seine Opfer mit zahlreichen Waffen missbraucht haben

So hat der Verdächtige im Fall Maddie McCann laut Spiegel TV eine Frau in Portugal mit Ketten und einer Machete attackiert und sie über mehrere Stunden hinweg vergewaltigt. Dass es sich bei ihrem Peiniger um den 43-jährigen Christian B. handelt, ist sich das Opfer sicher: Er hatte stechend blaue Augen und einen deutschen Akzent. Eine andere Frau knebelte und fesselte Christian B. und schlug dann mehrfach mit einem Krummsäbel auf sie ein. Dabei trug er eine Sturmmaske.

Fall McCann: Polizei findet Dateien mit Kinderpornografie auf Christian B.s Grundstück

Der ehemalige Kumpel Christian B.s führt Spiegel TV auch zu einer Laube, in der er eine zeitlang gewohnt hat. Dort fanden die Ermittler ein Wohnmobil des Deutschen, in dem sie mehrere gebrauchte Badeanzüge von Kindern fanden. Außerdem beschlagnahmten sie auf dem Gelände eine Plastiktüte, in der sich Datenträger mit mehreren tausend Dateien befanden - darunter vorrangig Kinderpornografie, auf einigen Bildern ist auch Christian B. zu sehen.

Die Beweise belasten Christian B., Hauptverdächtiger im Fall Maddie McCann, somit zunehmend. Laut Ermittlern des Bundeskriminalamtes verfügen sie bereits über 90 Prozent der Beweise, die für eine Tatbeteiligung des Deutschen sprechen.

Maddie McCann: Polizei prüft Zusammenhang des Tatverdächtigen mit weiterem Mordfall

+++ 13.33 Uhr: Jetzt prüft die Polizei einen möglichen Zusammenhang des im Fall Maddie McCann Tatverdächtigen Christian B. mit einem weiteren Mordfall. Die damals elfjährige Claudia Ruf wurde 1996 entführt und missbraucht. Einige Zeit später fand man ihre Leiche auf einem Feldweg. 

Laut Polizei gibt es zwar keine konkreten Beweise für einen Zusammenhang. Mithilfe einer Erkenntnisabfrage könne jedoch ein Bewegungsprofil des Verdächtigen erstellt werden, berichtet der „Kölner Stadtanzeiger“. So kann geklärt werden, ob sich Christian B. zum Zeitpunkt des Mordes an Claudia Ruf in der Nähe aufhielt. 

Wegen der neuen Erkenntnisse im Fall Maddie werden auch andere Mordfälle, unter anderem in Belgien und in Frankfurt, nochmal überprüft. Christian B. schweigt bisher zu allen Vorwürfen.

Fall Maddie McCann: Hauptverdächtiger Christian B. will auf Bewährung aus der Haft

Update vom Mittwoch, 17.06.2020, 10.37 Uhr: Der Gefangene Christian B., der im Fall der vermissten Maddie als Hauptverdächtiger gilt, hat einen Antrag gestellt, den Rest einer Freiheitsstrafe für eine andere Tat zur Bewährung auszusetzen. Das Landgericht Kiel wies diesen Antrag jedoch nach Braunschweig zurück. 

Wie das Landgericht Kiel am Dienstag (16.06.2020) mitteilte, hält sich die mit der Sache befasste Strafvollstreckungskammer für örtlich nicht zuständig, da sich am Landgericht Braunschweig schon mal mit der Frage befasst worden ist, die Strafe auszusetzen. Damals war der Mann noch in der Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttel inhaftiert.

Der 43-Jährige ist mehrfach wegen Sexualstraftaten auch an Kindern vorbestraft und sitzt zurzeit in Kiel eine Strafe ab, die 2011 das Amtsgericht Niebüll gegen ihn verhängte. Dabei ging es um den Handel mit Drogen. In Kiel endet die Haft wegen Drogendelikten im Frühjahr 2021. Der Mann hat bereits zwei Drittel dieser Strafe verbüßt.

Fall Maddie: Christian B. wegen Vergewaltigung im Gefängnis

Parallel ist gegen Christian B. wegen Vergewaltigungsvorwürfen eine Untersuchungshaft angeordnet. Zuletzt verurteilte ihn das Landgericht Braunschweig am 16. Dezember 2019 wegen schwerer Vergewaltigung unter Einbeziehung früherer Strafen zu sieben Jahren Haft. Er hatte 2005, rund eineinhalb Jahre vor dem Verschwinden Maddies, in Praia da Luz eine damals 72-jährige US-Amerikanerin vergewaltigt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, die Revision liegt beim Bundesgerichtshof.

Christian B. wird verdächtigt, im Jahr 2007 die dreijährige Madeleine „Maddie“ McCann aus einer Ferienanlage in Portugal entführt zu haben. Die deutschen Ermittler sind überzeugt, dass das Mädchen tot ist. Die britische Polizei geht hingegen auch nach 13 Jahren weiter von einem Vermisstenfall aus. Bis heute ist Maddie verschwunden.

Fall Maddie McCann: Christian B. gerät bei einem brutalen Kindsmord ins Visier der Ermittler

+++ 14.58 Uhr: Womöglich könnte Christian B. neben Maddie McCann noch ein weiteres Kind auf dem Gewissen haben. Wie erst jetzt bekannt wurde, ermittelt die Staatsanwaltschaft Frankfurt seit Anfang Juni 2020, ob es einen Zusammenhang zwischen Christian B. und dem bestialischen Mord am 13-jährigen Tristan aus Frankfurt im Jahr 1998 gibt. 

Der Junge wurde schwer misshandelt und anschließend verstümmelt. Inwiefern es eine Verbindung zwischen Christian B. und Tristan gibt, wollte es die Staatsanwaltschaft Frankfurt aus ermittlungstaktischen Gründen nicht näher benennen. 

Fall Maddie: Keine Anhaltspunkte, dass sie noch lebt

Update vom Montag, 15.06.2020, 14.21 Uhr: Auch wenn die Ermittlungen aufgrund des dringenden Tatverdachts gegen Christian B. wieder ins Rollen gekommen sind, gibt es keine Hinweise dafür, dass Maddie noch lebt. Es gibt zwar keine forensischen Beweise, die dagegen sprechen - aber die Hoffnung, das Mädchen noch lebendig zu finden, ist laut dem Sprecher der Staatsanwaltschaft Braunschweig gering. Aus Sicht der deutschen Ermittler ist daher klar, dass das Mädchen umgebracht wurde. Die Straftat, nach der in Deutschland ermittelt wird, lautet somit Mord.

Maddie: In Großbritannien gilt sie als vermisst

Update vom Samstag, 13.06.2020, 11.33 Uhr: Die Ermittlungen im Fall Maddie McCann laufen in Großbritannien und Deutschland auf Hochtouren. Doch die beiden Teams gehen von unterschiedlichen Ausgangslagen aus. Die einen von Mord, die anderen von Vermisst. Den Eltern von Maddie reißt deshalb der Geduldsfaden und sie melden sich mit einer klaren Forderung zu Wort. 

Fall Maddie McCann: Ist das Mädchen vermisst oder tot?

Während die britischen Ermittler das Verschwinden der kleinen Maddie vor 13 Jahren in Portugal noch als Vermisstenfall behandeln, gehen die deutschen Behörden von Mord aus. Hierfür, so die deutschen Beamten, gebe es klare Hinweise. Man wisse sogar, wie Maddie getötet worden sein soll, allerdings wisse man noch nicht, wo sich die Leiche befände, werden die Ermittler von der britischen Sun zitiert. 

Diese Aussage ruft nun die Eltern von Maddie auf den Plan. Sie fordern die deutschen Ermittler auf, zu erklären, warum sie vom Tod der kleinen Maddie ausgehen. Sie fordern Beweise. „Die deutsche Polizei sagt, sie gehen davon aus, dass Madeleine tot ist, aber sie haben keine Beweise“, zitiert die Sun den offiziellen Sprecher der Familie McCann. Die britische Polizei sowie die portugiesischen Beamten würden sich aufgeschlossener verhalten. 

Fall Maddie: Deutscher Polizei unterläuft fataler Fehler

+++ 15.12 Uhr: Wie der Spiegel berichtet, ist der deutschen Polizei bei den Ermittlungen gegen Christian B. wohl ein fataler Fehler unterlaufen. Die Beamten sollen damit dem Tatverdächtigen Zeit verschafft haben, mögliche Beweise zu vernichten.

So soll die Polizei laut Spiegel Christian B. zu früh über ihre Ermittlungen gegen ihn im Fall Maddie McCann in Kenntnis gesetzt haben. Christian B. soll offenbar einen Brief von der Polizei erhalten haben, dass er im Vermisstenfall der kleinen Mädchens verdächtigt werde. Dies sollen interne Unterlagen deutscher Behörden nahelegen. Davon soll Christian B. sogar in seinem Kiosk erzählt haben. 

Vermisste Maddie McCann: Ex-Freundin packt aus

Update, 12.06.2020, 13.00 Uhr: Der Fall der verschwundenen Maddie McCann geht um die Welt. Eine Ex-Freundin des Verdächtigten Christian B. ist nun mit brisanten Neuigkeiten an die Öffentlichkeit gegangen. Im Interview mit der britischen Zeitung 'Mirror' äußerte sich die mittlerweile 45-jährige Mutter aus England zu ihrem damaligen Freund.

Gedated hätten die beiden knapp ein Jahr von 2004 bis 2005 – zwei Jahre vor dem Verschwinden der damals dreijährigen Maddie kam es zur Trennung. Während der Beziehung habe er sie oft körperlich missbraucht und sei sehr eifersüchtig gewesen. Beispielsweise habe Christian B. ihren Kopf im Streit mehrmals brutal gegen eine Wand gestoßen, nachdem sie einen anderen Mann umarmt hatte. Einer anderen Ex-Freundin, mit der er angeblich in einem deutschen Waisenhaus aufgewachsen war, soll er mit dem Tod  gedroht haben. Der Grund: Sie hatte ihn für einen anderen verlassen. 

Vermisstenfall Maddie McCann: Drittes Auto von Christian B. könnte wichtige Rolle spielen

Neue Informationen gab es außerdem zu einem dritten PKW, den Christian B. zum Zeitpunkt des Verschwindens des kleinen Mädchens gefahren haben könnte. Es handelt sich um einen alten Volkswagen. „Ich erinnere mich nicht an das Model. Es hatte eine dreckige, senfgelbe Färbung“, so seine Ex-Freundin gegenüber dem 'Mirror'. Die Polizei hatte bis jetzt keine Angaben gemacht, ob in den beiden bereits registrierten Fahrzeugen Spuren des vermissten Mädchens gefunden wurde. Der dritte PKW könnte – sofern ausfindig gemacht - eine wichtige Rolle in der Aufklärung des Falles spielen.

Fall Maddie McCann: Verdächtiger könnte Mord in Belgien begangen haben

Update, 11.06.2020, 16.00 Uhr: Christian B., der Verdächtige im Fall Maddie McCann ist nun auch in einem alten Mordfall in Belgien in Verdacht geraten. Die belgischen Behörden haben nach den neuen Entwicklungen im Fall Maddie die Ermittlungen zum Mord an der deutschen Jugendlichen Carola Titze wieder aufgenommen, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Brügge am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP sagte. 

Der verstümmelte Leichnam des 16 Jahre alten Mädchens war im Juli 1996 im belgischen Küstenort De Haan gefunden worden. Damals hatten sich die Ermittlungen auf einen deutschen Verdächtigen Anfang zwanzig konzentriert. Der Ermittlungsrichter Paul Gevaert hatte vergangene Woche eine mögliche Verbindung mit dem heute 43-jährigen Christian B. ins Spiel gebracht, der im Fall der vor 13 Jahren verschwundenen dreijährigen Madeleine "Maddie" McCann als Täter verdächtigt wird. 

„Die Beschreibung passt“, so Gevaert gegenüber der belgischen Zeitung „De Standaard“. Das britische Mädchen Maddie McCann war 2007 aus einer portugiesischen Ferienanlage verschwunden und wurde bis heute nicht gefunden. Nun ermittelt die Braunschweiger Staatsanwaltschaft in dem Fall wegen Mordes gegen den mehrfach verurteilten Sexualstraftäter B. Der 43-Jährige Christian B. sitzt derzeit wegen Rauschgifthandels in Schleswig-Holstein in Haft. 

Fall Maddie McCann: Hatte Christian B. einen Komplizen?

+++ 17.38 Uhr: Hat Christian B. mit dem Verschwinden der kleinen Maddie McCann zu tun? Das vermuten die Ermittler zumindest aktuell. Wie nun portugiesische Medien berichten, könnte der Deutsche Christian B. Unterstützung bei seiner Tat gehabt haben. Die „Bild“-Zeitung berichtet unter Berufung auf Medien aus Portugal, dass es sich bei dem möglichen Komplizen um einen Mitarbeiter der Ferienanlage in Praia da Luz handeln soll.

Dieser könnte Christian B. einen Hinweis gegeben haben, dass die Eltern von Maddie McCann mit Freunden in einer Tapas-Bar zu Abend essen würden. Wie das BKA in der vergangenen Woche im Live-TV der Sendung „Aktenzeichen xy...ungelöst“ bestätigte, telefonierte Christian B. am Abend des Verschwindens von Maddie mit einer portugiesischen Nummer. Ermittler erhofften sich Hinweise, unter anderem auf den Besitzer der Nummer aus Portugal. Laut den portugiesischen Medien soll es sich bei dieser Nummer um die des Mitarbeiters der Ferienanlage handeln.

Der damalige Mitarbeiter der Ferienanlage, aus der Maddie McCann verschwand, ist den Ermittlern laut „Bild“ bereits bekannt und soll ein Freund von Christian B. gewesen sein. Ob B. mit ihm in der Nacht von Maddies Verschwinden tatsächlich telefoniert hat, ist noch unklar. 

Vermisste Maddie: Spezialsendung auf RTL

+++ 17.11 Uhr: Der Privatsender RTL zeigt am Mittwochabend (10.06.2020) ab 20.15 Uhr das Spezial „Die Wahrheit im Fall Maddie – Insider packen aus“. Dort soll bisher unveröffentlichtes Insiderwissen gezeigt werden. 

Fall Maddie wird im Landtag Schleswig-Holstein besprochen

Update vom Mittwoch, 10.06.2020, 11.35 Uhr: Im Fall Maddie McCann berät sich heute der Landtag Schleswig-Holstein. Wie n.tv berichtet, geht es dabei um eine mögliche Justizpanne, durch die der Tatverdächtige Christian B. 2018 für etwa vier Wochen freigekommen war, obwohl er bereits zu dieser Zeit wegen eines anderen Falls – ebenfalls Kindesmissbrauch – unter Tatverdacht stand. Für die Panne sind laut Flensburger Staatsanwaltschaft komplizierte juristische Vorgänge verantwortlich. Bleibt abzuwarten, ob sich diese Behauptung auch in der Diskussion des Landtages Schleswig-Holstein bestätigt.

+++ 17.10 Uhr: Im Fall der vor 13 Jahren verschwundenen Maddie McCann sind seit Mitte voriger Woche beim Bundeskriminalamt (BKA) Hunderte neue Hinweise eingegangen. Das sagte der Sprecher der Braunschweiger Staatsanwaltschaft, Hans Christian Wolters. Die Ermittler hatten Beobachtungen zu zwei Häusern und zwei Autos erbeten, die im Zusammenhang mit dem Tatverdächtigen Christian B. stehen. Ein Foto von B. haben die Beamten bisher allerdings zurückgehalten. „Die Ermittler scheinen keinen dringenden Tatverdacht zu haben. Sie haben einen Tatverdacht, der sich auf Indizien stützt“, sagte Profiler und Bestseller-Autor Axel Petermann gegenüber „Der Westen“. Was fehlt, sind konkrete Beweise.

Die Ermittler schrecken derzeit noch davor zurück, Name und Foto des Tatverdächtigen zu veröffentlichen. „Sie haben sich sehr zurückhaltend geäußert zu seiner Person – das machen sie aus gutem Grund“, glaubt Petermann. „Der Fall Maddie hat in der ganzen Welt Schlagzeilen gemacht. Sie wollen nicht noch so ein Debakel wie mit Rebecca Reusch erleben.“ Die Beamten hatten nach dem Verschwinden der 15-jährigen Rebecca Reusch direkt mit Namen und Foto nach dem Schwager der Vermissten öffentlich gefahndet. Ohne Erfolg. Einen solchen „Fehler“ wollen die Ermittler in diesem Fall wohl dringend nicht noch einmal machen. Denn noch ist die Beweislage dünn. 

Der Fall Maddie wieder Thema bei „Aktenzeichen xy“ - Die Resonanz ist riesig

Update vom Dienstag, 09.06.2020, 4.50 Uhr: Im Fall des vor 13 Jahren verschwundenen britischen Mädchens Madeleine „Maddie“ McCann sind seit Mitte voriger Woche beim Bundeskriminalamt (BKA) Hunderte neue Hinweise eingegangen. Das sagte der Sprecher der Braunschweiger Staatsanwaltschaft, Hans Christian Wolters.

Die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ vom vergangenen Mittwochabend habe die erwartete große Resonanz gefunden. Die Hinweise würden nun abgearbeitet. „Erfahrungsgemäß wird die Auswertung dieser Hinweise zumindest mehrere Wochen, wenn nicht Monate in Anspruch nehmen.“

Vermisste Maddie McCann: Ermittler warnten vor deutschen Pädophilen

Update von Montag, 08.06.2020, 14.23 Uhr: Portugiesische Ermittler sollen schon kurz nach dem Verschwinden der vermissten Maddie McCann Hinweise auf einen deutschen Pädophilenring erhalten haben. Das berichtet die britische Boulevardzeitung „The Sun“.

Nach Informationen der „Sun“ sollen britische Behörden einen als dringlich markierten Hinweis an portugiesische Ermittler weitergeleitet haben. Darin wiesen sie auf zwei deutsche Sexualstraftäter hin. Die Männer sollen auch in Menschenhandel verstrickt gewesen sein. Ob es sich bei einem der Männer um den verdächtigen Christian B. handelt, ist nicht klar.

Daher bleibt die Frage, wer die beiden Männer überhaupt waren, vorerst offen. Ebenso, ob sie mit dem Fall der vermissten Maddie McCann zu tun haben. Das Mädchen war 2007 aus dem Ferienappartment seiner Eltern an der portugiesischen Algarve verschwunden. Seit dem 03.06.2020 wird gegen den deutschen Christian B. ermittelt. Er steht im Verdacht, die damals dreijährige Maddie McCann entführt zu haben. Von dem Mädchen fehlt weiterhin jede Spur.

Anwohner erinnert sich an Verdächtigen Christian B. im Fall der vermissten Maddie McCann

+++ 20.29 Uhr: In einem Videointerview mit dem „Spiegel“ erinnert sich ein portugiesischer Anwohner an Christian B., der im im Fall der vermissten Maddie McCann unter Mordverdacht steht. Er bezeichnet den Deutschen als „unfreundlichen Hippie“, welcher ihm schon vor Jahren aufgefallen sei. „Auf mich machte er einen sehr unfreundlichen Eindruck“, sagte er dem Magazin.

Maddie McCann (vermisst): Hunderte Hinweise gehen bei der britischen Polizei ein

+++ 15.00 Uhr: Im Fall der vermissten Maddie hat die Polizei in Großbritannien etwa 400 neue Hinweise erhalten. Sie seien telefonisch oder per E-Mail eingegangen, so ein Polizeisprecher am Sonntag (07.06.2020) in London. Ermittler in Deutschland sind überzeugt, dass Maddie McCann tot ist.

Die britische Polizei geht hingegen auch nach 13 Jahren weiter von einem Vermisstenfall aus. „Es gibt keinen endgültigen Beweis, dass Madeleine noch lebt oder tot ist“, so der Sprecher von Scotland Yard.

Vermisste Maddie McCann: Polizei sucht Parallelen zu anderen Fällen

Update vom Sonntag, 07.06.2020, 11.08 Uhr: Die neuen Erkenntnisse im Fall der vermissten Maddie, die über Deutschland hinaus Aufsehen erregt haben, nähren nicht nur die Hoffnung auf eine späte Lösung des Falls. Sie veranlassen auch andere Ermittler dazu, ihre Akten durchzugehen. 

„Wenn es solche neuen Details gibt, gehört es zu den Routineaufgaben der Polizei, nach Parallelen für ihre alten Fälle zu suchen“, sagte ein Sprecher der Polizei aus Niedersachsen. Die kleinste Chance auf neue Ermittlungsansätze werde genutzt. Im Fall des vor 13 Jahren in Portugal verschwundenen britischen Mädchens Maddie wurden vier Tage nach der Bekanntgabe der Mordermittlungen gegen den Deutschen Christian B. keine weiteren Details offiziell bekannt.

Vermisste Maddie McCann: Noch kein Durchbruch in Mordermittlungen absehbar

+++ 21.07 Uhr: Drei Tage nach Bekanntgabe der Mordermittlungen gegen den 43 Jahre alten Deutschen Christian B. im Fall Maddie ist noch kein Durchbruch absehbar. Die Ermittler hoffen jedoch auf Hinweise aus der Bevölkerung, die zum diesem führen könnten.

Es gibt viele Hinweise, dass Christian B. hinter dem Verschwinden von Maddie stecke, aber die Beweiskette ist nicht geschlossen. „Für einen Haftbefehl oder eine Anklage reicht es noch nicht aus“, sagte Hans Christian Wolters von der Staatsanwaltschaft Braunschweig am Freitag (05.06.2020).

Vermisste Maddie McCann: Zeugin aus Großbritannien erkennt Christian B. wieder

+++ 16.06 Uhr: Eine Zeugin aus Großbritannien hat nach einem Bericht der „Sun“ im Fall Maddie McCann den 43-jährigen Deutschen Christian B. wiedererkannt. Er soll sich damals in der Nähe des Appartements der Familie McCann merkwürdig verhalten haben.

Die Zeitung beschreibt die Frau als „glaubwürdige Zeugin“, die den Mann schon wenige Stunden nach dem Verschwinden des kleinen Mädchens in der Ferienanlage in Portugal beschrieben haben soll. Als ihr nun ein Bild von dem Verdächtigen gezeigt wurde, sagte sie der „Sun“ zufolge: „Das ist der Mann, den ich gesehen habe.“

Fall Maddie McCann: Polizei prüft schrecklichen Verdacht

Update von Samstag, 06.06.2020, 09.33 Uhr: Im Fall des Christian B., der die vermisste Maddie McCann getötet haben soll, prüft die Polizei laut dem Kölner Stadt-Anzeiger einen schrecklichen Verdacht. 1996 sei in einem Badeort in Portugal der damals sechsjährige René Hasee verschwunden. René aus Elsdorf bei Bergheim in Nordrhein-Westfalen war dem Bericht zufolge an einem Strand an der portugiesischen Algarve verschwunden, seine Mutter und ihr Lebensgefährte hatten ihn kurz aus den Augen gelassen.

Die Polizei prüft nun einen Zusammenhang mit dem Fall Maddie McCann. Der Verdächtige im Fall Maddie soll zwischen 1995 und 2007 regelmäßig an der Algarve gelebt haben. Wie bereits berichtet wird auch überprüft, ob der Verdächtige im Fall Maddie McCann etwas mit dem Verschwinden der kleinen Inga in Sachsen-Anhalt zutun haben könnte. Das Mädchen war im Mai 2015 aus einer Suchthilfeeinrichtung in Wilhelmshof bei Stendal verschwunden. Christian B. wohnte damals auf einem verlassenen Fabrikgelände in der Region.

Fall Maddie McCann: Schockierender Lebenslauf des Verdächtigen Christian B.

+++ 20.45 Uhr: Immer mehr Details zum Lebenslauf des Mordverdächtigen Christian B. im Fall Maddie McCann werden bekannt. So stand der damals angeklagte Kfz-Azubi wegen eines Diebstahldeliktes noch unter Bewährung, als er sich im September 1993 auf dem Spielplatz einer Gemeinde im Kreis Würzburg einem Mädchen sexuell genähert hatte.

Als die Sechsjährige zu schreien begann, lief er dem damaligen Bericht zufolge davon. Sechs Monate später näherte er sich dann einer Neunjährigen und ließ vor ihr die Hosen herunter – nur drei Tage vor dem Gerichtstermin, der wegen des ersten Falls angesetzt gewesen war.

Fall Maddie: Verdächtiger Christian B. vergewaltigte 72-Jährige und raubte sie aus

Eine problematische Kindheit mit Adoption und Heimaufenthalt führte ein Gutachter damals an, der dem Angeklagten aber „volle Schuldfähigkeit“ attestierte. Der Strafe entging er nicht. Die Flucht in Portugal ging mit der Verhaftung und der Auslieferung nach Deutschland zu Ende. Das pädophile und auch gerichtsdokumentierte kriminelle Verhalten des jungen Mannes blieb dagegen. Nach der Haftstrafe zog er zurück nach Portugal, wohin er auswandern wollte. Im Jahr 2005 – rund eineinhalb Jahre vor dem Verschwinden Maddies – vergewaltigte Christian B. eine damals 72-jährige US-Amerikanerin in Praia da Luz brutal und raubte sie aus.

Fall Maddie McCann: Verdächtiger Christian B. ohne Stellungnahme

+++ 20.17 Uhr: Im Vermisstenfall Maddie McCann haben die Verteidiger des 43-jährigen Mordverdächtigen Christian B. eine Stellungnahme zunächst abgelehnt. Wann mit einer solchen zu rechnen sei, könne er zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, teilte einer der beiden Verteidiger der DPA am Freitag (05.06.2020) auf Nachfrage mit.

+++ 14.56 Uhr: Immer mehr schockierende Details über die Abgründe des Christian B. werden bekannt. So liegt dem Spiegel ein Chatprotokoll aus Ermittlungsunterlagen vor, in dem Christian B. von der Entführung und den sexuellen Missbrauch eines Kindes berichtet. So habe er „etwas Kleines eingefangen und tagelang benutzt“, soll Christian B. im September 2013 in einem Chat geschrieben haben. 

Fall Maddie: Ermittler prüfen Vorwürfe gegen Christian B.

Christian B. gerät nun auch in Verdacht, etwas mit der Verschwinden der kleinen Inga in Sachen-Anhalt zutun zu haben. Das Phantomfoto, das damals von dem mutmaßlichen Täter angefertigt worden ist, könnte zu jenem passen, dass nach dem Verschwinden von Maddie McCann angefertigt wurde, wie spiegel.de zuerst berichtet.

+++ 12.35 Uhr: Im Fall Maddie prüfen die Ermittler weitere Vorwürfe gegen den Verdächtigen Christian B. Diese stehen im Zusammenhang mit einem weiteren Vermisstenfall aus Sachsen-Anhalt. Das berichten mehrere Medien.

Hinweise auf Christian B. nicht nur im Fall Maddie

Demnach könnte Christian B. mit dem Fall der vermissten Inga zu tun haben. Das Mädchen war im Mai 2015 aus einer Suchthilfeeinrichtung in Wilhelmshof bei Stendal verschwunden. Christian B. wohnte damals auf einem verlassenen Fabrikgelände in der Region. 2016 wurde auf dem Gelände kinderpornografisches Material gefunden, das unter anderem den Missbrauch von Kleinkindern und Säuglingen zeigt.

Christian B. stand in Briefkontakt mit anderem Verdächtigen

Auch Kinderkleidung für Mädchen wurde auf dem Grundstück gefunden. Christian B. hat allerdings keine Familie, der die Kleidung zugeordnet werden könnte. Außerdem soll B. im Briefkontakt mit einem Mitarbeiter der Suchthilfeeinrichtung gestanden haben, der nach dem Verschwinden von Inga in Tatverdacht geriet.

Ermittlungen im Fall Maddie gegen Christian B. laufen weiter

Der Ermittlungen im Fall Inga wie auch im Fall Maddie gegen Christian B. dauern weiter an. Der 43-Jährige steht seit Mittwoch dem 03.06.2020 im Verdacht, mit dem Verschwinden von Maddie McCann in Zusammenhang zu stehen. Die damals Dreijährige war 2007 aus einer Ferienanlage in Portugal verschwunden und gilt seither als vermisst. Christian B. hatte zu dieser Zeit in Portugal gelebt und ist wegen Sexualdelikten verurteilt worden. Der bisher ungeklärte Fall hatte weltweit für Aufsehen gesorgt.

Telefonnummer bleibt wichtiger Hinweis zu Christian B. im Fall Maddie

Update vom Freitag, 05.06.2020, 09.10 Uhr: Der Ermittlungen im Fall Madeleine „Maddie“ McCann laufen auf Hochtouren. Im Fokus der Ermittlungen steht weiterhin ein Anruf, den der Verdächtige Christian B. am Abend von Maddies verschwinden erhalten hat. 

An diesem Abend erhielt Christian B. einen Anruf von der portugiesischen Telefonnummer +351 916 510 683. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich bei dem Anrufer um einen wichtigen Zeugen handelt und rufen die Person auf, mit den Behörden in Kontakt zu treten.

Verdächtiger Christian B. im Fall Maddie McCann sitzt bereits wegen anderem Delikt in Haft

Das Bundeskriminaltamt (BKA) in Wiesbaden hatte am Mittwoch (03.06.2020) mitgeteilt, dass gegen den 43-jährigen Deutschen Christian B. ermittelt wird. Die Behörden bitten um weitere Hinweise, welche online auf der Seite des BKA eingereicht werden können. Christian B. steht im Verdacht, mit dem Verschwinden von Maddie McCann in Verbindung zu stehen. Das damals drei Jahre alte Mädchen verschwand am 03. Mai 2007 an der portugiesischen Algarve. Ermittler gehen davon aus, dass Madeleine „Maddie“ McCann inzwischen tot ist.

Der Verdächtige Christian B. soll zwischen 1995 und 2007 regelmäßig an der Algarve gelebt haben. Behördenvertreter bezeichnen die Ermittlungen gegen B. als womöglich wichtigste Ermittlung bisher in dem 13 Jahre alten Fall. Laut BKA ist B. schon mehrfach wegen sexuellen Delikten in Erscheinung getreten, derzeit sitzt er in Bremen in Haft. 

Staatsanwaltschaft in Braunschweig geht von Tod von Madeleine „Maddie“ McCann aus

++13.22 Uhr:  Die Staatsanwaltschaft Braunschweig geht davon aus, dass die vor rund 13 Jahren in Portugal verschwundene dreijährige Madeleine „Maddie“ McCann tot ist. Die Ermittlungen gegen einen 43-jährigen Deutschen, Christian B., würden wegen Mordverdachts geführt. „Wir gehen davon aus, dass das Mädchen tot ist“, sagte der Sprecher der Behörde, Hans Christian Wolters, bei einer Pressekonferenz zum Fall Maddie in Braunschweig.

Die Ermittlungen richteten sich gegen einen wegen sexueller Straftaten verurteilten Mann, der nach dpa-Informationen in Kiel hinter Gittern ist. Er lebte im Zeitraum des Verschwindens an der portugiesischen Algarve. Die Ermittler hoffen nun auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Eltern von Madeleine „Maddie“ McCann äußern sich zu Ermittlungen gegen Christian B.

++12.23 Uhr: Die Eltern der seit 13 Jahren verschwundenen Maddie wollen sich nicht weiter zu dem Verdächtigen Christian B. aus Deutschland äußern. „Sie wollen, dass sich nun alles auf die Ermittlungen konzentriert“, sagte ihr Pressesprecher Clarence Mitchell. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt gegen einen 43-Jährigen, der mehrfach wegen Sexualstraftaten auch an Kindern vorbestraft ist.

Es könnte sich bei den Erkenntnissen zu Christian B. um das wichtigste Ergebnis der langjährigen Ermittlungen im Fall Maddie handeln, sagte Mitchell dem Nachrichtensender Sky News. Die Britin Maddie war am 3. Mai 2007 im Alter von drei Jahren aus einer Appartementanlage an der Algarve in Portugal verschwunden.

„Wir werden niemals die Hoffnung aufgeben, Madeleine lebend zu finden, aber was auch immer herauskommen sollte, wir müssen es wissen, weil wir Frieden finden müssen“, wurden Kate und Gerry McCann in einer Mitteilung von Scotland Yard zitiert. „Alles, was wir je wollten, ist sie zu finden, die Wahrheit ans Licht zu bringen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.“ Sollte Madeleine noch leben, wäre sie inzwischen 17 Jahre alt.

Fall Maddie: Nachbarin beschreibt Verdächtigen Christian B. als aggressiv

++12.12 Uhr: 13 Jahre nachdem die drei Jahre alte Maddie McCann verschwunden ist, gerät nun der deutscher Sexualstraftäter Chrisitian B. in Verdacht. Der Mann hielt sich zum Tatzeitpunkt im Fall Maddie an der portugiesischen Algarve auf, wo die Familie des Mädchens urlaubte. Nach Informationen der „Braunschweiger Zeitung“ soll es sich bei dem Beschuldigten um einen Mann handeln, der Ende 2019 vom Landgericht Braunschweig wegen Vergewaltigung einer damals 72-jährigen Amerikanerin im Jahr 2005 in Praia da Luz zu sieben Jahren Haft verurteilt worden sei. Darauf deute vieles hin, so die Zeitung. 

Die „Braunschweiger Zeitung“ schreibt mit Blick auf den Gerichtsprozess, dass der in einem schlichten grauen Shirt und etwas zu großer Jeans gekleidete Christian B. intelligent gewirkt habe. Deutsche Zeugen aus portugiesischer Zeit hätten ihn als Glücksritter beschrieben, „der versucht hat, was auszustrahlen, aber auch nicht auf großen Zampano gemacht hat“.

Eine frühere Nachbarin aus Portugal beschrieb Christian B. dagegen als aggressiv. „Er war immer ein bisschen wütend, ist die Straße schnell hoch und runter gefahren und eines Tages, so um 2006, verschwand er ohne ein Wort“, berichtete die Frau dem britischen Sender Sky News. Etwa ein halbes Jahr nach dem Verschwinden des Mannes sei sie gebeten worden, beim Aufräumen der Unterkunft zu helfen, berichtete die Frau. „Es war eklig.“ Überall in der Unterkunft von Christian B. hätten beschädigte Sachen wie Computer gelegen. In einem Müllbeutel seien Perücken und seltsame Kleidungsstücke - möglicherweise für Kostümierungen - gewesen.

Fall Maddie McCann: Welche Rolle spielten der Jaguar und der Anruf an Christian B.?

Update vom Donnerstag, 04.06.2020, 11.24 Uhr: Wie Scotland Yard mitteilt, trug der verdächtige Christian B., der mit dem Verschwinden der damals drei Jahre alten Maddie McCann zur Tatzeit im Mai 2007 kurzes, blondes Haar und war etwa 1,80 Meter groß. Besonderes Augenmerk lenkten die britischen Ermittler im Fall Maddie auf zwei Fahrzeuge und zwei Telefonnummern, die Christian B. benutzt haben soll. Es geht um einen Caravan vom Typ VW T3 Westfalia mit portugiesischem Nummernschild, in dem der Mann zeitweise gewohnt haben soll, und um einen Jaguar, Model XJR 6, mit einem deutschen Kennzeichen. Am Tag nach Maddies Verschwinden sei der Jaguar auf einen neuen Halter umgemeldet worden.

Steht der Anruf an Christian B. in Zusammenhang mit dem Fall Maddie?

An dem Abend, als Maddie verschwand, soll Christian B. einen Anruf erhalten haben unter der Nummer +351 912 730 680 mit portugiesischer Ländervorwahl. Der Anruf wurde in der Region um Praia de Luz entgegengenommen. „Ermittler glauben, dass die Person, die diesen Anruf getätigt hat, ein höchst wichtiger Zeuge ist, und rufen sie dazu auf, in Kontakt zu treten“, hieß es in der Scotland-Yard-Mitteilung. Die Nummer des Anrufers laute +351 916 510 683.

Die Erkenntnisse zu Christian B. seien das Ergebnis einer jahrelangen Zusammenarbeit der britischen, deutschen und portugiesischen Polizei im Fall Maddie, hieß es weiter. „Nach dem 10. Jahrestag erhielt die Metropolitan Police Informationen über einen deutschen Mann, der sich bekanntermaßen in und um Praia de Luz aufhielt. Wir haben mit Kollegen in Deutschland und Portugal zusammengearbeitet und dieser Mann ist ein Verdächtiger im Fall des Verschwindens von Madeleine“, sagte Detective Chief Inspector Mark Cranwell der Mitteilung zufolge. Scotland Yard betonte jedoch, dass es sich weiterhin um einen Vermisstenfall handle.

Vermisste Maddie McCann: Eltern sehen „bedeutende Entwicklung“

Update vom Donnerstag, 04.06.2020, 10.38 Uhr: Nachdem das BKA in Wiesbaden am Mittwoch in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ verkündet hat, dass im Fall der seit 13 Jahren vermissten Maddie McCann nun der deutsche Christian B. unter Mordverdacht steht, der in der Vergangenheit bereits mehrfach wegen Sexualstraftaten auch an Kindern aufgefallen ist, haben sich nun auch die Eltern von Maddie McCann geäußert. Gegenüber dem Sender Sky News erklärten Gary und Kate McCann, dass die aktuelle Nachrichtenlage eine „bedeutende Entwicklung“ sei. Die Eltern haben die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit ihrer Tochter nie aufgegeben.

Das Arzt-Ehepaar war zwischenzeitlich selbst ins Visier der Ermittler gerückt, hatte jegliche Schuld im Fall Maddie aber immer vehement abgestritten. Dieser Verdacht der Ermittler ließ sich auch nie erhärten.

Erstmeldung vom Mittwoch, 03.06.2020: Wiesbaden – Vor fast genau 13 Jahren verschwand die dreijährige Madeleine „Maddie“ McCann aus einer Apartmentanlage in Portugal. Seitdem gilt das Mädchen als vermisst. Es beginnt eine beispiellose Suchaktion, in der die Eltern die Öffentlichkeit und auch die Medien stark mit einbeziehen. Dafür gab es auch viel Kritik. Zeitweilig standen sie selbst unter Verdacht, etwas mit dem Verschwinden von Maddie zu tun zu haben. Nun gibt es in dem spektakulären Vermisstenfall eine überraschende Wende.

Vermisstenfall Maddie McCann: Mädchen verschwindet spurlos in Portugal

Wie das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden am Mittwoch (03.06.2020) mitteilt, ermittelt die Staatsanwaltschaft Braunschweig im Fall der vermissten Maddie McCann gegen einen Mann aus Braunschweig. Der Mann steht unter Mordverdacht. Laut BKA ist der 43-Jährige schon mehrfach wegen Sexualstraftaten auch an Kindern vorbestraft. Aktuell verbüße er in einer anderen Sache eine längere Haftstrafe. 

Zwischen 1995 und 2007 soll der Tatverdächtige Christian B. regelmäßig an der Algarve im Süden Portugals gelebt haben, so auch für einige Jahre in einem Haus zwischen Lagos und Praia de Luz. Dort ging er mehreren Gelegenheitsjobs nach, unter anderem in der Gastronomie. Laut BKA soll Christian B. seinen Lebensunterhalt unter anderem mit dem Begehen von Straftaten wie Einbruchdiebstählen und Drogenhandel verdient haben.  

Wie die Braunschweiger Zeitung berichtet, soll Christian B. 2019 vom Landgericht Braunschweig wegen Vergewaltigung einer damals 72-jährigen US-Amerikanerin verurteilt worden sein. Die Tat soll in demselben portugiesischen Ort begangen worden sein, in dem etwa anderthalb Jahre später Maddie McCann entführt wurde und seitdem als vermisst gilt. 

Fall Maddie: Jetzt führt Spur zu Christian B. nach Deutschland

Die damals dreijährige Maddie McCann war im Mai 2007 aus einer Ferienanlage in Portugal verschwunden. Der Fall Maddie hatte weltweit für mediales Aufsehen gesorgt. Die Ermittler waren von einer Entführung ausgegangen. Zeitweise standen auch die Eltern selbst unter Verdacht. Die zuständigen Ermittlungsbehörden verfolgen seit 13 Jahren Hinweise zu dem Vermisstenfall. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ist mit den Ermittlungen befasst, weil der 43-Jährige vor seinem Auslandsaufenthalt seinen letzten Wohnsitz im dortigen Bezirk hatte.

Das BKA in Wiesbaden rief die Öffentlichkeit zur Mithilfe bei den Ermittlungen auf. In der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ forderte der BKA-Beamte Christian Hoppe am Mittwoch die Zuschauer auf, Hinweise zu dem Fall der vermissten Maddie McCann an das BKA oder jede Polizeidienststelle zu melden. Auch Madeleines Eltern Kate und Gerry McCann waren schon 2013 in der Sendung zu Gast.

Seit mehr als einem Jahr wird auch die 15-jährige Rebecca Reusch vermisst. Die Polizei befürchtet das Schlimmste. Nun sorgte ein skurriles Facebook-Profil für Wirbel. In Frankfurt verschwanden kürzlich zwei Teenager spurlos. Die Polizei machte 500 Kilometer entfernt eine überraschende Entdeckung. 

marv/ror

Rubriklistenbild: © Joe Giddens/PA Wire/dpa

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