In der offiziellen Rathaus-Umschau hat sich die Stadt München einen lustigen Schreibfehler geleistet. Auch OB Reiter dürfte ins Schmunzeln geraten sein (Symbolbild).
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In der offiziellen Rathaus-Umschau hat sich die Stadt München einen lustigen Schreibfehler geleistet. Auch OB Reiter dürfte ins Schmunzeln geraten sein (Symbolbild).

“Die Korken knallen lassen“

Stadt München „lockt“ mit Aufgabe, die feucht-fröhliche Stunden verspricht - und reagiert dann überraschend

Stadtrat in München müsste man sein. Zumindest eine Aufgabe, die in einem offiziellen Dokument erwähnt wird, lässt auf spaßige Sitzungen schließen.

  • Jeden Werktag gibt die Stadt München ihre „Rathaus-Umschau“ heraus.
  • In der Ausgabe vom 30. Januar 2020 ist den Verantwortlichen ein lustiger Fehler unterlaufen.
  • München-Kritiker dürften sich an gängige Klischees erinnert fühlen.

Update vom 31. Januar: Dass für den Schulcampus Freiham ein „Champusmanager“ gesucht wird, ist in der Online-Version der Rathaus-Umschau bereits korrigiert. Zu dem Vertipper äußerte sich die Stadt München nun trotzdem auf Twitter - und reagiert mit Humor.

„Schande auf unser Haupt“, heißt es in dem Posting. Und weiter: „Aber andererseits: Wer erfolgreich solche Großprojekte stemmt (Freiham, nicht die RU), darf eigentlich auch mal die Korken knallen lassen.“ Vielleicht wäre die Stelle eines „Champusmanagers“ in München also doch nicht ganz unangebracht. 

München: Stadt „lockt“ mit Aufgabe, die feucht-fröhliche Stunden verspricht in der Rathaus-Umschau

München - Die lassen‘s krachen im Rathaus: in einer offiziellen Verlautbarung scheint die Stadt Münchens Ruf als „Schickimicki-Hauptstadt“ befeuern zu wollen. In der Rathaus-Umschau vom Donnerstag (30. Januar 2020) ist den Verantwortlichen ein „verhängnisvoller“ Tippfehler unterlaufen.

„Die Rathaus-Umschau ist der offizielle Pressedienst der Landeshauptstadt München. Sie erscheint jeden Werktag ab 12 Uhr und kann abonniert werden“, heißt es auf dem offiziellen Online-Portal der Stadt München. Die Ausgaben umfassen unter anderem Terminhinweise für Medienvertreter, Mitteilungen städtischer Betriebe und Anfragen aus dem Stadtrat. Auch letztere standen in der Umschau vom 30. Januar wieder auf der Agenda.

München: Diesen Job will jeder haben: Stadt „erfindet“ Aufgabe, die feucht-fröhliche Stunden verspricht 

Im März 2019 hatte die Stadtratsfraktion der CSU einen Antrag zur Einführung eines Campusmanagers für den Schulcampus Freiham gestellt. Stadträtin Beatrix Burkhardt war nach der neunmonatigen Bearbeitungszeit wenig begeistert. Der erfolgte Antwortbrief sei „mehr als überschaubar und relativ inhaltslos“, klagte die CSU-Politikerin. 

Ihre Nachfragen an Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) finden auch in der Rathaus-Umschau Berücksichtigung, zunächst jedoch mit einer so nicht beabsichtigten Überschrift. Die Zeile „Champusmanager Freiham“ fasst Burkhardts Ausführungen in einer ersten Version zusammen. 

München: „Champusmanager“ gesucht? Stadt muss lustigen Fehler korrigieren

Auch, wenn es im Münchner Stadtrat bei manchen Sitzungen lustig zugeht: (S)champus gehört eher nicht zur Grundausstattung. Online wurde der Tippfehler bereits korrigiert

Video: Unglaubliche Ergebnisse im Champagner-Test

An Klischees über die „Schickimicki-Hauptstadt“ München* besteht kein Mangel. tz.de* hat einige gesammelt - und manche umgehend entkräftet. Sogar eine S-Bahn-Schmiererei* in der Landeshauptstadt scheint ein gängiges Vorurteil zu bestätigen.

lks

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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