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Ukraine-Krieg: Hilfe für Flüchtlinge – die 15 wichtigsten Fragen und Antworten

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Von: Phillip Plesch

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Ukraine-Konflikt - Flüchtlinge am Hauptbahnhof München
Mehrere tausend Flüchtlinge aus der Ukraine sind bereits in Bayern angekommen – wie hier am Hauptbahnhof München. © Sven Hoppe/dpa

Seit Wochen kommen zahlreiche Flüchtlinge aus der Ukraine in München an. Das bringt viele Fragen mit sich. Hier werden 15 davon beantwortet.

München – In der vergangenen Woche sind rund 6000 Geflüchtete aus der Ukraine am Münchner Hauptbahnhof* angekommen. Viele reisen eigenständig weiter, aber ein Teil verbleibt in München* – und wird hier in Interimsunterkünften der Stadt oder privat untergebracht. Das bringt viele Fragen mit sich. Hier die Antworten auf 15 der wichtigsten.

Ich wohne zur Miete und könnte Flüchtlinge aufnehmen. Muss ich das mit meinem Vermieter besprechen?

Zunächst nicht. Ab einem Zeitraum von sechs bis acht Wochen muss die Erlaubnis eingeholt werden, außer die Flüchtlinge gehören zur eigenen Familie.

Kann ich selbst entscheiden, wen ich aufnehme?

Beim Verein Münchner Freiwillige findet eine persönliche Vermittlung statt. Wichtig: Dass es von beiden Seiten passt.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Ein eigenes Zimmer oder eine Wohnung sind besser. „Aber für einen kürzeren Zeitraum – zum Beispiel auf der Durchreise – ist auch eine Couch hilfreich“, teilt der Verein mit.

Der zur Verfügung gestellte Schlafplatz wird wieder gebraucht, was tun?

Bestenfalls wird das vor der Vermittlung geklärt. Sonst bitte an das Ankunftszentrum der Stadt München wenden (Hotel Regent, Seidlstraße 2).

Ukraine-Krise: Für Schlafplätze für Flüchtlinge gibt es auch einen finanziellen Ausgleich

Was ist, wenn ich mit den Aufgenommenen nicht klarkomme?

Wenn es nicht geht, kann der Geflohene auch einen Antrag im Ankunftszentrum der Stadt München stellen.

Die Flüchtlinge können länger bei mir wohnen, was müssen wir tun?

Die Ukrainer sollen sich mit ihrem Wohnsitz im Bürgerbüro (KVR) anmelden. Dafür müssen sie online einen Termin vereinbaren.

Bekomme ich finanzielle Unterstützung vom Staat, wenn ich Schlafplätze zur Verfügung stelle?

Ja, so sieht es das Asylbewerberleistungsgesetz vor. Das muss vom Flüchtling beantragt werden.

Sind die Geflohenen haftpflichtversichert?

Nein, das wird vom Asylbewerberleistungsgesetz nicht abgedeckt.

Bekommen die Geflohenen Kleidung und Essen?

Bei der Münchner Tafel können Geflüchtete einmal wöchentlich Lebensmittel erhalten (Telefon 0800 - 2 00 44 60). Kleidung gibt’s bei den Kleiderkammern der Diakonia München.

Ein ukrainischer Flüchtling möchte gern in München arbeiten: Geht das?

Arbeiten ist nur mit Aufenthaltserlaubnis möglich. Dafür muss man seinen Wohnsitz anmelden.

Ukraine-Krieg: Die Geflohenen können sich kostenlos gegen Corona impfen lassen

Ich habe einen Job zu vergeben – gern an einen Flüchtling.

Solche Angebote an muenchen.ofis.ukrayina@arbeitsagentur.de schicken.

Die Ukrainer sind traumatisiert – wo bekommen sie Hilfe?

Erste Hilfe, wie man als Aufnehmender am besten damit umgehen sollte, und die Nummer zu einem Beratungstelefon gibt es im Netz unter www.refugio-muenchen.de/ukraine/.

Wie lange werden die Messehallen voraussichtlich als Flüchtlingsunterkunft dienen?

Darüber kann man noch keine Auskunft treffen. Klar ist: In der Notunterkunft sollten Menschen nicht länger bleiben.

Wie viele Ankommende sind bislang positiv getestet worden?

Laut Gesundheitsreferat erhalten alle Ankommenden bei der Registrierung einen Schnelltest. In Sammelunterkünften gibt’s PCR-Tests. Positiv Getestete werden isoliert – aktuell sind das 800.

Können sich Ukrainer in München impfen lassen?

Corona-Impfungen sind im Impfzentrum und in allen Impfaußenstellen der Stadt München kostenlos möglich. Zudem impfen mobile Teams auch direkt in den Unterkünften.

Weitere Infos zu allen Fragen gibt’s im Netz unter www.muenchen.de/ukraine.

*tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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