Ein Hase springt.
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Ein Hase springt. (Symbolbild)

Aufpassen bei toten Tieren

Pest besorgt die Behörden: Es ist auf den Menschen übertragbar - vor allem Hundebesitzer sollen aufpassen

  • Andreas Knobloch
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In Nordrhein-Westfalen gibt es Fälle der Hasenpest - und das besorgt jetzt die Behörden. Sogar Menschen können sich anstecken.

Düsseldorf - Ein toter Hase hält zurzeit die Behörden in Nordrhein-Westfalen auf Trab. Denn der Tod des geht nicht auf natürliche Umstände zurück, sondern auf die sogenannte Hasenpest - auch Tularämie. Auch der Mensch kann die Krankheit bekommen, doch von einer Brisanz eines Coronavirus ist diese Infektion glücklicherweise noch weit entfernt.

Wie beispielsweise der Kreisjägerverband Coesfeld berichtet, wurde die Krankheit bei einem toten Hasen festgestellt. Wie der Verband weiter mitteilt, handelt es sich dabei um eine meldepflichtige Krankheit und es ist „erhöhte Aufmerksamkeit in umliegenden Revieren geboten“.

Hasenpest in NRW: Achtung bei toten Kaninchen oder Hasen

Was ist über die Krankheit bekannt? Unter anderem schreibt das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz in einem Artikel über die Hasenpest: „Tularämie ist eine pestähnliche, meist mit Lymphknotenschwellung einhergehende Infektionskrankheit zahlreicher Tierarten, die bei Nagern häufig mit Blutvergiftung („Hasenpest“) verläuft und auf Menschen übertragbar ist“. Also ist auch für Menschen äußerste Vorsicht geboten.

Da die Krankheit auch über Insekten übertragbar ist, ist Vorsicht geboten. Der Kreisjägerverband schreibt: „Bitte benutzen Sie Gummihandschuhe und tragen Sie, wenn möglich, einen Mundschutz. Die Erkrankung eines Menschen an Tularämie kann lebensbedrohlich sein“.

Hasenpest in NRW: Auch auf Hunde aufpassen

Bei Hasen und Kaninchen führt die Pest meist zum Tod, beim Menschen eher seltener. Beim Menschen sind laut Landesuntersuchungsamt meist Fieber, Unwohlsein oder Muskelschmerzen die allgemeinen Symptome, wobei das Krankheitsbild auch abweichen kann. Eine sofortige Behandlung sei wichtig. Eine „Mensch-zu-Mensch-Übertragung ist nicht bekannt“, schreibt das Landesuntersuchungsamt auch.

Da auch Hunde die Krankheit bekommen können und sie weiter auf den Menschen übertragen können, sei auch für Hundebesitzer Vorsicht geboten. Wie unter anderem spiegel.de schreibt, sind die Hundehalter angehalten, nach Kontakt mit totem Hasen oder Kaninchen die Pfoten oder Schnauzen zu waschen.

Bernhard Richter, der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Düsseldorf und Mettmann sagte der Bild: „Die Hasen-Pest ist nicht zu unterschätzen. In den letzten Jahren haben sich auch immer wieder Menschen infiziert. Deshalb sollte man seinen Hund an der Leine führen und vor allem die Feldhasen und deren Jungtiere, die tot wirken, nicht anfassen“.

Ein anderes Tier im Saarland - nämlich ein Pfau - wurde laut Besitzerin vom Bauernhof geklaut. (ank)

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