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Rettungssanitäter verweigern sich, einen Mann mit in eine Klinik zu nehmen.

Zivilcourage teuer bezahlt

Fahrt in Klinik fast verweigert: Verletzten wurde geraten, ein Taxi zu nehmen

Nach Kneipenschlägerei verweigert sich der Rettungsdienst, einen verletzten Mann mitzunehmen. Und es kam noch schlimmer. 

Oberursel - Freitagnacht kam es zu einer wüsten Kneipenschlägerei im hessischen Oberursel. Ein Mann wollte den Streit schlichten, wurde aber von einem der beiden Kontrahenten niedergeschlagen, knallte mit dem Kopf an eine Dart-Maschine und stürzte zu Boden. Der junge Mann erlitt unter anderem eine stark blutende Platzwunde über der linken Augenbraue und ein Hämatom und klagte über Erinnerungslücken, wie fnp.de* berichtet.

Und tatsächlich kam dann auch ein Rettungswagen - aber der weigerte sich, den Verletzten mitzunehmen. Und es wurde noch schlimmer: Die Sanitäter drohten dem Opfer sogar, dass es die Kosten für den Krankentransport bezahlen müsse, sollte er weiter auf eine Mitnahme bestehen. Und dass, obwohl sie bestätigten, dass die Wunder genäht werden müsste. 

Oberursel: Rettungssanitäter lassen Verletzten zurück

Am Ende wurde der Mann dennoch in die Klinik gebracht. Dort habe er vier Stunden gewartet und sei weder angeschaut noch behandelt worden, wie er sagt. Am Schluss der Odyssee kommt er zu einer bitteren Erkenntnis: „Zivilcourage lohnt sich offenbar nicht. Ich wurde verletzt, von Rettungskräften schlecht behandelt und soll jetzt möglicherweise noch Kosten dafür tragen, dass ich versorgt wurde – von der Warterei in der Klinik ganz abgesehen. Ich habe den Eindruck, ich bin im falschen Film.“

Die ganze Geschichte lesen Sie auf fnp.de*.

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