Bei einem schweren Unfall zwischen einem Linienbus und einem Lkw bei Langenhagen in der Region Hannover kam eine Frau ums Leben - 15 weitere Menschen wurden schwer verletzt. Die Polizei ermittelt nun gegen den Busfahrer.
+
Bei einem schweren Unfall zwischen einem Linienbus und einem Lkw bei Langenhagen in der Region Hannover kam eine Frau ums Leben - 15 weitere Menschen wurden schwer verletzt. Die Polizei ermittelt nun gegen den Busfahrer.

Region Hannover

Schwerer Unfall zwischen Linienbus und Lkw: Eine Tote, 15 Verletzte - Polizei ermittelt gegen Busfahrer

Missachtete ein Busfahrer die Vorfahrt eines Sattelzugs? Nach einem schweren Unfall mit einer Toten und 15 Verletzten bei Hannover ermittelt die Polizei wegen fahrlässiger Tötung.

Hannover - Beim Zusammenstoß eines Linienbusses mit einem Sattelzug in Langenhagen nahe Hannover ist eine 29 Jahre alte Frau getötet worden. Sie habe im Bus gestanden und sei beim Aufprall durch ein Seitenfenster aus dem Bus herausgeschleudert worden, teilte die Polizei am Dienstag (10.08.2021) mit. Obwohl Ersthelfer und Rettungskräfte sofort versuchten, die Frau aus Garbsen wiederzubeleben, erlag sie noch am Unfallort ihren Verletzungen.

Von den insgesamt 15 Fahrgästen der Linie 480 wurden zudem 13 verletzt, drei von ihnen schwer. Ein Vierjähriger musste mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Der 46 Jahre alte Fahrer der Sattelzugmaschine wurde außerdem schwer, der 45-jährige Busfahrer leicht verletzt. Zuvor war von mehr Verletzten ausgegangen worden.

Hat der Busfahrer die Vorfahrt missachtet - die Polizei ermittelt nach dem Unfall bei Hannover

Der Unfall ereignete sich am Montagabend (09.08.2021) gegen 18.20 Uhr an einer Ampelkreuzung. Den bisherigen Ermittlungen zufolge war die Ampelanlage zum Unfallzeitpunkt ausgeschaltet. Dies hätten Zeugenaussagen und die Auswertung technischer Aufzeichnungen ergeben. Daher hätte der Busfahrer dem Sattelzug, der sich auf der Hauptstraße befand, Vorfahrt gewähren müssen, erklärte die Polizei. Gegen den 45-jährigen Busfahrer werde deshalb wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. „Wir wollen beide Fahrer so schnell wie möglich befragen“, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag.

Der Sattelzug war auf der Kreuzung frontal in die Fahrerseite des Gelenkbusses gestoßen. Im Anschluss daran prallte die Sattelzugmaschine ohne Auflieger gegen ein Verkehrszeichen und einen Ampelmasten.
Die Kreuzung nördlich von Hannover wurde für die Rettung der Fahrgäste und die Unfallaufnahme weiträumig gesperrt. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz. Unter den Verletzten waren insgesamt vier Kinder. Der Verkehrsunfalldienst sicherte Unfallspuren und fertigte zur Rekonstruktion eine detaillierte Übersicht des Einsatzortes mittels eines 3D-Scan-Verfahrens an. Die Arbeiten dauerten bis in den späten Abend.

Nach schweren Unfall zwischen Bus und Lkw bei Hannover - Verkehrsbetriebe reagieren bestürzt

Nach dem schweren Unfall haben die Verkehrsbetriebe Üstra schockiert und bestürzt reagiert. „Es ist ein schwarzer Tag für den Nahverkehr in Hannover“, sagte Üstra-Sprecher Udo Iwannek am Dienstag der dpa. Er habe in den vergangenen Jahren keinen solch schweren Unfall im Nahverkehr in Hannover erlebt. „Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Getöteten und bei den Verletzten.“ (dpa)

Bei einem Reisebusunfall in der Türkei Anfang August sind 15 Menschen gestorben und zahlreiche Insassen wurden verletzt. Bei einem weiteren Busunglück in Kroatien sind 10 Menschen gestorben - der Bus war in Frankfurt gestartet.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion