Fastenmonat

Feierlicher Abschluss des Ramadan: Das ist das Fest des Fastenbrechens

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Der Ramadan endet feierlich mit dem Fest des Fastenbrechens. In der Türkei wird es übrigens auch Zuckerfest genannt. So läuft das Fest ab.

  • Das Fest des Fastenbrechens schließt den Ramadan ab.
  • Zuvor mussten Musliminnen und Muslime einen Monat fasten.
  • Wie Gläubige das Fest feiern.

Im Anschluss an den Ramadan findet das islamische Fest des Fastenbrechens statt. Abhängig von Land und Region unterscheidet sich die Art des Festes voneinander. Der erste Tag des Festes und gleichzeitig auch der Höhepunkt findet nach der Sichtung des Neulichtes nach dem Neumond statt. 

Während der letzten Tage des Ramadan beginnen die Vorbereitungen für das Fest des Fastenbrechens. Musliminnen und Muslime besorgen viele Süßwaren und Spezialitäten, die dann zubereitet werden. Traditionell gibt es bei Textil- und Schuhhändlern während der letzten Wochen des Ramadan einen Schlussverkauf. Ein weiterer Brauch besteht darin, das Haus vollständig aufzuräumen und zu putzen. 

Ramadan und das Fest des Fastenbrechens: Viele Gläubige reisen in die Heimat

Vor dem Fest des Fastenbrechens reisen viele Musliminnen und Muslime zurück in die Heimat, um zusammen mit Eltern und Verwandten zu feiern. Ebenfalls vor dem Ende des Ramadan, bzw. spätestens am Morgen vor dem Festgebet, entrichten die Gläubigen die „Fastenbrechen-Zakāt“ (Zakat al Fitr). Mit dieser Läuterungsgabe können sich die Gläubigen von ihren Sünden reinigen. Die Gabe kommt Armen zugute. 

Die Gabe zum Ramadan enthält Grundnahrungsmittel wie Getreide, Datteln, Rosinen, Milchprodukte oder Reis. In westlichen Ländern wird die Gabe oftmals auch als Geldspende gesammelt oder von Musliminnen und Muslimen an Hilfsorganisationen gezahlt. Die Spende geht dann an bedürftige Menschen. 

Ramadan und das Fest des Fastenbrechens: Das Festgebet ist Pflicht

Am Tag des Festes des Fastenbrechens besteht für Musliminnen und Muslime eine Pflicht: das Festgebet. Dieses findet rund eine Stunde nach Sonnenaufgang statt. Dafür besuchen die Gläubigen eine Freitagsmoschee oder einen offenen Gebetsplatz. Der offene Gebetsplatz außerhalb der Stadt folgt von seinem Charakter einem prophetischen Vorbild. Vor dem Gebet waschen sich die Gläubigen vollumfänglich. 

Außerdem tragen Männer und Frauen zum Festgebet traditionell schöne oder neue Kleidung. Wenn das Gebet auf einem Gebetsplatz stattfindet, bringen die Menschen oftmals auch einen eigenen Gebetsteppich mit. Im Jahr 2020 ist es allerdings fraglich, ob der Ramadan wegen Corona überhaupt stattfinden kann. Bislang ist noch keine Entscheidung getroffen worden. 

Abschluss des Ramadan: Nach dem Festgebet beglückwünschen sich die Gläubigen

Im Anschluss an Gebet und Predigt gehen die Musliminnen und Muslime durch die Straßen nach Hause und beglückwünschen sich zum Fest, um den Abschluss des Ramadan zu zelebrieren. Üblich ist es auch, dass man sich gegenseitig um Verzeihung und Vergebung bittet. Außerdem gehen Familien zum Friedhof, um verstorbenen Verwandten und Vorfahren zu gedenken und zu beten. Es werden außerdem auch Verse aus dem Koran gelesen und Bittgebete gesprochen. In manchen Gebieten werden nach dem Gebet Blumen und Blüten gestreut. 

Da das Fest des Fastenbrechens den Ramadan abschließt, sind in islamischen Ländern während der Festtage alle Schulen, Universitäten, Ämter, Behörden und Banken geschlossen. Das Gleiche gilt auch für die meisten Geschäfte des Einzelhandels. Zeitungen erscheinen ebenfalls nicht. In fast allen Bundesländern von Deutschland können Musliminnen und Muslimen am ersten Feiertag freinehmen. Außerdem müssen Lehrer darauf achten, dass zu dieser Zeit keine Klassen- oder Kursarbeiten oder andere Leistungsnachweise angesetzt werden. 

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/Joe Giddens

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