Die zwei Kangal-Hirtenhunde wurden in Rheinland-Pfalz gesichtet. Sie wurden offenbar ausgesetzt.
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Die zwei Kangal-Hirtenhunde wurden in Rheinland-Pfalz gesichtet. Sie wurden offenbar ausgesetzt.

Tierrettung

Völlig verwahrlost: Hunde an der Landstraße ausgesetzt

  • Melanie Gottschalk
    VonMelanie Gottschalk
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Verkehrsteilnehmer entdecken auf einer Landstraße zwei Hunde. Die Tierrettung reagiert sofort, doch ein Hund flieht.

Kirchheimbolanden – Ein Hundehalter hat offenbar zwei Kangal-Hirtenhunde in der Nähe der Stadt Kirchheimbolanden in Rheinland-Pfalz ausgesetzt. Die Tiere streunten seitdem nach Angaben der Polizei durch angrenzende Waldstücke. Am Samstag (11.09.2021) wurden sie schließlich mehrfach von Verkehrsteilnehmern an einer nahe gelegenen Landstraße gesehen.

Die Hunde seien laut Polizei-Informationen in einem schlechten Zustand. Gemeinsam mit der Tierrettung begaben sich die Beamten deshalb auf die Suche nach den Kangal-Hirtenhunden im Wald und konnten nach intensiver Suche die Hündin einfangen. Sie wurde anschließend in ein Tierheim gebracht. Der andere Hund, nach Angaben der Polizei ein Rüde, konnte bisher nicht eingefangen werden.

Kangal-Hirtenhunde ausgesetzt: Rüde flüchtet bei Annäherungsversuchen

Der Rüde wurde auch am Folgetag mehrfach in dem Gebiet der Landstaße in Rheinland-Pfalz gesehen, flüchtete bei Annäherungsersuchen aber immer wieder in den Wald. Da der Kangal-Hirtenhund immer wieder auf die Fahrbahn läuft, werden Verkehrsteilnehmer von der Polizei gebeten, in dem Bereich besonders vorsichtig zu fahren.

Die Polizei und die Tierrettung gehen davon aus, dass die Tiere ausgesetzt wurden. Ein Indiz dafür ist, dass bei der Aussetzung der Kangal-Hirtenhunde offenbar bewusst etliche Geflügelkadaver als Nahrung für die Hunde mit abgelegt wurden. Ermittlungen wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz wurden bereits aufgenommen. Zeugen, die Hinweise zu dem möglichen Hundehalter oder dem Aufenthaltsort des Rüden geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei Kirchheimbolanden in Rheinland-Pfalz zu melden.

Kangal-Hirtenhunde gelten in zwei Bundesländern als vermutlich gefährlich

In Deutschland werden Kangal-Hirtenhunde in den Bundesländern Hamburg und Hessen* als vermutlich gefährlicher Hund eingestuft. Dort ist es zwingend notwendig, eine Erlaubnis zur Haltung der Tiere einzuholen. Der Kangal stammt möglicherweise von Herdenschutzhunden der Nomaden ab, wird bis heute zum Schutz von Schafherden oder als Wachhund eingesetzt. In der Türkei wird der Kangal als Diensthund gezüchtet und eingesetzt.

Erst kürzlich wurde in Frankfurt ein nur wenige Wochen altes Katzenbaby gefunden*. Es war in einem schlechten Zustand, doch die Tierrettung gab die Hoffnung nicht auf. Am Ende kam es zu einem Happy End. (msb) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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