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Polizistinnen sichern Spuren an der Stelle, an der eine 39 Jahre alte Frau in der Silvesternacht durch einen Schuss ums Leben gekommen ist.

Täter noch immer unbekannt

Nach tödlichem Schuss auf dreifache Mutter an Silvester: Ermittler schließen Mord nicht aus

Eine dreifache Mutter kam an Silvester in Schönberg durch eine Schussverletzung ums Leben. Nun äußerte sich die Staatsanwaltschaft. 

Update vom 9. Januar 2019, 09.54 Uhr: Neun Tage nach den Schüssen auf eine Mutter aus Schönberg fehlt von dem Schützen noch immer jede Spur. Wie die Staatsanwaltschaft nun jedoch gegenüber Focus Online bestätigte, schließen die Ermittler einen Mord nicht aus.  „Es kann sich bei dem Fall um eine fahrlässige Tötung gehandelt haben, beispielsweise durch einen Unfall, aber auch um einen Mord“, sagte der Kieler Oberstaatsanwalt Axel Bieler am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. „Wir haben aber keinen Hinweis gefunden, der eindeutig für Mord spricht.“ Die Ermittler gingen weiter von einem Tötungsdelikt aus, die rechtliche Einordnung erfolge erst später.

Für die Ergreifung des Täters wurden 3.000 Euro ausgesetzt. Die 39-Jährige wurde an Silvester mit einem Kopfschuss getötet, ihre Familie musste alles mit ansehen. 

Update vom 8. Januar 2018: Nach dem tödlichen Schuss auf eine Frau beim Silvesterfeuerwerk im schleswig-holsteinischen Schönberg hat der Bürgermeister der Stadt an den Schützen appelliert, sich bei der Polizei zu melden. „Es wäre für die betroffene Familie, aber auch für alle Menschen im Ort wichtig zu erfahren, was wirklich passiert ist“, sagte Peter Kokocinski (SPD) den „Kieler Nachrichten“ (Online). „Denn die Ungewissheit ist auch schrecklich.“ Er gehe von einem Unfall aus, sagte Schönbergs Bürgermeister der Zeitung. Er vermute, „dass jemand im Übermut mit einer Schusswaffe hantiert hat.“

Die 39-jährige Frau wollte zu Silvester mit ihrem Mann vor der Tür das Feuerwerk genießen. Nach wenigen Minuten brach die Mutter von drei kleinen Kindern tödlich getroffen zusammen. Für die Staatsanwaltschaft steht fest, dass auf die 39-Jährige geschossen wurde. Dies hatte die ballistische Untersuchung der Metallsplitter ergeben, die im Kopf der Frau gefunden worden waren.

Erstmeldung: Splitter im Kopf - Dreifache Mutter in Silvesternacht durch Schuss getötet

Schönberg - „Nach der Obduktion gehen wir mit hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, dass die Frau durch eine Schussverletzung getötet worden ist“, sagte die Kieler Oberstaatsanwältin Birgit Heß am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Demnach handelte es sich bei den Metallsplittern im Kopf der Frau um Teile eines Projektils unbekannten Kalibers.

Die 39-Jährige wollte an Silvester in Schönberg bei Kiel mit ihrem Mann vor der Tür das Feuerwerk genießen, doch nach wenigen Minuten brach die Mutter von drei kleinen Kindern zusammen. Bei einer Notoperation fanden Ärzte die Splitter. Zunächst wurde vermutet, dass die Verletzungen durch illegale Feuerwerkskörper verursacht worden waren.

Staatsanwaltschaft und Mordkommission ermitteln weiter wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts. Die Hintergründe seien noch unklar, sagte Heß. Am Donnerstag seien Beamte erneut in Schönberg im Einsatz, um mögliche Zeugen zu befragen und Spuren zu sichern. Eine heiße Spur gebe es bislang nicht.

dpa

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