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Söder gesteht am Tag vor Corona-Gipfel Zweifel: „Ich habe ein bisschen Sorge jetzt“

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Von: Katarina Amtmann

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Markus Söder
Markus Söder äußerte Zweifel am Zeitpunkt der MPK (Archivbild). © Peter Kneffel/dpa/Archiv

Am Freitag treffen sich Bund und Länder, um die aktuelle Corona-Lage zu besprechen. Einen Tag vorher meldet Bayerns Ministerpräsident Markus Söder Zweifel an.

München - Markus Söder* hat sich am Donnerstagmorgen zur Corona*-Lage zu Wort gemeldet. Das Bund-Länder-Treffen am morgigen Freitag komme sehr früh, „weil wir noch etwas im Nebel stochern.“ Weitere Maßnahmen müssten aber gut begründet sein, vom Expertenrat habe es jedoch keine Empfehlungen gegeben. „Das muss jetzt mal geklärt werden“, sagte der CSU*-Chef bei Bild Live.

Söder vor Bund-Länder-Gipfel: „Ich habe ein bisschen Sorge jetzt“

Söder forderte in dem Interview vernünftige Quarantäne-Regeln. Drei, vier oder fünf verschiedene würden keinen Sinn machen. Ein weiterer Punkt sei wichtig: „Ich erwarte jetzt endlich ein sauberes Hilflspaket für unseren Mittelstand und unsere Wirtschaft.“ Diese Bereiche seien besonders von 2G und 2G plus getroffen.

Auf Nachfrage, ob Söder den Corona*-Gipfel nicht für richtig gut vorbereitet halte, sagte Bayerns Ministerpräsident: „Ich habe ein bisschen Sorge jetzt.“ Er gehöre nach wie vor zum „Team Vorsicht“, aber auch zum „Team Augenmaß.“ Das bedeutet: Man brauche eine abgestimmte Vorlage und eine Einschätzung vom Expertenrat. Außerdem hoffe er, dass nicht wieder ein Gremium des Bundes mittendrin etwas Gegenteiliges sage. Damit spielte Söder auf die RKI-Forderung nach schärferen Maßnahmen vor Weihnachten an.

Söder äußert vor MPK am Freitag Zweifel - „Möglicherweise ein paar Tage zu früh angesetzt“

Ob es ohne eine abgestimmte Vorlage keine Verschärfungen geben werde, bei dieser Frage wollte sich Söder nicht festlegen. „Das weiß ich nicht. Ich weiß nicht, was als Vorschlag kommt. Ich sage nur, dass das gut begründet sein muss“, sagte er bei Bild Live. Die MPK morgen sei „möglicherweise ein paar Tage zu früh angesetzt, das ist kein Vorwurf.“

Auch die Impfpflicht war in dem Interview schließlich Thema. Kommt sie? „Ich gebe zu, ich bin auch etwas verunsichert“, so Söder. Juristisch müsse alles klar sein. Die Regierung müsse einen Vorschlag machen, wann, für wen und wie sie umgesetzt werden soll. Gruppenanträge seien dafür nicht der richtige Weg. Ursprünglich stand der 1. März als Datum für die Impfpflicht im Raum. Doch ist das realistisch? „Sehr schwer, ich kann ich mir nicht vorstellen, dass das einzuhalten wäre“, so Söder bei Bild Live.

Söder sorgt sich um Glaubwürdigkeit der Ampel-Regierung

Er mache sich aktuell Sorgen um die Glaubwürdigkeit der neuen Regierung. Denn Umfragen würden zeigen: Das Vertrauen geht zurück. „Das ist nicht gut im Moment.“ Man müsse klare Schritte kommunizieren, findet der CSU-Chef. (kam)

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