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Eine weißblaue Fahne weht auf dem Maximilianeum, dem Sitz des Bayerischen Landtags.

Tops und Flops: Wahlergebnisse in Bayern eingeordnet

Die Landtagswahl in Bayern wird einigen der angetretenen Parteien in Erinnerung bleiben - positiv oder negativ:

Die Landtagswahl in Bayern wird einigen der angetretenen Parteien in Erinnerung bleiben - positiv oder negativ:

CSU: Ein schlechteres Ergebnis als am Sonntag fuhr die CSU bei einer Landtagswahl nur 1950 ein. Damals büßte die Partei fast die Hälfte ihrer Stimmen ein - und kam auf 27,4 Prozent. Der jetzige Stimmenverlust ist der dritthöchste in der Geschichte der Christsozialen. Als sie zuletzt ihre Alleinregierung 2008 verloren, ging es um 17,3 Punkte auf 43,4 Prozent nach unten.

SPD: Die Sozialdemokraten stürzen in Bayern auf ihr Allzeittief bei einer Landtagswahl. Selbst in Sachsen, wo sich die SPD seit Jahren nur im niedrigen zweistelligen Bereich oder darunter bewegt, war sie 2004 mit 9,8 Prozent besser als jetzt.

GRÜNE: Ganz sind es noch keine baden-württembergische Verhältnisse. Während die Grünen im Nachbarland mit ihrem Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann bisher ihre höchsten Landesergebnisse einfuhren (2011: 24,2 Prozent; 2016: 30,3), holen sie in Bayern ihr drittbestes Ergebnis - und zugleich ihren bundesweit drittstärksten Zuwachs.

AFD: Das größte Plus an bayerischen Wählerstimmen verzeichnet die AfD. Aus dem Stand werden die Rechtspopulisten zweistellig - und holen nach Baden-Württemberg (15,1 Prozent) und Rheinland-Pfalz (12,6) in einem westdeutschen Bundesland ihr drittbestes Resultat. Am bislang stärksten schnitt die Partei mit 24,3 Prozent bei der Landtagswahl 2016 in Sachsen-Anhalt ab. Bei der vergangenen Bundestagswahl kam die AfD in Bayern auf 12,4 Prozent.

FREIE WÄHLER: Die bayerische Wählergemeinschaft erreicht das höchste Ergebnis ihrer Geschichte bei einer Landtagswahl. Am bisher besten schnitten die Freien Wähler mit 10,2 Prozent 2008 ab, als die CSU schon einmal massive Verluste hinnehmen musste.

(dpa)

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