1. Startseite
  2. Deutschland

Behörden warnen vor Betrug: Zensus-Befragung findet nicht ohne Anmeldung statt

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Kim Hornickel

Kommentare

Das Statistisches Bundesamt rät allen Bürgerinnen und Bürgern bei Zensus-Befragungen aufmerksam zu bleiben, denn ein Betrug lässt sich leicht erkennen.

Frankfurt – Um die Sicherheit jedes einzelnen während der Zensus-Befragungen zu verbessern, macht das Statistische Bundesamt auf Betrüger aufmerksam, die die Situation nutzen könnten, um sich Zutritt zu Häusern und Wohnungen zu verschaffen.

Die Befragungen laufen seit dem 15. Mai, dem Zensus 2022 muss jedoch nicht jeder Rede und Antwort stehen. Wer allerdings befragt wird, der muss das nicht spontan tun. So kündigen Interviewerinnen und Interviewer ihren Besuch für den Zensus immer schriftlich an. „Sie klingeln nicht unangekündigt an der Haustür“, erklärte Katja Wilken, Gesamtprojektleiterin des Zensus 2022 beim Statistischen Bundesamt, am Mittwoch (18. Mai) in Wiesbaden. Auf der Ankündigung seien das Datum und ein genaues Zeitfenster sowie die Kontaktdaten vermerkt, teilte das Bundesamt weiter mit.

Eine Lupe die auf Zensus 2022 gehalten wird
Der Zensus findet 2022 in Deutschland statt. © imagebroker/Imgao

Der Termin könne nach Absprache verschoben werden. Die Interviewerinnen und Interviewer würden sich außerdem mit einem Ausweis für Erhebungsbeauftragte ausweisen, der nur in Kombination mit einem Lichtbildausweis gültig sei.

Zensus 2022: Bundesbehörden geben Tipps zum Selbstschutz

Die persönliche Befragung sei kurz und könne an der Tür erledigt werden, Befragte müssten niemanden in ihre Wohnung lassen. Die Erhebungsbeauftragten würden auch nicht anrufen – es sei denn, die Befragten selbst hätten vorher telefonisch Kontakt aufgenommen.

Beim Zensus werden mehr als 30 Millionen Menschen zu verschiedenen Themen wie Bildung oder Beruf befragt. Bis August werden rund hunderttausend Interviewerinnen und Interviewer im Einsatz sein. Dabei ist die EU-weite Befragung verpflichtend für alle Angesprochenen. Bei Verweigerung der Zensus-Befragung droht sogar ein Bußgeld. (kh mit afp)

Auch interessant

Kommentare