Trauer um Gambela

Giraffe "Gambela" ist tot: Zoo Dortmund trauert – Grund für Einschläferung liegt über 20 Jahre zurück

  • Daniele Giustolisi
    vonDaniele Giustolisi
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Die Giraffe "Gambela" ist tot. Der Zoo Dortmund trauert. Ihre Einschläferung gründet auf einen Unfall im Jahr 1997. Ihr Nachwuchs lebt nun alleine im Gehege.

  • Eine von nur noch zwei Giraffen im Zoo Dortmund ist tot.
  • Die Giraffe "Gambela" hält den Alters-Rekord unter den Giraffen des Zoos.
  • Das Drama um das Tier begann bereits vor über 20 Jahren bei einem tragischen Vorfall.

Dortmund - Der Zoo Dortmund trauert um seine älteste Giraffe "Gambela". Nach langem Leiden musste das Tier am Donnerstag (30. Juli) eingeschläfert werden, teilte der Zoo mit. Damit gibt es im Dortmunder Zoo nur noch eine Giraffe, berichtet RUHR24.de*.

Das ist der zweite Todesfall in der Dortmunder Giraffen-Gruppe innerhalb von zwei Jahren. Im August 2018 war bereits Giraffe "Himba" an einer Störung des Verdauungstrakt gestorben*.

Gattung

Giraffe

Ordnung

Paarhufer

Körpergröße

4,6 bis 6,1 Meter

Zoo Dortmund: Giraffe "Gambela" ist tot

Der Grund für die Einschläferung der Giraffen-Dame "Gambela" liegt im Jahr 1997. Mit einem Monat knickte das Jungtier beim Toben im Außengelände um und brach sich ein Bein. Eine folgenreicher Vorfall, der die Giraffe ein Leben lang begleiten sollte - bis zum Tod.

In der Folge wurde "Gambela" zwar operiert - man setzte ihr in einer Pferdeklinik eine Metallplatte in den rechten Fuß - doch die Verletzung sollte sich nachhaltig auf den Laufstil der Giraffe auswirken.

Das betroffene rechte Hinterbein war zeit ihres Lebens verkürzt, was sich anfangs nicht bemerkbar machte. Erst im Alter und einhergehend mit Arthrose fiel es "Gambela" schwerer zu laufen, was unter anderem zu einem Beckenschiefstand und einer Fehlstellung im Fesselgelenk führte.

Zoo Dortmund: "Gambela" brach sich 1997 ein Bein - jetzt ist sie tot

Zuletzt fiel der Giraffen-Dame das Laufen zunehmen schwerer, berichtet der Zoo Dortmund, dessen Mitarbeiter Eddy übrigens nun schon seit 40 Jahren dort arbeitet und eine besondere Beziehung zu einigen Tieren aufgebaut hat. 

Pfleger beobachteten, dass die Giraffe ihre Bewegungen nur mit Anstrengung und unter Schmerzen ausbalancieren konnte.

2017 gab es im Zoo Dortmund noch drei Giraffen - doch zwei davon sind inzwischen tot.

Somit habe zunehmend die Gefahr bestanden, dass die 23-jährige Giraffe hätte aus dem Gleichgewicht geraten und stürzen können. Möglich wäre es auch gewesen, dass sie aus einer Liegeposition nicht mehr hätte aufstehen können. "Das würde bei einer Giraffe schnell zu einem Kreislaufzusammenbruch führen", teilt der Zoo Dortmund mit, der beim Eintrittspreis im Vergleich zu den Tierparks in Bochum und Köln ganz gut abschneidet.

Giraffe "Gambela" ist tot: Sohn Zikomo letzte Giraffe in Dortmund

Zuletzt gab man der Giraffe Schmerzmittel, doch Stress und Schmerzen wurden größer. Tierärzte entschieden daher, Gambela von ihrem Leid zu erlösen und einzuschläfern. Das Tier wurde 23 Jahre alt, was laut Zoo Dortmund ein "gutes Alter" ist. Zum Vergleich: Wild lebende Giraffen dürften ein Alter von etwa 20 Jahren erreichen. Gambela hält mit ihren 23 Lenzen den Giraffen-Altersrekord im Zoo Dortmund.

Die Giraffe konnte trotz ihres Handicaps drei Jungtiere großziehen - zuletzt im Jahr 2013 den Bullen "Zikomo"*. Das einsame Giraffen-Junge soll nun eine neue Giraffen-Gruppe um sich herum bekommen, die künftig in Dortmund aufgebaut werden soll. *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Daniele Giustolisi/RUHR24

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