EDV & Technik

Raketenwerfer und Stromkanister: Gadgets für den USB-Port

An den USB-Anschluss kommen die Maus, die externe Festplatte und vielleicht noch der Drucker - mehr nicht. Und am Smartphone braucht man den Kabelanschluss ohnehin nur zum Aufladen. Wer so denkt, hat die Rechnung ohne die Hersteller zahlreicher USB-Gadgets gemacht.

An den USB-Anschluss kommen die Maus, die externe Festplatte und vielleicht noch der Drucker - mehr nicht. Und am Smartphone braucht man den Kabelanschluss ohnehin nur zum Aufladen. Wer so denkt, hat die Rechnung ohne die Hersteller zahlreicher USB-Gadgets gemacht.

Das Angebot reicht dort von der leuchtenden Plasmakugel für den Schreibtisch über den Tassenwärmer bis zur Infrarotkamera am Handy. Ein garantiert unvollständiger Überblick über das mehr oder weniger sinnvolle Spielzeug für Smartphone und PC:

Schöner arbeiten:

Wem die Beleuchtung am Schreibtisch zu langweilig ist, steckt sich einfach LED-Leuchten an den Rechner. Die günstigsten Modelle kosten 10 Euro, für mehr Geld gibt es programmierbare Varianten mit Fernsteuerung. Auch ab 10 Euro gibt es sogenannte Plasmakugeln oder Effektlampen, die bunte Muster auf den Schreibtisch zaubern. Und für gewöhnlich langweilige USB-Hubs, mit dem mehrere Geräte an einen Anschluss passen, gibt es auch in Krakenform (Satzuma, 10 Euro).

Die richtige Temperatur:

Im Sommer zu warm, im Winter zu kalt? Zahlreiche Gadgets versprechen Abhilfe. Für eine kühle Brise sorgen etwa USB-Ventilatoren (ab 10 Euro). Für warme Gliedmaßen gibt es beheizbare Handschuhe und Pantoffeln von Infactory (jeweils knapp 15 Euro), den Kaffee hält ein Getränkewärmer auf Temperatur (rund 10 Euro). Für die Erfrischung zwischendurch gibt es USB-Minikühlschränke (rund 30 Euro), meistens für genau eine Dose oder Flasche.

Zum Entspannen und Abreagieren:

Kurze Pause bei YouTube - und natürlich kommt in dem Moment der Chef um die Ecke. Dafür gibt es den Big Red Button von Dream Cheeky (20 Euro), der per Tastendruck alles Verräterische vom Monitor verschwinden lässt. Dauerhafte Entspannung liefern Massagebälle und -stifte mit USB-Anschluss (um 10 Euro). Nervige Kollegen können mit kleinen Raketenwerfern von verschiedenen Herstellern durch Schaumstoffgeschosse angezielt werden (ab 25 Euro). Schlimme Mails und Dokumente zerquetscht man virtuell mit dem USB-Stressball von GetDigital (30 Euro).

Neue Blickwinkel:

Für Alltagsfotos und -videos haben die meisten Smartphones ja ohnehin brauchbare Kameras an Bord. Ganz ungewöhnliche Fotos machen dagegen Wärmebildkameras wie die FLIR One für das iPhone (etwa 300 Euro). Günstiger - und auch für Android - sind Schlauchkameras (rund 15 Euro) oder Aufsatzlinsen für Makroaufnahmen oder Fischaugenbilder - ganz ohne USB-Anschluss (ab 5 Euro).

Mehr Strom:

Energie für unterwegs liefern Akkupacks. Inzwischen gibt es sie auch in klein und mit individuellem Design - zum Beispiel als Benzinkanister von Radbag (etwa 30 Euro). Beim gleichen Händler ist zum stolzen Preis von 100 Euro auch das Mighty Power Wallet erhältlich, ein Portemonnaie mit eingebautem Akku. Und andersherum funktionieren sogenannte USB-Cells (ab 10 Euro): Das sind klassische runde Batterien, die aber nicht im Ladegerät an der Steckdose, sondern am USB-Port wieder aufgeladen werden.

Bei den oft niedrigen Preisen fällt die Kaufentscheidung schnell. Ein bisschen aufpassen sollten Verbraucher aber trotzdem. Schließlich fließt auch bei Billigware Strom durch den USB-Port, warnt Jürgen Ripperger vom Verband der Elektrotechnik (VDE). Ist ein Gerät nicht anständig gesichert, kann das an älteren Notebooks oder anderen USB-Anschlüssen, etwa im Auto, Probleme geben - bis hin zum Brand. „Wenn dadurch Dritte zu Schaden kommen, müssen Sie als Besitzer in der Regel sogar dafür haften”, sagt der Experte.

Genaues Hinsehen verhindert auch Frusterlebnisse, wenn das versprochene Spielzeug nicht richtig funktioniert oder schon nach kurzer Zeit den Geist aufgibt. „Das Gewährleistungsrecht gilt auch bei Spaß- und Billigprodukten”, sagt Sonja Guettat von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. „Einzige mögliche Einschränkung ist vielleicht, wenn es einen ausdrücklichen Hinweis gibt, dass ein Produkt wirklich nur als Spielerei gedacht ist.”

(Von Tobias Hanraths, dpa)

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