Durchblick behalten: Abdou Diallo hat das auch gegen Schalke versucht.
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Durchblick behalten: Abdou Diallo hat das auch gegen Schalke versucht.

Eintrachts vs. Mainz

Abdou Diallo: "Jeder Punkt zählt"

  • VonRoland Stipp
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Der in Tours geborene Abwehrspieler ist nicht nur Kapitän von Frankreichs U21-Nationalmannschaft, er ist auch binnen kürzester Zeit zum Bundesligastammspieler gereift. Mainz 05 hat ihn unlängst sogar für „unverkäuflich“ erklärt. Der Vertrag des 21-Jährigen läuft bis 2022.

Salut Abdou, wie ist die Stimmung in Mainz nach drei sieglosen Spielen in Folge?

Wir bleiben positiv gestimmt, zumal wir aus den letzten vier Spielen auch fünf Punkte mitgenommen haben. Sich zu sehr den Kopf über mögliche Negativszenarien zu zerbrechen, ist auch nicht förderlich. Wir arbeiten hart daran, weiter Fortschritte zu machen in der Mission Klassenerhalt.

Sie haben letzten Sommer den französischen Meister Monaco verlassen, um nach Mainz zu kommen. Weil Sie dort zu wenig Spielzeit bekommen haben oder auch ein bisschen aus Abenteuerlust?

Ich habe in Monaco nicht viel gespielt und daher den Entschluss gefasst, wegzugehen. Danach habe ich mich umgeschaut, und Mainz 05 kam auf mich zu. Die Gespräche mit Trainer Sandro Schwarz und Sportvorstand Rouven Schröder haben mich überzeugt. Das hat es mir leicht gemacht, mich auf ein neues Abenteuer einzulassen.

Und? Wie ist das Leben in Deutschland?

Sehr angenehm. Ich habe ein sehr positives Bild von Deutschland, mich in Mainz schnell eingelebt. Die netten Menschen hier haben es mir sehr leicht gemacht, ich lerne viele Leute auch abseits des Fußballplatzes kennen. Außerdem ist meine Heimat Frankreich auch nicht allzu weit entfernt.

Bereuen Sie ihre Entscheidung für Mainz, wenn Sie jetzt auf die Tabelle schauen?

Überhaupt nicht. Mir gefällt es nach wie vor sehr gut bei Mainz 05, ich fühle mich hier absolut wohl. Jetzt gebe ich alles dafür, gemeinsam mit der Mannschaft und den Fans unser Ziel Klassenerhalt zu erreichen.

Sie haben den Sprung in die Bundesliga geschafft, bekommen gute Kritiken und stehen dem Vernehmen nach schon im Fokus größerer Clubs. Ist Ihnen die Eingewöhnung tatsächlich so leicht gefallen?

Dafür muss ich mich als allererstes beim Verein und meinen Mitspielern bedanken, die mir die Chance gegeben haben, hier zu spielen und mir geholfen haben, mich so schnell zu integrieren. Meine Mannschaftskameraden sind großartig, und sie haben großen Anteil daran, dass ich mich hier so wohlfühle.

Wenn man Sie spielen sieht, spricht das irgendwie auch für die belgische Liga, wo sie ja ein Jahr am Ball waren und sich offenbar gut entwickeln konnten?

Zum damaligen Zeitpunkt hatte ich erst eineinhalb Jahre Erfahrungen im Herrenbereich sammeln können, wollte aber gerne eine Saison komplett spielen. In Belgien hat sich mir diese Chance eröffnet, und ich bin dort auf einen guten Trainer und eine super Mannschaft gestoßen, die mich aufgenommen und mir die Möglichkeit gegeben haben, Fortschritte in meiner Entwicklung als Fußballer zu machen. Bisher kann ich mich nicht beklagen, die Klubs, bei denen ich bisher gespielt habe beziehungsweise aktuell spiele, haben sehr viel zu den kleinen Erfolgen, die ich in meiner Karriere feiern konnte, beigetragen.

Was muss Ihre Mannschaft schnell besser machen, damit es mit dem Klassenerhalt klappt?

Wir befinden uns in einer Phase der Saison, in der jeder Punkt zählt. Jeder Punkt, den wir gewinnen, übt Druck auf unsere Konkurrenten aus, und jeder Punkt, den wir verlieren, erhöht den Druck auf uns. Dementsprechend müssen wir sowohl in der Defensive als auch in der Offensive mit maximaler Entschlossenheit und Aufmerksamkeit agieren.

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