Wieder im Training: Frankfurts Innenverteidiger David Abraham.
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Wieder im Training: Frankfurts Innenverteidiger David Abraham.

Eintracht Frankfurt

Abraham fit für Freiburg: Goldener Oktober?

  • VonPeppi Schmitt
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Fünf Spiele, zehn Punkte, eine Niederlage – der Start der neu zusammengestellten Mannschaft kann sich sehen lassen: Die Frankfurter Eintracht hofft nach dem guten September auf einen goldenen Oktober. Aber das wird schwer!

Am Donnerstag haben die Profis der Frankfurter Eintracht die Gelegenheit genutzt und ihre Übungseinheit wieder in der Arena abgehalten. Da am Wochenende riesige Monster-Trucks durch das Stadion röhren, muss auf den Rasen in diesen Tagen keine Rücksicht mehr genommen werden. Ab Montag wird neues Grün verlegt.

Als das Training vorüber war und die meisten Kollegen schon die Stehränge hinauf in die Kabine gekraxelt waren, stand einer noch auf dem Platz. Alex Meier übte, wie so häufig, noch ein paar Schüsse, Co-Trainer Robert Kovac hatte den Job des Vorlagengebers übernommen. Meier schoss mit links und rechts, direkt und nach Annahme, manchmal volley. Dem Kapitän und Torjäger machte das Freude. Für Ersatztorwächter Heinz Lindner aber war das kein Spaß. Denn Meier trifft nicht nur im Spiel, er trifft auch beim Training. Trainer Niko Kovac hatte die Sondereinheit seines Kapitäns mit Wohlwollen aus der Entfernung beobachtet.

Meier sei nicht der einzige, der Zusatzschichten schiebe, sagte Kovac danach, es sei diese professionelle Einstellung, die aktuell auch ein gutes Stück des Frankfurter Erfolgs ausmache. Fünf Spiele, zehn Punkte, nur eine Niederlage – der Start der neu zusammengestellten Mannschaft kann sich wahrlich sehen lassen.

Nun ist es das erklärte Ziel der Hessen, den guten Weg beim Auswärtsspiel in Freiburg am Samstag fortzusetzen. „Wir hatten einen guten September“, sagt der Trainer, „jetzt hoffen wir auf einen goldenen Oktober“. Was in Anbetracht der kommenden Gegner deutlich schwieriger werden wird. Auf Freiburg folgt das Heimspiel gegen den FC Bayern München, danach die beiden Auswärtsspiele in Hamburg und Mönchengladbach. „Es wäre wichtig, wenn wir mit einem Erfolgserlebnis in die Länderspielpause gehen“, sagt Kovac.

In Freiburg erwartet er ein ähnlich intensives Spiel wie zuletzt in Ingolstadt, als die Eintracht mit 2:0 einen ziemlich sicheren Auswärtssieg feiern konnte. Mit einem gravierenden Unterschied freilich. Den Gegner vom Samstag schätzt er stärker ein. „Freiburg spielt mehr Fußball“, sagt er. Und meint dies als Kompliment für die Breisgauer.

Seine Spieler müssten sich „körperlich durchsetzen und technisch, taktisch Paroli bieten.“ Dafür wurde in den letzten nicht öffentlichen Trainingseinheiten die eine oder andere Variante geübt, vor allem im Offensivspiel. Denn die Frankfurter setzen zwar auf eine stabile Abwehr, sie wollen aber die Freiburger durchaus auch mit Angriffsfußball beschäftigen. Personelle Auswahl dafür bietet sich dem Trainer ausreichend. An der Seite von Meier und Marco Fabian drängeln sich mit Haris Seferovic, Danny Blum, Mijat Gacinovic und Neuzugang Shani Tarashaj gleich vier Außenspieler um die zwei Flügelpositionen.

Auch in der abwehrenden Abteilung gibt es seit Donnerstag keine nennenswerten Probleme mehr. Denn mitten drin beim Training war auch Abwehrchef David Abraham, der ja letzte Woche beim Heimspiel gegen Hertha BSC wegen einer Innenbanddehnung im Knie ausgewechselt werden musste und deshalb in den letzten Tagen kürzer getreten war. Der Argentinier hat sich von der Verletzung so weit erholt, dass er in Freiburg wohl spielen kann. „Er hat alles mitgemacht“, sagt der Trainer, „es sieht ganz gut aus.“

Beim Abschlusstraining an diesem Freitag soll Abraham noch einmal getestet werden. „Wenn noch ein Risiko besteht, haben wir ja Michael Hector“, sagt Kovac. Er ließ aber keinen Zweifel daran, dass Abraham spielen wird, wenn er spielen kann. Als zweiter Mann in der Abwehrzentrale ist sowieso der junge Jesus Vallejo gesetzt.

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