Eintracht Frankfurt

Adler gewinnen Testspiel beim SV Wehen mit 6:2

Sechs Tore und eine Schrecksekunde: Der DFB-Pokalsieger Eintracht Frankfurt hat am Samstag das Testspiel beim SV Wehen Wiesbaden mit 6:2 (1:1) gewonnen. Mijat Gacinovic ging kurz vor Abpfiff verletzt vom Platz.

Als Nicolai Müller drei Minuten vor dem Abpfiff für die Frankfurter Eintracht im Testspiel beim SV Wehen Wiesbaden zum 6:2 (1:1)-Endstand einschoss, da fixierten die meisten Beobachter nicht den Torschützen. Vielmehr ruhten die Augen auf Mijat Gacinovic. Der Serbe hatte kurz vor der Mittellinie den Angriff eingeleitet und war dann schreiend zu Boden gesunken. Das Gesicht schmerzverzerrt, die Hände ums linken Knie greifend. Die Helfer eilten herbei, kurz darauf humpelte der Mittelfeldspieler vom Platz und kam nicht mehr wieder. Eine halbe Stunde nach Spielschluss, in der Kabine wurden einige medizinische Test durchgeführt, gab Gacinovic mit einem Verband ums lädierte Knie Entwarnung: „Keine Sorge, alles stabil.“

Stabil war auch die Leistung der Eintracht, der Sieg auch in der Höhe verdient. „Es war ein guter Test, eine gute Leistung“, sagte Adi Hütter. Vor 4000 Zuschauern in Wiesbaden hatte der Eintracht-Trainer auf Jan Zimmermann, Taleb Tawatha, Branimir Hrgota, Max Besuschkow und Daichi Kamada verzichtet, dennoch wechselte er zur Pause alle zehn Feldspieler aus. Nur Felix Wiedwald spielte im Tor 90 Minuten durch. In der Startelf begannen mit Verteidiger Evan Ndicka, Mittelfeldspieler Lucas Torro und Angreifer Goncalo Paciencia drei Neuzugänge. Und sie trugen ihren Teil zu einer guten Anfangsphase bei. In der fünften Minuten wurde erst ein Kopfball von David Abraham auf der Linie geklärt, dann zischte ein Volleyhammer von Allan nur knapp über den Kasten.

Die Eintracht ließ den Drittligisten anfangs dem Ball hinterherlaufen, vor allem Torro schwang sich als einziger Sechser zum spielbestimmenden Mann auf. Allerdings: In der 17. Minute ging Wehen Wiesbaden mit der ersten Gelegenheit direkt in Führung. Nachdem Eintracht-Verteidiger Jetro Willems seinem Gegenspieler auf der linken Seite zu viel Raum zum Flanken gelassen hatte, verlor Danny da Costa in der Mitte das Kopfballduell gegen Torschütze Simon Brandstetter.

Doch die Eintracht schlug sehenswert zurück. Dem 1:1 (22.) von Paciencia waren gleich sechs Stationen vorausgegangen, der Porto-Zugang musste nur noch ins leere Tor einschieben. Den letzten Querpass hatte Sebastien Haller, der überhaupt im Angriffszentrum mit viel körperlicher Präsenz einen guten Eindruck machte, an den Mitspieler gebracht. Weniger auffällig agierte dagegen der Test-Brasilianer Allan hinter den beiden Spitzen. Zwar mit einer feinen Technik gesegnet, unterliefen ihm jedoch zu viele einfache Fehler – für einen Vertrag konnte er sich in Wiesbaden nicht empfehlen. „Das entscheiden wir nächste Woche“, sagte Hütter.

In der zweiten Hälfte stachen aus einer nun um Tempo bemühten Eintracht-Mannschaft vor allem die beiden Serben heraus. Gacinovic, der zum 4:2 (69.) und 5:2 (79.) traf, sowie WM-Fahrer Luka Jovic, der nicht nur das 2:1 (52.) selbst erzielte, sondern auch seine Mitspieler immer wieder exzellent in Szene setzte. „Wir haben in der zweiten Hälfte vertikal, mit mehr Speed gespielt“, sagte Hütter. Dabei ließen sich die Frankfurter auch vom zwischenzeitlichen 2:2 (62.) durch Wiesbadens Sascha Mockenhaupt - er hatte bei einer Ecke viel zu viel Platz - nicht verunsichern. Danny Blum (64.) und Müller (87.) erzielten die weiteren Eintracht-Tore.

Eintracht (1. Hälfte): Wiedwald – Abraham, Russ, Ndicka – Torro – da Costa, Cavar, Allan, Willems – Paciencia, Haller. Eintracht (2. Hälfte): Wiedwald – Chandler, Knothe, Falette, Beyreuther – Stendera, de Guzman – Müller, Gacinovic, Blum - Jovic. Tore: 1:0 Brandstetter (17.), 1:1 Paciencia (22.), 1:2 Jovic (52.), 2:2 Mockenhaupt (62.), 2:3 Blum (64.), 2:4 Gacinovic (69.), 2:5 Gacinovic (79.), 2:6 Müller (87.)

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