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Eintracht Frankfurt

Adlerauge: Chapeau, Eintracht Frankfurt!

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Am E

Am Ende hat es nicht ganz gereicht für einen Triumph im Pokalfinale in Berlin. Borussia Dortmund war in der zweiten Halbzeit die etwas stärkere Mannschaft und holte sich den Pott. Die Mannschaft von Trainer Niko Kovac enttäuschte aber keineswegs. Im Gegenteil, die Fans können sehr stolz auf ihr Team sein, das dem BVB über die gesamte Spielzeit alles abverlangte.

Vor dem Spiel überraschte Coach Kovac mit der Aufstellung von Slobodan Medojevic. Der Serbe stand seit über einem Jahr nicht mehr auf dem Platz. Ein mutiger Schachzug. Nach den ersten Minuten und der Führung des BVB, sah es nach einer deutlichen Angelegenheit der individuell stark besetzten Dortmunder aus. Aber weit gefehlt: Die Eintracht zeigte eine tolle Moral und kam noch in der ersten Halbzeit zum Ausgleich, der überragend herausgespielt war. Mit etwas Glück hätte Seferovic sogar die Führung erzielen können.

Viele Zuschauer dürften sich die Augen gerieben haben. Solch einen Spielverlauf hatten wohl niemand erwartet. Bis dato ganz großer Sport der SGE, die auch im zweiten Durchgang nicht nachließ. Dortmund wurde stärker und spielte sich auch die ein oder andere Möglichkeit heraus, von großer Dominanz war aber nur wenig zu spüren. Längst war kein Favorit und Underdog mehr zu erkennen. Es war ein Spiel auf Augenhöhe.

Entschieden wurde das Spiel durch einen Foulelfmeter, als Chandler kurze Zeit nicht aufpasste, Pulisic ihm entwischte und Hradecky den US-Amerikaner nur mit einem Foul stoppen konnte. Großes Kompliment an die Eintracht, dass sie auch nach dem erneuten Rückstand eine gute Moral zeigte und auf den erneuten Ausgleich drängte. Dortmund stand in der Defensive und die Eintracht drückte, ohne allerdings große Torchancen zu haben.

Am Ende gewann der BVB durchaus verdient, da er über die gesamte Spielzeit die größeren Spielanteile und die klareren Chancen hatte. Die Fans der SGE, die eine Weltklasse-Stimmung machten, feierten ihr Team nach Spielende aber zurecht. Eine leidenschaftliche, aufopfernde und couragierte Leistung der Adler, die leider nicht mit dem Titel belohnt wurde. Trotzdem wird dieses Finale ein schönes Erlebnis für alle Beteiligten bleiben, an das sich gerne zurückerinnert wird.

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