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Eintracht Frankfurt

Adlerauge: Eintracht beißt die Wölfe weg

  • Dieter Sattler
    VonDieter Sattler
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Eine starke Eintracht lässt dem VfL Wolfsburg beim 3:1 keine Chance. Die Frankfurter ließen zwar in der zweiten Halbzeit etwas nach, überzeugten aber insgesamt mit ihrem bissigen und temporeichen Auftritt. Bei jetzt schon 30 Punkten aus 19 Spielen hängt der Himmel für die Fans mal wieder voller Geigen.

Die Eintracht bleibt auswärts eine Macht. Mit dem verdienten  3:1 nach insgesamt starker Leistung in Wolfsburg landete sie bereits den sechsten Sieg  in der Fremde. Schön, dass damit auch mal wieder das Wolfsburg-Trauma bekämpft wurde. Denn zuletzt hatte es gegen die Wölfe nur Niederlagen gesetzt. Die SGE war nach ihrem Blitzstart zum 2:0  nach Arnolds tollem Freistoß in der zweiten Halbzeit nur kurzzeitig in Probleme geraten. Aber Gelb-Rot für Dimata erstickte eine mögliche Schlussoffensive der Gastgeber im Keim. Der Treffer des eingewechselten Jovic zum 3:1 sorgte ganz nebenbei für den ersten Saisonsieg mit mehr als einem Tor Differenz. Das diesmal klare Ergebnis spiegelte die Überlegenheit der Eintracht wider.  Die Frankfurter  hatten in Wolfsburg losgelegt wie die Feuerwehr.

Es war eine Lust zu sehen, wie die schnellen Gacinovic, Wolf und Rebic nach Balleroberungen in die freien Räumen spritzten. Nach neun Minuten hatte Haller nach schöner Kombination von Rebic und Boateng knapp die Führung verpasst. Kurz darauf sorgte er mit einem erneuten Knaller nach Vorarbeit  von Wolf für das verdiente 1:0. Wolf bereitete dann auch nach Hackentrick von Rebic  das 2:0 durch Chandler vor. Das war ein Tor  nach dem Geschmack von Trainer Kovac: Beide Außen waren von ganz hinten nach ganz vorne durchgestartet. Wolf war auch in der Folgezeit der Aktivposten der spielfreudigen Eintracht, jetzt weiß man, warum es "Wolfs-Burg" heißt. Der  rechte Aussenbahnspieler  der Eintracht bewegte sich in der fremden Arena so frech, frei und selbstbewusst, als wäre es sein Wohnzimmer. Es macht immer mehr Spaß, dem Jungen zuzuschauen, der mit seinen Antritten immer wieder Löcher in die gegnerische Abwehr reißt. Leider versäumte es die Eintracht trotz ihrer Überlegenheit in der ersten Hälfte, den Vorsprung noch zu erhöhen. So geriet sie in der zweiten Halbzeit in die üblichen Schwierigkeiten, weil die Kombinationen nicht mehr bis zum Ende ausgespielt wurden. Aber die erschreckend schwachen Gastgeber konnten die schnellen Ballverluste und leichten Abwehrpatzer nicht nutzen.

Die Eintracht-Mannschaft erwies sich einmal mehr als kompakte, aber diesmal auch spielstarke  Einheit, an der sich die Wölfe die Zähne ausbissen. Mit jetzt schon 30 Punkten muss sie in dieser Form nicht mehr nach unten gucken. Um aber in Richtung Europa blicken zu können, muss die SGE den Auswärtssieg nun mal zu Hause bestätigen. Am Freitag geht es in Frankfurt gegen Gladbach. Dann weiß man wieder mehr.

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