Eintracht Frankfurt

Adlerauge: Eintracht rutscht in Leipzig aus

  • Dieter Sattler
    VonDieter Sattler
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Schade, die Eintracht hatte beim Tabellenzweiten Leipzig mutig begonnen. Doch durch den Ausrutscher und das frühe Rot von Torwart Hradecky sowie das direkt folgende 0:1 geriet sie schnell auf eine unglückliche Bahn. Die Eintracht kämpfte sich zwar tapfer zu zehnt durch die erste Halbzeit, hatte durch Rebic, der neben Oczipka überragte, sogar zwei Chancen, aber in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit bekam sie doch noch das 0:2 - in Unterzahl gegen die starken Leipziger war das fast schon der Fangschuss. 

immerhin hatte zuvor Ersatztorwart Lindner gezeigt, dass er auch was kann, und die neun Feldspieler demonstrierten, dass sie fit aus dem Wintertraining gekommen sind. Doch aller Kampfgeist nutzte nichts. Dass das 0:3 aus einem Eigentor von Vallejo  resultierte, zeigte endgültig, dass den tapferen Frankfurtern in Leipzig das Pech an den Stiefeln klebte. Oder wie Fußball-Weltmeister Andy Brehme zu sagen beliebte: "Hast du Sch... am Fuß, hast du Sch... am Fuß."

Die Eintracht muss jetzt aufpassen, dass mit einer Niederlage in Schalke nicht die erste kleine Ergebniskrise kommt. Doch auch einen weiteren Betriebsunfall könnte man in zwei Wochen zu Hause gegen Darmstadt wieder wettmachen. In jedem Fall können sich  29 Punkte aus der ja erst in Leipzig abgeschlossenen Vorrunde mehr als sehen lassen. Mit 21 Punkten aus der Rückrunde würde die SGE die starke Hinrunde bestätigen, käme auf 50 Punkte und könnte Kurs auf Europa nehmen. 

Insgesamt muss man einkalkulieren, dass die Rückrunde vom Spielplan her schwieriger als die Vorrunde werden könnte. Auswärtsspiele finden überwiegend bei schweren Gegnern statt, gegen die man in der Hinrunde vor eigenem Publikum oft das Unmögliche möglich machen konnte. Selbst wenn man bedenkt, dass jetzt die Heimspiele tendenziell gegen leichtere Gegner absolviert werden, dürfte es schwer werden, die bisherige klar positive Bilanz zu bestätigen. Zumal die Eintracht sich gegen tief stehende Mannschaften schwerer tut und sie bisher auch nicht gerade überragend viele Tore geschossen hat. 

Doch es gibt auch keinen Anlass zur Besorgnis. Selbst beim Rückschlag in Leipzig zeigte sich, dass die Mannschaft intakt ist. Es gibt keinen Grund an ihr zu zweifeln. Bemerkenswert ist lediglich, dass der so oft überragende Hradecky seine einzigen Fehler bisher beim Herauslaufen gemacht hat - in Ingolstadt, in Gladbach und jetzt in Leipzig. Da könnte er sich noch verbessern. Aber mehr gibt es nicht zu kritisieren.

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