Eintracht Frankfurt

Adlerauge: Fantastisch, wie sich die SGE das Unentschieden erkämpft hat

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So macht Fußball Spaß: Die Eintracht lag 0:2 zurück, holte aber mit begeisterndem Kampf noch ein 2:2 gegen Dortmund. Es war ein Spektakel! Ein Kommentar von Dieter Sattler.

Die neue Eintracht-Mannschaft hat sich endgültig in die Herzen der Fans gespielt! Nach den zwei Last-Minute-Siegen mit Traumtoren gegen Stuttgart und Hannover erkämpfte die SGE in einem Wahnsinnsspiel nach einem 0:2-Rückstand noch ein hochverdientes 2:2 gegen die Spitzenreiter aus Dortmund. Nach neun Spieltagen hat sie mit 14 Punkten nun nur einen Zähler weniger auf dem Konto als zum gleichen Zeitpunkt der vergangenen Saison. Vor allem scheint das Team sich auch spielerisch gefunden zu haben. Kämpferisch und athletisch war die Leistung ja schon die ganze Saison über gut gewesen.

Gegen Dortmund war die SGE zunächst im Pech. Denn ausgerechnet als sie nach sehr vorsichtigem Beginn durch zwei Aktionen von Rebic gefährlich geworden war, kassierte sie den ersten Gegentreffer. Zunächst wurde  Rebics Abseitstor nicht anerkannt, dann war er vor dem Strafraum sehr hart attackiert worden. Statt des eigentlich fälligen Freistoßes für die Eintracht gab es einen Dortmunder Gegenangriff, bei dem Hasebe nach einer Schussflanke von Bartra  langsamer reagierte als BVB-Torschütze Sahin.

Die Eintracht spielte weiter mutig nach vorne, aber Wolf versäumte es, bei der besten Chance den Ball an  der Strafraumgrenze  über  den herausgestürmten BVB-Keeper Bürki zu heben. Nach der Pause entwickelte sich ein schönes aber was die Abwehrleistungen  betraf, auch vogelwildes Spiel. Die Frankfurter kombinierten anders als zu Saisonbeginn teilweise wunderschön mit steilen Pässen in die Spitze, doch auch der BVB hatte beste Konterchancen.

Als Philipp eine davon nutzte, schien das Spiel entschieden. Aber die Eintracht kämpfte und spielte weiter und kam durch Hallers Elfer und den quirligen Wolf zum umjubelten 2:2. Haller hätte fast das 3:2 erzielt. Auch Gacinovic hatte eine Riesenchance. Umgekehrt hatte die Eintracht Glück, als Hasebe kurz vor Schluss auf der Linie rettete.

Einziger

Wermutstropfen

in dem tollen Spiel: Die schwere Verletzung von Eintracht-Verteidiger Chandler. Der gelernte Innenverteidiger Salcedo konnte ihn nicht ersetzen, über die rechte  Abwehrseite des Mexikaners liefen die gefährlichsten Gegenangriffe.

Insgesamt ist die Eintracht auf gutem Wege und umgeben von schnellen Spielern kann auch der passsichere aber manchmal etwas behäbige Prince Boateng seine positive Wirkung als emotionaler Leader entfalten.

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