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Eintracht Frankfurt

Adlerauge: Rückschlag für die Eintracht

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Schade, nach einer langen Erfolgsserie und sechs Spielen ohne Niederlage musste die Eintracht mit dem 0:1 gegen Leverkusen wieder einen Rückschlag hinnehmen. Die SGE zeigte zwar eine starke zweite Halbzeit, hatte aber die erste Hälfte komplett verschlafen. Ein Kommentar von Dieter Sattler.

Es ist wie verhext. Immer wenn die Eintracht in der Tabelle mal nach oben schauen könnte, nutzt sie diese Chance nicht. In Hoffenheim setzte es den völlig unnötigen Ausgleichstreffer kurz vor Schluss und jetzt wurde das Heimspiel gegen zugegeben starke Leverkusener verloren.

Noch hat die Eintracht mit einem Sieg plus eine positive Gesamtbilanz. Erst nach dem Auswärtsspiel in Berlin und der anschließenden Heimpartie gegen die Bayern wird man sagen können, ob sie sich eher nach oben orientieren kann oder sich vor allem nach unten absichern sollte.

Gegen Leverkusen hatte die Eintracht in der ersten Hälfte komplett neben sich gestanden. Nach zähem Beginn mit Abtasten von beiden Seiten ließ die SGE ab der 20. Minute nur noch die Gäste spielen. Die Eintracht hatte Glück, dass  Leverkusen seine fünf Chancen nur zu zwei Pfostentreffern von Alario nutzen konnte.

Nach jeder Chance hofften die SGE-Fans, dass die Eintracht endlich aufwacht, aber das war nicht der Fall. Sie spielte in der gesamten ersten Hälfte keine einzige Möglichkeit heraus. Gab es mal eine verheißungsvolle Angriffssituation nach einer Balleroberung, spielten Gacinovic oder Stendera den Ball zu ungenau oder hart in die Spitze.

Offenbar von Trainer Kovac wachgerüttelt, kam die Eintracht wie verwandelt aus der Pause und setzte Leverkusen unter Druck und hatte endlich Chancen. Unter anderem scheiterte Rebic zweimal knapp.

Ausgerechnet aus einer Angriffssituation für die Eintracht entstand der Siegtreffer für Leverkusen: Gacinovic stürmte wieder verheißungsvoll nach vorne, aber statt abzuspielen, wollte er schießen und wurde dabei abgeblockt. Beim Konter von Leverkusen spurteten nicht alle nach hinten durch (Boateng), Falette orientierte sich falsch, so dass Volland frei stand und das 0:1 erzielen konnte. Gacinovic hatte sich in dieser Woche in einem Interview noch vorgeworfen, dass er manchmal zu viel will, was leider auch in dieser Szene der Fall war.

Die starke Leistung der Eintracht in der zweiten  Halbzeit zeigte, dass das Team  genügend Substanz hat, um zumindest eine sorglose Saison zu spielen. Sie sollte sich aber nicht angewöhnen, zu Hause zu nachlässig und sorglos zu beginnen  wie gegen Bremen und  gegen Leverkusen. Wie sich jetzt zeigte, kann eine starke zweite Halbzeit zu wenig sein.

Ärgerlich, dass die Eintracht schon im zweiten Spiel hintereinander ein Kontertor "fressen" musste. Dringend muss Trainer Kovac auch am Spielaufbau seines Teams  arbeiten. Die weiten ungenauen Schläge, mit denen die Dreierkette Abraham, Falette und vor allem Salcedo sofortige Gegenangriffe provozierten, waren ein schlimmer Rückfall in alte Zeiten.  

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