Interview mit den Paten aus der Eintracht-Jugend

?Auch Messi hat auf dem Bolzplatz angefangen?

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Ahmed Diack (17) und Furkan Zorba (18) haben große Ziele vor Augen. Die beiden U19-Spieler der Eintracht wollen Fußball-Karriere machen.

Ahmed Diack (17) und Furkan Zorba (18) haben große Ziele vor Augen. Die beiden U19-Spieler der Eintracht wollen Fußball-Karriere machen. Zorba, Sohn türkischer Eltern, hat bereits einen Profivertrag unterschrieben, trainiert unter der Woche unter Bundesliga-Coach Niko Kovac. Diack, geboren im Senegal, hofft, dass er dieses Ziel auch erreichen kann. Beiden gemeinsam ist das Wissen um die Integrationskraft des Fußballs. Zorba und Diack sind deshalb auch mit Freude „Paten“ der Frankfurter „Bolzplatzliga“ geworden, die vom Sportkreis Frankfurt ins Leben gerufen wurde und unter anderem vom Verein „Business for Sports“ unterstützt wird. Philip Holzer, Vorstand von Business for Sports e.V und Schirmherr der Bolzplatzliga, war es auch, der die beiden jungen Fußballer als Pate für das Projekt gewinnen konnte. Im Frühjahr wird die Liga in ihre fünfte Saison gehen. „Ich engagiere mich da voller Überzeugung, weil das eine rundherum gute Sache ist“, sagt Diack. Von den Jungs der Bolzplatzliga wurden die beiden Eintracht-Jugendspieler begeistert aufgenommen, für sie sind sie schon richtige Vorbilder. Ein Interview mit den beiden Eintracht-Jungstars.   

 

Wie beurteilt ihr die Frankfurter Bolzplatzliga, nachdem ihr einige Male bei Veranstaltungen dabei wart?

Diack: „Das ist eine überragende Einrichtung. Jeder sehr gute Fußballer, sei es Messi oder Ronaldo hat mal auf einem Bolzplatz angefangen. Aber nicht so gut organisiert wie in der die Bolzplatzliga. Ich finde das Angebot wirklich überragend und kann mir vorstellen, was es für die vielen Kinder bedeutet.“

Zorba: „Jeder fängt mal klein an. Auch ich habe früher auf der Straße und auf Bolzplätzen gekickt. Das ist bei den Jungs jetzt auch so. Ich finde es super, dass sie mit der Bolzplatzliga eben eine eigene Liga haben, um gegeneinander spielen zu können. Beeindruckt hat mich auch, dass da Schiedsrichter aus den eigenen Reihen im Einsatz sind und für Fairness sorgen.“

 

Kennt ihr denn unterschiedliche Bolzplätze oder auch Spieler, die an der Liga teilnehmen?

Diack: „Als ich noch in der U 13 gekickt habe, bin ich immer mittags am Main auf einem Bolzplatz gegangen. Fast jeden Sonntag war ich da. In meiner ersten Schule in Deutschland, das war die Georg-August-Zinn-Schule, bin ich vom einen oder anderen schon auf die Liga angesprochen worden.“

Zorba: „Ich komme ja nicht direkt aus Frankfurt, deshalb kenne ich mich mit den einzelnen Plätzen nicht so aus. Aber ich habe bei den Schul- und Sportprojekten von Eintracht Frankfurt mein Praktikum gemacht und dabei viele Jungs kennengelernt. Da waren auch einige aus der Bolzplatzliga dabei.“

 

Kann man fußballerisch etwas lernen auf den kleinen Plätzen?

Zorba: „Na klar, auf dem Kleinfeld wird man mehr beansprucht, muss schneller Entscheidungen treffen, hat wenig Zeit zum Überlegen. Da kann man einiges lernen.“

Diack: „Normalerweise gibt ja der Trainer die Richtung vor. Auf dem Bolzplatz muss man selbst die Initiative ergreifen und selbst Entscheidungen treffen. Vor allem, wie man mit dem Ball umgeht. Da stehen Spiel und Technik im Vordergrund.“

 

Wie war es für euch, als ihr von „Business für Sports“ angesprochen wurdet, euch als Paten für die Bolzplatzliga zu engagieren?

Diack: „Mir ist das ganz leicht gefallen. Ich habe ja in Afrika selbst auf der Straße gespielt. Wenn ich Vorbild für die Jungs sein kann, tue ich das sehr gerne.“

Zorba: „Das war bei mir genauso. Man sieht die Freude in den Augen der Kinder. Es geht eigentlich um Nichts, aber alle spielen, weil sie Spaß daran haben. Da sieht man ihnen an, das macht mir Freude. Super finde ich auch, dass es am Ende der Saison Preise für die fairste Mannschaften gibt und auch für die besten Gastgeber.“

 

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