Wie immer vor den Spielen recht geheimnisvoll: Eintracht-Trainer Niko Kovac.
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Wie immer vor den Spielen recht geheimnisvoll: Eintracht-Trainer Niko Kovac.

Eintracht Frankfurt

Besuschkow oder Tawatha: Wen zaubert Coach Kovac heute aus dem Hut?

  • vonPeppi Schmitt
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Die Eintracht will auf Schalke punkten. Zwei Niederlagen in Folge hat sie in dieser Saison noch nicht hinnehmen müssen.

Niko Kovac macht ganz gerne ein Geheimnis um seine Aufstellung. Er trainiert fast nur noch im Geheimen und er verrät in den offiziellen Pressekonferenzen vor den Spielen so wenig wie möglich über seine Pläne. So auch jetzt wieder vor dem Auswärtsspiel am heutigen Freitag (20.30 Uhr) beim FC Schalke 04. Dem Frankfurter Coach fallen viele Spieler aus, insgesamt ist es ein ganzes Dutzend aus dem Kader. Darunter verletzte Stammkräfte wie Szabolcs Huszti und Marco Fabián und gesperrte wie Lukas Hradecky und Ante Rebic.

Dass Heinz Lindner für Hradecky im Tor stehen wird, ist klar. Dass Branimir Hrgota sicher und Alexander Meier wahrscheinlich in die Mannschaft kommen werden, hat Kovac immerhin angedeutet. Aber meistens in dieser Saison hat der Eintracht-Coach dann doch noch eine Überraschung aus dem Hut gezaubert.

Auch diesmal könnte es eine geben: Kovac könnte zum Beispiel Neuzugang Max Besuschkow zu seinem Bundesliga-Debüt verhelfen. Oder, und das wäre wirklich unerwartet: Taleb Tawatha spielt auf der linken Außenbahn und Bastian Oczipka würde ins defensive Mittelfeld rücken.

In jedem Fall will die Eintracht punkten. Zwei Niederlagen in Folge hat sie in dieser Saison noch nicht hinnehmen müssen. Und das soll auch so bleiben. Nach der auch auf unglückliche Umstände zurückzuführenden Niederlage in Leipzig wird es auf Schalke ein schweres Unterfangen, dem Negativerlebnis gleich ein positives folgen zu lassen. Der Trainer aber ist durchaus zuversichtlich. „Wenn wir gut dagegenhalten, wenn wir kompakt agieren und so spielen, wie wir können, dann werden wir unsere Chancen erhalten“, sagt Niko Kovac.

Das Vertrauen in die eigene Leistung ist bei der Eintracht mit der starken Vorrunde gewachsen. Als Außenseiter fühlen sich die Frankfurter nur noch selten. „Nach den guten Ergebnissen gegen die Bayern und Dortmund haben alle davon geredet, wie schwach diese Mannschaften an diesen Tagen gewesen wären“, erinnert Kovac, „aber keiner hat davon geredet, wie gut wir waren.“ Intern aber wurde das sehr wohl thematisiert. „Es liegt an uns, wie die Gegner spielen“, sagt der Eintracht-Coach voller Selbstvertrauen, „wenn wir sie so bearbeiten, wie wir wollen, dann haben es alle schwer.“ Das gelte natürlich auch für den FC Schalke 04. Gerade durch die Neueinkäufe der letzten Tage und Wochen seien die Ansprüche auf Schalke noch mal weitergestiegen. „Das sind ganz andere Ansprüche, als wir sie haben“, sagt Kovac, „wir müssen es ausnutzen, dass sie im Moment vielleicht etwas nervös sind.“

Für eine gewisse Nervosität ist freilich auch bei der Eintracht gesorgt. Denn die lange Ausfallliste kann dem Trainer und allen anderen Verantwortlichen nicht gefallen. Gerade im medizinischen Bereich der Betreuung wurde vor der Saison an „Manpower“ zugelegt, die Trainingssteuerung wurde verändert, die Prophylaxe noch weiter ausgebaut. „Was wir beeinflussen können, sind muskuläre Verletzungen, das hat gut geklappt“, sagt Kovac, „aber auf die Verletzungen, wie sie unsere Spieler plagen, haben wir beim Training keinen Einfluss.“ Niemand kann dem Trainer da widersprechen.

Eintracht: Lindner – Abraham, Hasebe, Vallejo – Chandler, Mascarell, Gacinovic, Oczipka, Tawatha – Meier, Hrgota.

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