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Bewegung im Markt: Fredi Bobic rechnet mit weiteren Transfers

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Von: Peppi Schmitt

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18.08.2016, Fussball, 1.BL, Training Eintracht Frankfurt.

Sportdirektor Bruno Hübner (li.), Sportvorstand Fredi Bobic.

Foto: Heiko Rhode, Bad Homburg

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18.08.2016, Fussball, 1.BL, Training Eintracht Frankfurt. Sportdirektor Bruno Hübner (li.), Sportvorstand Fredi Bobic. Foto: Heiko Rhode, Bad Homburg ***WWW.FOTO-RHODE.DE*** FON 0172-6703266 © Heiko Rhode

Bis zum Ende der Wechselfrist Ende August wird sich noch einiges tun, glaubt Fredi Bobic. Gerüchte gibt es bei der Eintracht um Chandler und Lustenberger.

Trainer Niko Kovac würde den Kader gerne unverändert lassen. Finanzvorstand Oliver Frankenbach denkt darüber nach, die nötigen Spielerverkäufe vielleicht erst in der winterlichen Transferperiode zu tätigen. Sportvorstand Fredi Bobic aber rechnet damit, dass sich in den nächsten beiden Wochen bis zum Ende der sommerlichen Wechselfrist noch so einiges tun wird. Die Erfahrung lehre, dass noch einmal Bewegung in den Markt komme, sagt der Sportchef der Frankfurter Eintracht, „ich kann jedenfalls nichts ausschließen.“

Gerüchte gibt es auch in diesen Tagen ausreichend, in beiden Richtungen übrigens. Eine Hamburger Zeitung berichtet vom angeblichen Interesse des HSV an Verteidiger Timothy Chandler, die Eintracht selbst könnte durchaus Interesse an Fabian Lustenberger haben. Der Innenverteidiger der Berliner Hertha wurde von Trainer Pal Dardai als Kapitän abgesetzt und soll auch sonst an Einfluss verloren haben. Mehr als Gerüchte freilich sind auch diese beiden Personalien (noch) nicht. Dass ein anderer beim Training des Fußball-Bundesligisten am Donnerstag gefehlt hat, der am Main zu den Kandidaten für einen Verkauf gehört, hatte nichts mit Vertragsverhandlungen zu tun. Haris Seferovic war in der Kabine geblieben, nachdem er wieder Probleme an der Achillessehne hatte. Diese werden inzwischen auf einen vereiterten Zahn zurückgeführt. Deshalb soll Seferovic an diesem Freitag ein Zahn gezogen werden.

Seferovic fällt aus

Fürs Pokalspiel am Sonntag in Magdeburg fällt er damit definitiv aus. Wieder einmal nicht auf dem Platz war am Donnerstag Neuzugang Guillermo Valera, auch Danny Blum durfte eine Pause einlegen. Die täglich bei Blutuntersuchungen gemessenen sogenannten CK-Werte hatten Schonung für die beiden Spieler ratsam erscheinen lassen. Für das Pokalspiel aber sollen sie zur Verfügung stehen.

Die Eintracht weiß längst, was sie am Sonntag in Magdeburg erwartet. „Das wird nicht einfach“, sagt Bobic, „da sind die fanatischen Fans und eine schwer zu bespielende Mannschaft.“ In diesem Wissen gehört zur Vorbereitung auf die Partie auch eine mentale Einstellung der Spieler, vor allem jener Neulinge, die in Deutschland noch nicht auf dem Platz gestanden haben und nun in Magdeburg von der Atmosphäre nicht überrascht werden sollen. „Wir werden es ihnen näher bringen“, sagt Trainer Kovac. Vor allem Laufbereitschaft fordert er von seinen Spielern, dies sei die Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Saisonstart.

Mindestens vier, wahrscheinlich fünf Neue wird Kovac aufbieten. Ob Varela noch die Nase vorn hat vor Chandler ist offen, aber sicher dabei sein werden Michael Hector in der Abwehr, Omar Mascarell im Mittelfeld, Ante Rebic und Branimir Hrgota im Sturm. Mascarell hat die erste Pokal-Lektion schon gelernt. „Mir wurde gesagt, dass das Stadion voll ist“, sagte der Spanier.

Gerade beim aus Gijon gekommenen Mittelfeldspieler scheint die Integration weit fortgeschritten, auch weil der 23 Jahre alte, in Teneriffa geborene, Mascarell großen Lernwillen mitgebracht hat. Natürlich sei es eine ziemliche Umstellung vom spanischen auf den deutschen Fußball, gibt er zu, „die Intensität des Spiels und die Körperlichkeit sind hier viel höher“. Er sei mit dem festen Willen gekommen, sich der deutschen Kultur anzupassen. Das scheint ihm gelungen, quasi vom ersten Tag an galt er als Kandidat für einen Stammplatz. Mal hat er neben Makoto Hasebe im defensiven Mittelfeld gespielt, mal neben Szabolcs Huszti, aber gespielt hat er immer. In Magdeburg wird sein Partner der Japaner Hasebe sein. Dass Mascarell spielt, gilt als sicher. „Ich bin fit und fühle mich in Form“, sagt er.

Zurück auf dem Platz

Irgendwann in den nächsten Monaten wird er einen weiteren Konkurrenten erhalten. Am Donnerstag nämlich ist Slobodan Medojevic auf den Platz zurückgekehrt, rund fünf Monate nach einer Achillessehnenoperation Ende März und nach vielen Wochen der Reha in seiner serbischen Heimat in Belgrad. Dort habe er eine „kleine Vorbereitung“ mit einem Reha-Trainer seines Vertrauens hinter sich gebracht. Die nächsten Schritte will er nun im Kreis der Mannschaft tun. Voraussetzung ist ein positiver Bescheid von Dr. Lukas Weißkopf, der ihn operiert hat. Am Montag wird Medojevic noch einen biomechanischen Test im schweizerischen Rheinfelden absolvieren „und dann kann ich hoffentlich voll einsteigen.“ Seit seinem Wechsel im Sommer 2014 vom VfL Wolfsburg hatte er immer Probleme mit der Achillessehne. „Ich hoffe, dass das jetzt endlich vorbei ist“, sagt er. Die ersten vier Monate nach der OP seien eine „sehr schwierige Zeit“ gewesen, seit ein paar Wochen aber gehe es aufwärts. „Ich musste erstmal wieder lernen, zu gehen, aber das ist nun vorbei, mir geht es wieder gut“, sagt er.

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