Zwei, um die sich zuletzt viel drehte bei der Eintracht: Torwart Lukas Hradecky (links) und Stürmer Alex Meier.
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Zwei, um die sich zuletzt viel drehte bei der Eintracht: Torwart Lukas Hradecky (links) und Stürmer Alex Meier.

Eintracht Frankfurt

Bobic kündigt neue Gespräche mit Hradecky und weitere Neuzugänge an

  • VonPeppi Schmitt
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Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic hatte gestern zum Gespräch gebeten. Es ging in erster Linie um Personalien: Lukas Hradecky, die Neuen, die Rekonvaleszenten und den Fall Meier (siehe Text auf dieser Seite).

Luka Jovic ist Neuzugang Nummer sechs der Frankfurter Eintracht. Der 19 Jahre alte Serbe kommt von Benfica Lissabon. Jovic wurde vom portugiesischen Meister für zwei Jahre ausgeliehen, zudem hat sich die Eintracht eine Kaufoption gesichert. „Wir sind glücklich, dass es mit dem Leihgeschäft geklappt hat und wir können uns auch eine feste Verpflichtung vorstellen“, sagte Sportvorstand Fredi Bobic. „Ich spüre eine riesige Vorfreude“, sagte Jovic, der schon 49 Länderspiele für die verschiedenen Jugend- und Juniorennationalmannschaften Serbiens bestritten hat.

Im Laufe der Woche erwartet die Eintracht noch den offensiven Mittelfeldspieler Daichi Kamada (20). „Ein sehr vielseitiger Spieler“, lobt Bobic, „er kann alle offensiven Positionen bekleiden, außen wie zentral“. Und auch mit diesem dann siebten Neuen wird die Einkaufstour der Frankfurter nicht beendet sein. „In der Innenverteidigung und im Mittelfeld“ sieht Bobic noch Handlungsbedarf. Auch in die andere Richtung könnte es noch gehen. „Uns werden auch noch Spieler verlassen“, kündigte Bobic an.

Eher unwahrscheinlich, dass es sich dabei um Lukas Hradecky handelt, auch wenn sich Gerüchte hartnäckig halten, der finnische Torwart könnte Nachfolger von Bernd Leno bei Bayer Leverkusen werden, wenn dieser sich Richtung AC Mailand verabschiedet. Zunächst aber wird sich Hradecky zum Trainingsstart an diesem Mittwoch in Frankfurt einfinden. Bis einschließlich Freitag werden alle notwendigen medizinischen Tests absolviert, ehe am Samstag zum ersten Mal der Ball rollt (11 Uhr, Sportpark Dreieich). Bobic versuchte gestern auch aus der Angelegenheit Hradecky Druck zu nehmen. Hradecky habe vor drei Wochen – vor seinem Urlaub – das Angebot der Eintracht auf eine vorzeitige Verlängerung seines bis 2018 laufenden Vertrages abgelehnt. „Das nehmen wir sportlich und professionell“, sagt der Frankfurter Sportvorstand, „wir werden noch einmal mit ihm reden“. Gespräche also und keine Drohungen mehr, den verdienten und beliebten Keeper auf die Tribüne zu setzen, wenn er nicht vorzeitig verlängert. Gemeinsam werde man überlegen, wie die Zukunft „weiter gestaltet werden kann“. Dies habe mit Anstand zu tun, sagte Bobic. Gut möglich, dass also auch in diesem Fall die Vernunft noch rechtzeitig siegt.

Der Plan, auch noch einen Innenverteidiger zu holen, macht nach der Verletzung von Carlos Salcedo Sinn. Dies sei ein „Schock“ gewesen, gibt Bobic zu, „das hat uns mitgenommen“. Und darauf wird der Klub nun wohl reagieren. Hohe Erwartungen hat die Eintracht an Marco Russ, der im letzten Jahr ja eine Krebserkrankung besiegen konnte. Nun gelte es aber, auch sportlich wieder zur alten Leistungsfähigkeit zurückzufinden. „Wir sind total glücklich, dass er nach der Krankheit so zurückgekommen ist“, sagte der Sportchef, „für ihn ist die Vorbereitung jetzt besonders wichtig, da muss er wieder den nächsten Schritt machen“. Wie mit vielen Spielern, so habe man auch mit Russ „klare Worte“ gesprochen.

Hasebe steigt wieder ein

Immerhin, es gibt auch positive Nachrichten für die Abwehrkette. Makoto Hasebes Rekonvaleszenz läuft besser als gedacht. In der nächsten Woche soll der Japaner, der wegen eines Knorpelschadens am Knie operiert werden musste, wieder ins Teamtraining einsteigen. Und auch bei Omar Mascarell (Achillessehnenreizung) berichtete Bobic von „großen Fortschritten“.

Dass sich Ante Rebic im Laufe der Woche auf dem Trainingsgelände aufgehalten hat, habe, so Bobic, keine Bedeutung im Sinne einer Meinungsänderung. Die Eintracht hat sich ja gegen einen Kauf des serbischen Angreifers entschieden und dabei bleibt es. Es sei bei dieser Entscheidung im Übrigen nicht in erster Linie um „wirtschaftliche Aspekte“ gegangen, sagte Bobic. Die Eintracht hätte rund drei Millionen Euro Ablöse an den AC Florenz zahlen müssen. „Der Trainer hat die letzte Entscheidung gefällt“ machte Bobic klar.

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