Das 1:0 reichte der Eintracht. Jubel über den Sieg.
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Das 1:0 reichte der Eintracht. Jubel über den Sieg.

Adlerauge: Der Eintracht-Kommentar

Danke, Herr Kovac. So darf es weitergehen.

Für Eintracht Frankfurt war es ein fast perfekter erster Spieltag. Gegen Schalke 04 beeindruckte die neue SGE-Mannschaft. Und gewann. FNP-Autor Dieter Sattler hat dabei eine raffinierte Taktik von Trainer Niko Kovac erkannt.

Wahnsinn, welch ein Traumstart! Die neuformierte Eintracht-Mannschaft hat beim 1:0-Sieg gegen Schalke zunächst spielerisch und später vor allem kämpferisch überzeugt.

Torschütze Alex Meier hätte seiner Mannschaft eine aufregende Schlussphase ersparen können, wenn er seine Elfmeterchance in der zweiten Halbzeit nicht so ungewohnt kläglich vergeben hätte. Manchmal empfiehlt es sich auch für sonst sichere Elferschützen mal einen Schritt mehr Anlauf zu nehmen.

Doch gerade in der Schlussphase,  als die Mannschaft nach dem Platzverweis für Hector den knappen Vorsprung gegen anstürmende Schalker ins Ziel retten musste, zeigte sich, dass die Eintracht unter Trainer Kovac topfit und laufstark aus der Vorbereitung gekommen ist - anders als zu Zeiten von Armin Veh, als die Trainingslager offenbar zum Teil eher touristisch angelegt waren.

Gegen Schalke merkte man,wie schon während Kovacs Rettungsmission am Ende der vergangenen Saison, dass dieser Trainer jederzeit einen Matchplan hat: Die Eintracht überraschte Schalke mit einer spritzigen Anfangsoffensive, machte dann hinten dicht und ließ die Temperaturen für sich arbeiten. Das erinnerte an die Hitzeschlacht Anfang Mai gegen Dortmund, die ebenfalls 1:0 gewonnen wurde.

Wie damals setzte Kovac auch diesmal gegen Ende auf die Laufstärke des eingewechselten Timothy Chandler, der auf dem rechten Flügel für viel Entlastung sorgte, und auf diese Weise noch zum Publikumsliebling avancieren könnte. Er verdient ebenso ein Extra-Lob wie der jederzeit zuverlässige Torwart Hradecky.

In Frankfurt, das zu emotionalen Achterbahnfahrten neigt, muss man immer vor zu früher Euphorie warnen. Aber es scheint so, als könnte Kovac die von ihm aufgestellte Globetrotter-Truppe aus 18 Nationalitäten in dieser Saison zumindest in sichere Sphären führen. Um in der Bundesliga ausreichend Spiele zu gewinnen, braucht es nur Fitness, Cleverness, Disziplin und eine gute Taktik. Für all das steht Trainer Kovac.

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