Eintracht Frankfurt

Eintracht-Abgänge: Wie läuft es für sie bei ihren neuen Teams?

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Bastian Oczipka: Der langjährige Linksverteidiger wechselte für etwa 4,5 Mio. Euro zum FC Schalke 04. Ein schmerzlicher Verlust für die Adler, denn Oczipka war ein verlässlicher Spieler, der immer solide seine Aufgaben erfüllte. Er spielte nicht spektakulär, aber sehr mannschaftsdienlich. Auf Schalke kam der Rheinländer bisher in fast alle Bundesligaspielen zum Einsatz. Er hat sich seinen Stammplatz in der Abwehrreihe erkämpft. Den Schalker Abgang Sead Kolasinac, den es zum FC Arsenal zog, kann Oczipka aber noch nicht gleichwertig ersetzen. Das erwarteten die Verantwortlichen der Knappen aber auch nicht. Guillermo Varela: Als Hoffnungsträger auf der Rechtsverteidigerposition kam der junge Uruguayer von Manchester United an den Main. Er verletzte sich aber direkt und musste sich anschließend wieder ins Team zurückkämpfen. Für einen Skandal sorgte er kurz vor dem Pokalendspiel, als er sich ein Tattoo stechen ließ, welches sich entzündete und er daraufhin nicht im Finale eingesetzt werden konnte. Die SGE zog die Konsequenz und löste den Vertrag auf. Er ging zurück nach Manchester, wo er noch einen gültigen Vertag hatte, allerdings ohne große Aussichten auf Einsätze. Im August wechselte er also zurück zu seinem Heimatverein FC Penarol, in die 1. Liga in Uruguay. Dort ist er als Rechtsverteidiger gesetzt und absolvierte alle Partien. Aktuell ist er mit der Nationalmannschaft Uruguays unterwegs. Der junge Außenverteidiger scheint seine Chance genutzt zu habn. Michael Hector: Nach Ende der Leihe musste der kantige Innenverteidiger zurück zum FC Chelsea. Dort blieb er aber nicht lange. Hector wurde direkt weiterverliehen, an Hull City in die englische 2. Liga. Bei den Tigers war er vom ersten Spiel an Stammspieler und kam in den meisten Spielen zum Einsatz. Seit Ende Februar hat er aber seinen Stammplatz verloren. Für das Team läuft es aber sehr durchschnittlich. Nach 38 Spielen hat Hull 39 Punkte gesammelt und steht auf Platz 18 der Liga. Die Mannschaft wird bis zum Ende der Saison um den Klassenerhalt kämpfen müssen. Heinz Lindner: Der ehemalige Ersatztorhüter der SGE schnürt seine Schuhe aktuell für die Grashoppers Zürich in der Schweizer Super League. Dort hat er sich einen Stammplatz erkämpft und bestritt bisher jede Partie für sein Team. In 26 Spielen kassierte er 36 Gegentore, was für eine durchschnittliche Defensive der Züricher spricht. Die Grashoppers stehen im Niemandsland der Tabelle und haben weder mit den internationalen Plätzen noch mit dem Abstieg etwas zu tun. Zumindest kann sich Lindner jetzt wieder zwischen den Pfosten beweisen und muss nicht mehr regelmäßig auf der Bank sitzen, wie noch bei der Eintracht. Auf der nächsten Seite: Zorba, Vallejo, Tarashaj und Seferovic

Furkan Zorba: Der junge Nachwuchsmann hatte keine Perspektive mehr im Team von Niko Kovac und wechselte zwei Ligen tiefer zum VfL Osnabrück. Zu Beginn der Saison kam er auf drei Einsätze, aber seitdem kam nur ein weiteres Spiel hinzu. Zorba steht in Osnabrück auf dem Abstellgleis und bekommt keine Möglichkeit mehr sich zu beweisen. Seit Anfang Dezember schaffte er ist nicht einmal mehr in den Spieltagskader. Eine bestimmt frustrierende Bilanz des Innenverteidigers, der die Eintracht verließ, um endlich Spielpraxis sammeln zu können. Jesus Vallejo: Der Spanier war der Shootingstar der vergangenen Spielzeit bei der Eintracht. Unglaublich zweikampfstark und abgeklärt für sein junges Alter. Zu gerne hätten ihn die Verantwortlichen der SGE noch ein weiteres Jahr am Main behalten, aber Real Madrid spielte da nicht mit. Vallejo ging also zurück nach Spanien, um sich im Team von Zinedine Zidane zu beweisen. Bisher klappt das überhaupt nicht. Den Innenverteidiger plagten zu Saionbeginn muskuläre Probleme, die mehrere Wochen andauerten. Zwischenzeitlich kämpfte er sich an das Team heran und kam auch auf drei Einsätze in der Liga und vier im spanischen Pokal. Mitte Januar zog er sich aber eine Oberschenkelverletzung zu und fiel bis Mitte März aus. Beim letzen Liga-Spiel gegen Girona stand Vallejo zumindest wieder im Kader, er blieb aber ohne Einsatz. Shani Tarashaj: Nach dem Ende seiner Leihe musste er zurück zum FC Everton, bei dem er aber keinerlei Chancen auf Einsätze im Profiteam hat. Ihm wurde nicht einmal eine Rückennummer zugeteilt. Bei den Toffees wird Tarashaj wohl nicht mehr glücklich. Im Winter diskutierte er mit dem Verein über die Möglichkeit ausgeliehen zu werden, aber es kam kein Wechsel zustande. Der Schweizer muss bis zum Ende der Spielzeit beim FC Everton bleiben. Haris Seferovic: Er war zu Beginn der Überflieger der Sommer-Abgänge. Bei der SGE galt er bei den Fans noch als Chancentod, bei Benfica Lissabon traf er aber nach Belieben. In der portugiesischen Liga erzielte er in neun Spielen vier Tore und auch in der Champions-League schoss er bei seinem ersten Einsatz ein Tor. Der Wechsel schien sich für den Schweizer mehr als gelohnt zu haben. Doch seit Anfang November spielt er plötzlich kaum noch. Von 17 möglichen Spielen bestritt er nur fünf, bei denen er immer eingewechselt wurde. Insgesamt stand er seit November nur noch 32 Minuten auf dem Platz. Seferovic erlebt aktuell eine ganz schwere Zeit in Portugal.

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