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Eintracht: Eine runde Sache

Eine intakte Mannschaft erkennt man auch daran, dass sie nicht nachlässt, wenn sie eigentlich nachlassen könnte. Die Frankfurter Eintracht hat am Samstagnachmittag nicht nachgelassen, sondern Gas gegeben – über 90 Minuten.

Eine intakte Mannschaft erkennt man auch daran, dass sie nicht nachlässt, wenn sie eigentlich nachlassen könnte. Die Frankfurter Eintracht hat am Samstagnachmittag nicht nachgelassen, sondern Gas gegeben – über 90 Minuten. Gegen einen Gegner, der sich bereits nach dem ersten Gegentreffer aufgegeben zu haben schien. Die Mainzer standen im ersten Abschnitt Spalier, als sich die Spieler von Trainer Niko Kovac durchs Mittelfeld kombinierten. Insofern war es nicht selbstverständlich, dass die Eintracht nach dem Wechsel die Konzentration hochhielt. „Ich wollte, dass wir noch einen Schritt mehr machen“, gewährte Kovac später Einblicke in seine Kabinenansprache.

Für die Eintracht geht es längst nicht mehr nur darum, Bundesliga-Spiele einfach nur zu gewinnen. Der qualitativ stark besetzte Kader, in dem sich derzeit 25 (!) gesunde Spieler tummeln, muss auch bei Laune gehalten werden. Was zu einem Problem werden kann, wenn Bankdrücker ihre Rolle nicht annehmen. Insofern war es auch wichtig, dass Kovac erstmals seit acht Wochen wieder auf Linksaußen Jetro Willems setzte – und Stürmer Luka Jovic zum zweiten Mal über 90 Minuten spielen ließ. Dass der 20 Jahre alte Serbe zeigte, dass er mehr als nur ein Joker ist, ist eine wesentliche Erkenntnis des gelungenen Auftritts. Eines Auftritts, an dem es wenig zu meckern gab. Nur, dass die Eintracht nicht höher gewann.

daniel.seehuber@fnp.de

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