Zwei, die sich offensichtlich gut verstehen: Eintracht-Marketing-Vorstand Axel Hellmann (links) und Tigerpalast-Chef Johnny Klinke.
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Zwei, die sich offensichtlich gut verstehen: Eintracht-Marketing-Vorstand Axel Hellmann (links) und Tigerpalast-Chef Johnny Klinke.

Eintracht Frankfurt

Wie die Eintracht auf einer Welle der Unterstützung in Richtung Europa strebt

  • VonChristian Heimrich
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Die Eintracht hat in Frankfurt viel Euphorie ausgelöst. Aber was ist am Saisonende tatsächlich drin? Nach unserer Hochrechnung mindestens die Europa League.

Es ist nicht zu übersehen und zu überhören: Eintracht Frankfurt im Frühjahr 2018 – das ist ein Fußball-Club mit Ambitionen. Die bleierne Zeit, der Beinahe-Abstieg vor zwei Jahren, das alles ist mit einem Mal ganz weit weg. Das neue Selbstbewusststein spiegelt sich in erster Linie in den Leistungen der Spieler auf dem Rasen wider. Aber die Eintracht hat sich neben der Renaissance in der Fußball-Bundesliga auch als Mitglied der Frankfurter Stadtgesellschaft neu aufgestellt.

Die Eintracht kommt sexy daher, hat Politik, Wirtschaft und Kultur für sich gewinnen können. 1000 Gäste kamen am Mittwochabend zum Frühjahrsempfang ins Gesellschaftshaus im Palmengarten. Die Stadt vibriert. „Wir sind von der Nachfrage überrollt worden“, sagt Marketingvorstand Axel Hellmann. Organisiert hatte das Event der Tigerpalast. Dessen Chef Johnny Klinke ist natürlich auch Fußball- und Eintracht-Fan. Aber in erster Linie bespielt er einen der namhaftesten Varieté-Tempel des Landes. Noch ein Beleg für das neue Renommeé des Clubs.

Ob Klinke sich vor noch nicht allzulanger Zeit wohl ebenso für die Eintracht hätte einspannen lassen? Er ist ein Mann der Tat, er will etwas bewegen. Der heutige Vorstand mit Fredi Bobic, Axel Hellmann und Oliver Frankenbach zeichnet sich ebenfalls durch Mut und Visionen aus. „Wir sagen nicht: Die anderen haben mehr Geld, also sind sie besser“, stellte Bobic am Mittwochabend klar: „Wir jammern nicht, wir versuchen zu treiben.“ Das Resultat: Platz fünf in der Bundesliga mit Chancen auf mehr – sowohl auf die Champions League als auch auf die Europa League. Selbst Trainer Niko Kovac, der knochenharte Realist, sagte zuletzt: „Wenn am Ende etwas Internationales herausspringt, nehme ich das gerne mit.“

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