Adi Hütter verlässt Eintracht Frankfurt im Sommer. (Archivfoto)
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Adi Hütter verlässt Eintracht Frankfurt im Sommer. (Archivfoto)

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Eintracht Frankfurt: Die Nachfolge-Kandidaten für Adi Hütter – Favorit bereits im Anflug?

  • Sascha Mehr
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Eintracht Frankfurt muss sich auf die Suche nach einem neuen Trainer begeben. Wer folgt auf Adi Hütter?

Frankfurt – Eintracht Frankfurt hat es offiziell bestätigt: Adi Hütter verlässt den Verein im Sommer nach drei Jahren und wechselt zu Borussia Mönchengladbach. Beim Bundesliga-Konkurrenten übernimmt er die Nachfolge von Marco Rose, den es zu Borussia Dortmund zieht. Max Eberl, Sportdirektor in Gladbach, muss 7,5 Millionen Euro für den Österreicher an die SGE überweisen – damit ist Adi Hütter der teuerste Trainer der Bundesliga-Geschichte, denn noch nie zahlte ein Verein solch eine hohe Ablöse für einen Übungsleiter.

Eintracht Frankfurt sucht den Hütter-Nachfolger

Wer wird Nachfolger von Adi Hütter auf der Trainerbank von Eintracht Frankfurt? Die SGE muss bis zum Sommer einen neuen Coach finden, der die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre fortführt und die Mannschaft womöglich in der ersten Champions League-Saison der Vereinsgeschichte betreut. Namen werden bereits einige gehandelt, wir geben einen Überblick:

Peter Bosz: Der ehemalige Trainer von Bayer 04 Leverkusen kennt die Bundesliga bestens, denn vor seiner Zeit unter dem Bayer-Kreuz war er auch schon Coach bei Borussia Dortmund. Der Niederländer lässt seine Teams gern offensiv spielen und liebt das Spektakel. Mannschaften unter seiner Leitung erzielten immer viele Tore, mussten aber auch zahlreiche Gegentreffer schlucken. Die Pressing-Taktik, die er favorisiert, würde gut zu Eintracht Frankfurt passen. Ob die SGE einen Trainer verpflichten will, der bereits bei zwei Bundesliga-Vereinen scheiterte, ist aber durchaus fraglich.

Florian Kohfeldt: Der 38-Jährige liefert beim SV Werder Bremen gute Arbeit ab und hat seine Mannschaft im Mittelfeld der Tabelle etabliert. Der Anspruch des Trainers ist es aber natürlich, oben anzugreifen und einen Verein zu trainieren, der um die internationalen Plätze mitspielt. Eintracht Frankfurt könnte da genau die richtige Adresse sein. Seine Art Fußball spielen zu lassen kommt der Mannschaft der SGE entgegen. Kohfeldt hat aber noch Vertrag in Bremen und ist nicht der große Name – Euphorie auslösen würde er vermutlich keine bei den Eintracht-Fans. Zudem äußerte er sich beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Klubs negativ über die SGE – er hätte es nicht nur deshalb alles andere als leicht am Main.

Lucien Favre: Beim BVB wollte man ihn nicht mehr und stellte ihn frei. Seitdem ist der Schweizer ohne Verein, aber durchaus bereit für eine neue Aufgabe. „Sport1“ brachte den 63-Jährigen zuletzt bei Eintracht Frankfurt ins Spiel. Favre hat, trotz der Endphase bei Borussia Dortmund, einiges geleistet in der Bundesliga und sowohl beim BVB als auch bei Borussia Mönchengladbach Erfolg gehabt. Der Schweizer steht aber eher für eine defensive Spielweise – ganz also anders, als Eintracht Frankfurt in den vergangenen Jahren agierte. Zudem ist schwer vorstellbar, dass Lucien Favre mit seiner zurückhaltenden Art Begeisterung bei den SGE-Fans auslösen würde.

Eintracht Frankfurt: Übernimmt Rangnick in einer Doppelrolle?

Ralf Rangnick: Der ehemalige Trainer und Sportdirektor von RB Leipzig gilt als Favorit auf die Nachfolge von Adi Hütter bei Eintracht Frankfurt, wie „Sky“ berichtet. Laut Angaben des TV-Senders soll Rangnick eine Doppelrolle bei der SGE einnehmen – als Trainer und Sportvorstand. Es soll bereits konkrete Verhandlungen stattgefunden haben. Rangnicks Medienbeauftragter sagte der „Deutschen Presse-Agentur“ allerdings, dass es noch keine Kontaktaufnahme gegeben habe. Der „Bild“ zufolge ist für Donnerstag (15.04.2021) ein erstes Gespräch zwischen Rangnick und Frankfurts Aufsichtsratschef Philip Holzer geplant.

Steffen Baumgart: Der Noch-Trainer des SC Paderborn wird seinen auslaufenden Vertrag bei den Ostwestfalen nicht verlängern und eine neue Herausforderung suchen. In Paderborn machte der ehemalige Bundesligaprofi aus einem abstiegsgefährdeten Drittligisten eine Erstligamannschaft. Steffen Baumgart lebt den Fußball an der Seitenlinie und ist für seine offene und direkte Art bekannt. Als Typ würde er bei Eintracht Frankfurt gut ankommen, doch hat er das Zeug, eine Champions League-Mannschaft zu führen?

Unterdessen interessiert sich Eintracht Frankfurt offenbar für ein Top-Talent aus Österreich. Der Defensivspezialist könnte zu einem wahren Schnäppchen für die SGE werden. (smr)

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