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SC Paderborn 07 - FC St. Pauli

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Ex-Eintracht-Spieler Alex Meier verbreitet Angst und Schrecken in der 2. Liga

Die Eintracht wollte ihn nicht mehr, auf St. Pauli ist Alexander Meier ein Garant für den Aufschwung. Am Sonntag erlebt er einen großen Tag.

Frankfurt/Hamburg: Ein „Fußballgott“ verspürt keine Nervosität. Sich verrückt zu machen, entspricht nicht dem Naturell des Alexander Meier. Der Angreifer mit dem außergewöhnlichen Gefühl in der Fuß-Innenseite strahlt immer einen Funken Lässigkeit aus. Auch vor dem Stadtderby, das am Sonntag ganz Hamburg in einen Ausnahmezustand versetzen wird.

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Alex Meier hat mit dem FC St. Pauli keinen Druck

„Wir haben nicht den Druck, es schaffen zu müssen“, sagte der 36 Jahre alte Stürmer vor der brisanten Partie der „Sport Bild“: „Wenn wir am Ende nicht mehr vorne dabei sind, sagen alle: Das ist normal.“ St. Pauli gegen den HSV – das ist in diesem Jahr nicht nur ein Prestigeduell um die Vorherrschaft in der Elbmetropole, sondern auch ein echter Kracher im Kampf um den Aufstieg. Meier ist dabei der große Trumpf der Kiezkicker, seine Qualitäten befeuern die Träume der Anhänger.

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Seit seiner Verpflichtung im Winter hat der langjährige Bundesliga-Profi in sechs Partien fünf Tore geschossen. St. Pauli, Vierter, kann dem zwei Plätze besser stehenden HSV mit einem Sieg bis auf einen Punkt auf die Pelle rücken. Das Momentum liegt bei den Gastgebern, dem HSV ist im Jahr 2019 ein Stück weit die Leichtigkeit abhanden gekommen.

St. Pauli ist dagegen hochzufrieden. Mit der Ausgangsposition vor dem Endspurt und vor allem auch mit Meier, der nach einer schwierigen Phase seiner Karriere wieder voll im Flow ist. Dabei fehlte Meier bei seiner Unterschrift am Millerntor die Spielpraxis. Im Sommer 2018 hatte er nach 379 Spielen und 137 Toren für Eintracht Frankfurt keinen neuen Vertrag mehr angeboten bekommen. Meier musste sich plötzlich neu orientieren und blieb letztlich ein Halbjahr ohne Club. „Es gab auch im Sommer Angebote. Aber ich wollte nur Sachen machen, bei denen ich dahinterstehe“, sagte er jetzt.

Alex Meier kehrt zu seinem Jugendverein zurück

St. Pauli und Meier – das passte schon einmal. In der Jugend schnürte er seine Schuhe für den Verein und feierte ausgerechnet im Derby gegen den HSV im Jahr 2002 sein Bundesliga-Debüt. Kurz darauf zog es ihn zurück in den Volkspark, zum Lokalrivalen, bei dem er allerdings nicht den Durchbruch schaffte. Der gelang dann mit Nachdruck in Frankfurt.

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Ein Karriereende des Bundesliga-Torschützenkönigs der Saison 2014/15 ist noch nicht in Sicht, er kann sich vorstellen, auf St. Pauli weiterzumachen. „Ich werde so lange spielen, bis mein Körper mir die Signale gibt aufzuhören“, sagte Meier, der am Rande Hamburgs aufwuchs: „Oder ich eines Morgens aufwache und denke: ’Oh nein, jetzt ist heute schon wieder Training.’ Aber ich glaube, das wird nicht passieren.“ Claudio Pizarro, Werder Bremens 40 Jahre alter Sturm-Oldie, sei durchaus ein Vorbild.

PEER LASSE KORFF/red

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