Eintracht-Sportdirektor

Eintracht Sportdirektor Bruno Hübner geht - Zwei andere könnten bleiben

  • Stefan Krieger
    vonStefan Krieger
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Nach über zehn Jahren verlässt Bruno Hübner Eintracht Frankfurt. Der Sportdirektor blickt auf seine Zeit zurück und wagt eine Prognose zur Zukunft.

  • Zum Saisonende ist Schluss für Bruno Hübner bei Eintracht Frankfurt.
  • Der Sportvorstand blickt auf eine lange, erfolgreiche Zeit bei den Hessen zurück.
  • Und er kann sich vorstellen, dass die Eintracht in Zukunft außerordentliches erreichen kann.

Frankfurt - Im kommenden Sommer ist dann also Schluss. Eintracht Frankfurt und der langjährige Sportdirektor Bruno Hübner gehen getrennte Wege. Der Vertrag des 60-Jährigen, der zehn Jahre in Diensten von Eintracht Frankfurt stand, läuft am 30. Juni aus und wird nicht verlängert. Wer die Nachfolge Hübners antritt, ist noch offen. Bereits bei seiner Vertragsverlängerung 2018 hatte Hübner seinen Abschied in diesem Sommer vor Augen, wie er in einer Medienrunde am gestrigen Mittwoch (17.02.2021) sagte.

„Damals hatte ich mit Fredi Bobic über die Zukunft gesprochen und wir hatten uns bewusst auf diese Vertragslaufzeit verständigt. Mit 60 Jahren wollte ich etwas kürzertreten“, sagte Hübner: „Für den Klub ist sicher eine Veränderung auf dieser Position nach so langer Zeit sinnvoll. In den vergangenen Monaten hat sich immer mehr herauskristallisiert, dass dies für beide Seiten die beste und richtige Lösung ist.“

Unzertrennlich: Bruno Hübner und das Handy.

Bruno Hübner: Eintracht Frankfurt darf träumen

Und weiter: „Es ist ja keine Entscheidung, die von heute auf morgen getroffen wurde. Das war ein Prozess. Der Vertrag war so ausgelegt, dass wenn ich 60 bin, die Möglichkeit habe, ein wenig kürzerzutreten. Diese zehn Jahre bei der Eintracht sind so schnell rumgegangen, und Gott sei Dank war alles sehr positiv. Von daher ist der Zeitpunkt ganz gut.“

Auch auf die Zukunft von Eintracht Frankfurt ging Bruno Hübner noch einmal ein: „Es ist ja kein Geheimnis, das Träume immer erlaubt sind. Es wäre etwas ganz außergewöhnliches, wenn wir die Qualifikation zur Champions League schaffen würden. Das wäre, Adi Hütter hat es bereits gesagt, vergleichbar mit einer Deutschen Meisterschaft.“

Adi Hütter und Eintracht Frankfurt: Bruno Hübner glaubt an eine weitere Zusammenarbeit

Apropos Adi Hütter. Auch zur Zukunft des Trainers nahm Bruno Hübner Stellung. „Ich habe eine ganz enge Beziehung zu Adi Hütter gepflegt. Ich glaube, wenn du eine solch tolle Saison spielst, und eine solche Entwicklung nimmst als Verein, dass dann immer Begierde geweckt wird. Die Arbeit, die Eintracht Frankfurt im Moment macht, ist außergewöhnlich. Und somit ist es auch klar, dass Adi Hütter gefragt ist. Ich glaube aber schon, dass Adi Hütter weiß, was er an Eintracht Frankfurt hat. Natürlich ist Gladbach uns, was die Entwicklung in der Vergangenheit anbelangt, voraus. Aber wir sind dabei, mit einem guten Tempo da hinzukommen. Und ich weiß jetzt nicht, ob Gladbach der nächste Karrieresprung von Adi Hütter sein müsste. Wenn er einen anderen Weg einschlagen sollte, dann sicher eher zu einem ganz großen Klub. Borussia Mönchengladbach macht natürlich einen guten Job - aber das können wir hier bei Eintracht Frankfurt auch bieten.“

Ein weiterer Grund für die gute Performance von Eintracht Frankfurt in der aktuellen Saison ist auch die Leistung von Andre Silva. Gerade der Top-Torjäger der Eintracht ist bei anderen Vereinen heiß begehrt, und auch zu dieser Personalie äußerte sich Bruno Hübner.

Eintracht Frankfurt kann Andre Silva halten - wenn man Champions League spielt

Andre Silva ist ein Top-Torjäger in Europa“, sagte Hüber. „Es ist doch ganz logisch, dass sich jeder über einen solchen Spieler Gedanken macht. Aber ich glaube, wenn wir etwas Außergewöhnliches leisten, uns wirklich für die Champions League qualifizieren könnten, dass dann unsere Chancen enorm steigen würden. Die Champions League Hymne will jeder einmal hören. Natürlich werden alle, die Interesse an Andre Silva haben, in dieser Liga spielen. Von daher wäre es ganz hilfreich, wenn wir das auch bieten könnten.“

Man kann also in Frankfurt durchaus guter Hoffnung sein, dass Andre Silva auch in der kommenden Saison für die Hessen kicken wird. Es muss halt nur die Champions League erreicht werden. Bruno Hübner ist aber da, wie fast immer in den letzten zehn Jahren, optimistisch. So wie es seine Art ist. (Stefan Krieger)

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