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Die deutschen Spieler Luca Waldschmidt (l-r), Torschütze Mahmoud Dahoud, und Nadiem Amiri jubeln. 

SGE

Ex-U21-Star ein Kandidat bei Eintracht Frankfurt? Berater redet Klartext

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Ein BVB-Spieler könnte im Sommer auf der Suche nach einem neuen Klub sein. Ist Eintracht Frankfurt eine mögliche Option?

  • Eintracht Frankfurt plant die kommende Saison
  • Mo Dahoud bittet beim BVB um Freigabe?
  • Ist der 24-Jährige eine Option für SGE?

Update, 15.04.2020, 17.15 Uhr: Der Berater von Mo Dahoud hat auf die Gerüchte reagiert und sich bei „Sky“ dazu geäußert: „Es entbehrt jeder Grundlage. Mo will nicht wechseln. Er will bei Dortmund bleiben und sich durchbeißen. Aktuell gib es keine Pläne den BVB zu verlassen“, so Reza Fazeli. 

Erstmeldung, 15.04.2020, 12.58 Uhr: Frankfurt - Die Planungen der Vereine für die neue Saison laufen auf Hochtouren und auch die Spieler der Klubs machen sich Gedanken um ihre Zukunft. Bei einem Profi von Borussia Dortmund ist bereits eine Entscheidung gefallen, denn Mo Dahoud hat um seine Freigabe gebeten, wie „Sky“ berichtet. Eine Trennung im Sommer wird also immer wahrscheinlicher.

Eintracht Frankfurt: Dahoud bitte beim BVB um Freigabe - Schlägt SGE zu?

Der Mittelfeldspieler wechselte vor drei Jahren von Borussia Mönchengladbach zu Borussia Dortmund. Die „Schwarz-Gelben“ ließen sich den Transfer satte zwölf Millionen Euro kosten - Dahoud sollte eine Investition für die Zukunft sein. In der Zentrale des BVB sah er sich aber von Beginn an großer Konkurrenz ausgesetzt, an der er nicht vorbei kam. Julian Brandt, Thomas Delaney, Axel Witsel, der mittlerweile zu Benfica Lissabon gewechselte Julian Weigl und der im Winter von Juventus Turin geholte Emre Can hatten und haben die Nase deutlich vorne. Im ersten Jahr kam er immerhin auf 23 Einsätze, überzeugen konnte er aber nicht. In den beiden folgenden Saison wurde die Spielzeit des Mittelfeldspielers immer geringer und er verbrachte oftmals die vollen 90 Minuten auf der Bank. 

Bei Borussia Dortmund traut man ihm den Durchbruch nicht mehr zu und ist deshalb auch bereit, ihn abzugeben. Sein Marktwert fiel in den vergangenen drei Jahren von 15 Millionen Euro auf jetzt nur noch 6,5 Millionen Euro. Schlägt Eintracht Frankfurt jetzt zu? 

Mit 24 Jahren ist Mo Dahoud noch immer mitten in seiner Entwicklung und benötigt Spielpraxis, um seine vorhandene Qualität dauerhaft abrufen zu können. Borussia Dortmund ist eine Nummer zu groß für ihn, aber Mannschaften im Mittelfeld der Tabelle, mit Ambitionen nach oben, kann Dahoud verstärken. Durch die schwachen drei Saisons gibt es bislang aber noch keine Angebote, wie „Sky“ berichtet. Der BVB wird bei der Ablöse ordentlich Abstriche machen müssen, die damals bezahlten 12 Millionen Euro an Borussia Mönchengladbach werden sie längst nicht mehr bekommen für den 24-Jährigen. 

Eintracht Frankfurt: Interesse an Dahoud?

Ein möglicher Abnehmer für Mahmoud Dahoud wäre Eintracht Frankfurt, wo Bedarf herrscht im zentralen Mittelfeld. Makoto Hasebe und Gelson Fernandes könnten ihre Karriere beenden, Jonathan de Guzman hat keine Zukunft bei der SGE und auch Neuzugang Dominik Kohr konnte bislang nicht überzeugen. Eine Verstärkung würde der Mannschaft helfen, stabiler zu werden und mehr Dominanz im Mittelfeld zu entwickeln. Mo Dahoud ist alles andere als ein klassische Zerstörer im defensiven Mittelfeld. Er agiert durchaus offensiv, hat seine Stärken im Tempo, seiner starken Technik und im Aufbauspiel. Außerdem ist er ein sehr fleißiger Spieler, der viele Kilometer in einer Partie läuft. Der 24-Jährige ist in der Lage, die Angreifer zu füttern und kann auch selbst zum Abschluss kommen. Ein fitter und in Topform befindlicher Dahoud wäre eine optimale Ergänzung zu Sebastian Rode in der Zentrale. 

Die Ablöse für den Mittelfeldspieler muss Eintracht Frankfurt versuchen zu drücken, sollte Interesse bestehen, ihn zu verpflichten. Der SGE würde es in die Karten spielen, dass bislang keinerlei Angebote für den Spieler eingegangen sind es es deshalb zu keinem Wettbieten mehrerer Vereine kommt. Beim Gehalt müsste Dahoud deutliche Abstriche machen bei Eintracht Frankfurt. Die Frage wird sein, ob ihm bei seiner nächsten Station ein dicker Gehaltscheck oder regelmäßige Spielpraxis wichtiger sein werden.

Von Sascha Mehr

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