Christoph Kramer, Borussia Mönchengladbach
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Christoph Kramer war in eine strittige Szene der Partie Eintracht Frankfurt gegen Borussia Mönchengladbach verwickelt. (Archivfoto)

Eintracht Frankfurt

Spuck-Attacke gegen Sebastian Rode? DFB spricht Urteil im Fall Christoph Kramer

  • Tobias Utz
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Dem Gladbacher Christoph Kramer drohte ein Nachspiel wegen einer möglichen Spuck-Attacke beim Spiel gegen Eintracht Frankfurt. Nun hat der DFB sein Urteil gefällt.

  • Eintracht Frankfurt spielte nach einer wilden Schlussphase nur 3:3 gegen Borussia Mönchengladbach*.
  • Eine Szene, die fast unbemerkt blieb, sorgt nun für Aufregung.
  • Christoph Kramer wird vom DFB nicht gesperrt.

Update vom Freitag, 18.12.2020, 14:25 Uhr: Für den DFB-Kontrollausschuss hat sich der Verdacht einer Spuck-Attacke von Mönchengladbachs Ex-Weltmeister Christoph Kramer gegen Sebastian Rode von Eintracht Frankfurt nicht erhärtet. Das Gremium wird kein Verfahren gegen den Borussia-Profi einleiten, teilte der Deutsche Fußball-Bund am Freitag (18.12.2020) mit. „Wir haben uns die Fernsehaufnahmen genau angesehen. Nach den uns zur Verfügung stehenden Bildern lässt sich kein Nachweis eines krass sportwidrigen Verhaltens von Christoph Kramer führen“, sagte Anton Nachreiner, der Vorsitzende des DFB-Kontrollausschusses.

Eintracht Frankfurt: Gladbacher Kramer droht lange Sperre

Erstmeldung vom Donnerstag, 17.12.2020, 13.49 Uhr: Frankfurt - Es lief die 82. Minute, die Eintracht führte mit 3:1 gegen Borussia Mönchengladbach. Es ereignete sich eine Szene, die aufgrund der turbulenten Schlussphase der Partie unterzugehen drohte. Doch die Wiederholung einer Nahaufnahme von Sebastian Rode und Christoph Kramer, zeigt etwas, dass den Deutschen Fußball-Bund (DFB) auf den Plan ruft.

Möglicherweise hat sich eine Spuck-Attacke des Gladbachers auf den Frankfurter ereignet. Wie der „Kicker“ berichtet, hat der DFB nun zusätzliche TV-Bilder angefordert, um die Angelegenheit genauer untersuchen zu können. Zentrale Frage dabei: Wie weit war Christoph Kramer von Sebastian Rode entfernt, als er in dessen Richtung spuckte? Selbst Videoaufnahmen in Zeitlupe, die unserer Redaktion vorliegen, geben keinen Aufschluss darüber, da sie aus der Tele-Perspektive aufgenommen wurden.

Nach der Sichtung der angeforderten Aufnahmen muss der DFB entscheiden, ob der Kontrollausschuss ein Verfahren gegen Christoph Kramer veranlasst. Sollte es dazu kommen, könnte Kramer eine empfindliche Strafe drohen. Nach einer ähnlichen Aktion wurde Ozan Kabak von Schalke 04 zu vier Spielen Sperre und einer Geldstrafe von 15.000 Euro verurteilt. Er hatte in Richtung des Bremers Ludwig Augustinsson gespuckt.

Eintracht Frankfurt vs. Borussia Mönchengladbach: Keine gute Partie des Schiedsrichters

Da dem besonders in der Endphase der Partie sichtlich überforderten Schiedsrichter Benjam Cortus die Szene nicht aufgefallen war, kann der DFB von sich aus die Ermittlungen aufnehmen. Befand sich Rode in Spuckweite, droht Kramer eine empfindliche Strafe. Cortus war nach der Partie besonders bei den Fans der Eintracht in die Kritik geraten, weil er den Frankfurter Kapitän David Abraham vom Platz gestellt hatte - für viele eine zu harte Entscheidung.

Der „Kicker“ bewertete die Leistung des Referees nach der Partie wie folgt: „Keine Souveränität und keine Linie bei der Beurteilung von Zweikämpfen und der Vergabe von Karten. Hätte den Freistoß vor dem 2:1 erneut ausführen lassen müssen, da der Ball nicht ruhte. Gelb-Rot für Abraham (81.) war eine zu harte Entscheidung.“ (Tobias Utz, Stefan Krieger) *fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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