Eintracht Frankfurt

Hütter-Effekt „nicht von der Hand zu weisen“ – Rode lässt Frust freien Lauf

  • Tobias Utz
    vonTobias Utz
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Eintracht Frankfurt verpasst höchstwahrscheinlich die Teilnahme an der Champios League. Nach der Partie auf Schalke äußern sich die frustrierten Spieler und Funktionäre.

Frankfurt/Gelsenkirchen – Das hatte sich Eintracht Frankfurt wohl ganz anders vorgestellt. Ein deutlicher Sieg gegen den bereits abgestiegenen FC Schalke 04 und es wäre nochmals spannend geworden, im Zweikampf um Platz 4. Als „zusätzlicher Impuls“ und Motivationsspritze wurde sogar Ex-Kapitän David Abraham aus Argentinien eingeflogen. Doch daraus wurde nichts. Die SGE verlor auf Schalke mit 4:3 und wird deshalb wohl nächstes Jahr in der Europa League auflaufen. Zwar besteht eine Restchance auf die Champions League, aber diese ist verschwindend gering.

Sebastian Rode, Stratege im Eintracht-Mittelfeld, ließ nach der Partie am Samstagnachmittag am Mikrofon des TV-Senders Sky seinem Frust freien Lauf: „Wenn eine Mannschaft, die schon abgestiegen ist, den Sieg mehr will als eine, die die Champions League erreichen kann, ist das sehr ernüchternd“, sagte er. Man habe „versagt“ und dafür gebe „es keine Entschuldigung.“ Wie das Spiel gelaufen sei, sei „sehr, sehr enttäuschend“, konstatierte der 30-Jährige.

Eintracht Frankfurt verpasst Champions League – Hütter-Effekt „nicht von der Hand zu weisen“

Wiederholt auf die Frage angesprochen, ob Adi Hütters Wechsel nach Mönchengladbach und dessen Verkündung, der Eintracht im Saisonendspurt den Stecker gezogen habe, gab Rode zu, dass dies wohl nun „nicht mehr von der Hand zu weisen“ sei. Man habe sich möglicherweise stets eingeredet, dass dies kein Faktor und keine Belastung sei, so Rode – das war offenbar nicht der Fall.

Sebastian Rode hat sich nach der Niederlage auf Schalke geäußert. (Archivfoto)

Auch SGE-Routinier Timothy Chandler äußerte sich nach Spielende zum Resultat: Die Leistung sei „unerklärlich“, so Chandler. Allerdings sei nicht nur die Niederlage auf Schalke für die Entwicklung verantwortlich, sondern man habe „in den letzten Wochen“ nicht die entsprechenden Leistungen abgerufen.

Eintracht-Trainer Adi Hütter nach der Niederlage auf Schalke am Sky-Mikrofon.

Chandler wollte Hütters Wechsel im Vergleich zu Rode nicht so viel Platz einräumen – und stempelte den Aspekt als Nebeneffekt ab. „Wir wollen ja trotzdem Fußball spielen, wir Spieler wollen die Champions League erreichen. Ich habe mir darüber keine Gedanken gemacht. Wir hätten die Qualität einfach weiterhin auf den Platz bringen müssen“, sagte er am Sky-Mikrofon.

Fredi Bobic, der die SGE nach Saisonende ebenfalls verlassen wird, nannte den Versuch Adi Hütters Wechsel in Zusammenhang mit den Leistungen der Mannschaft zu setzen „billig“.

Andre Silva markiert seinen zweiten Treffer im Spiel gegen Schalke 04.

Eintracht-Stürmer Andre Silva brachte nach dem Spiel seine Enttäuschung zum Ausdruck: „Das war nicht, was wir uns für dieses Spiel vorgenommen hatten“, schrieb er auf Instagram. Seine Zukunft ist weiterhin ungeklärt. (tu)

Rubriklistenbild: © Laci Perenyi/Imago Images

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