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Eintracht: Ex-Sportvorstand Bobic will WhatsApp verbieten - „Was da reinhagelt, ist unglaublich“

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Von: Sascha Mehr

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Fredi Bobic, Ex-Sportvorstand von Eintracht Frankfurt.
Fredi Bobic, Ex-Sportvorstand von Eintracht Frankfurt. © Neundorf/Kirchner-Media/Imago

Fredi Bobic, Ex-Sportvorstand von Eintracht Frankfurt, würde den Messenger-Dienst WhatsApp am Liebsten verbieten.

Berlin - Bei Eintracht Frankfurt leistete er mehrere Jahre hervorragende Arbeit, tätigte kluge Spielerkäufe, nahm reichlich Transfererlöse ein und stellte den Trainern Niko Kovac und Adi Hütter immer eine Mannschaft zusammen, die um die internationalen Plätze kämpfte. Highlight in seiner Zeit am Main war sicherlich der Sieg im DFB-Pokal-Finale gegen den FC Bayern München 2018, doch seit seinem unrühmlichen Abgang und der vorherigen Schlammschlacht mit Eintracht Frankfurt hat er viel verbrannte Erde hinterlassen.

Bei Hertha BSC will Fredi Bobic an die Erfolge aus seiner Zeit bei Eintracht Frankfurt anknüpfen, die Aufgabe wird aber weitaus schwieriger als am Main. Der Hauptstadtklub „erarbeitete“ sich in den vergangenen Jahren einen schlechten Ruf und wird von zahlreichen Fußball-Fans belächelt. Vor allem der Begriff „Big City Club“ gerät immer wieder in die Kritik. „Ich habe das Wort noch nie in den Mund genommen. Das ist auch kein offizieller Slogan von uns, der wurde von außen reingetragen und hat sich vor allem medial verfestigt“, sagte Fredi Bobic in einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Eintracht Frankfurt: Ex-Sportvorstand Bobic mit viel Arbeit in Berlin

„Ich habe schon ein paarmal gesagt: Hier wurde in der Vergangenheit oft zu laut kommuniziert. Wer meine Arbeit kennt, weiß, dass mein Stil etwas ruhiger ist. Fröhlich bunte Luftballons rauszublasen und dann zu gucken, wie alle reagieren, das ist nicht meine Strategie“, so der ehemalige Sportvorstand von Eintracht Frankfurt weiter.

In der aktuellen Saison hat Hertha BSC erneut große Probleme und Mühe, nicht in den Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga zu geraten. Kurz vor der Winterpause entließ Bobic den Cheftrainer Pal Dardai und holte stattdessen Tayfun Korkut. „Die Art, wie er Fußball spielen lassen möchte, mit einer offensiven Orientierung, ohne starr daran festzuhalten, gefällt mir. Das geht nicht von heute auf morgen, das ist klar. Aber er kann sich Situationen anpassen und sich auch von seinem Wunschdenken lösen“, begründet er seine Entscheidung.

Eintracht Frankfurt: Ehemaliger Sportchef Fredi Bobic gibt Einblicke in Transfer-Anfragen

Der Transfermarkt ist derzeit wieder geöffnet und der ehemalige Sportchef von Eintracht Frankfurt wird den Kader von Hertha BSC weiter umbauen. Anfragen bekommt Fredi Bobic wohl reichlich, wie er selbst betonte. „Die Berater sind nervös und müssen Geld verdienen. Auch denen hat Corona zugesetzt. Sie mögen es nicht glauben, aber seit es WhatsApp gibt, würde ich es am liebsten verbieten. Was da reinhagelt, ist unglaublich. Da kommen manchmal 20 Nachrichten nur von einem Berater mit Screenshots von 18 Spielern, die ich alle haben kann. Da antworte ich nicht mal drauf. Das ist unseriös“, gab er in einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland einen Einblick in die derzeitigen Aktivitäten.

Fredi Bobic wird sicherlich noch mehrere Transferperioden benötigen, um aus dem aktuellen Kader des Haupstadtklubs eine harmonische Einheit zu bilden, die stark genug ist, um an die Europapokalplätze anzuklopfen. Sein ehemaliger Verein Eintracht Frankfurt ist der Berliner Hertha momentan weit enteilt.

Unterdessen schnappt Fredi Bobic schnappt seinem Ex-Verein Eintracht Frankfurt wohl den nächsten Spieler weg. Ein Top-Talent geht wohl zu Hertha BSC. Ein Profi von der SGE erntet nach der Niederlage gegen Borussia Dortmund einen heftigen Shitstorm auf Instagram. (smr)

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