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Fredi Bobic steht hinter der Entscheidung der DFL.

Eintracht Frankfurt

Fredi Bobic sieht keine Alternative zur Unterbrechung der Liga

Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic positioniert sich klar gegen Geisterspiele.

Frankfurt - Eintracht Frankfurts Sport-Vorstand Fredi Bobic hält die derzeitige Unterbrechung der Fußball-Bundesliga wegen des Coronavirus für „völlig alternativlos“. Dies schrieb der Funktionär in einem Gastbeitrag beim „Kicker“ vom Montag. „Denn es geht hier nicht um Sport. Nicht um eine Meisterschaft. Es geht um die Gesundheit aller“, schrieb Bobic weiter. Andere Bosse wie Hans-Joachim Watzke von Borussia Dortmund oder Bayerns Karl-Heinz Rummenigge hatten unter anderem auf die große finanzielle Bedeutung und sonst ausbleibende TV-Gelder nach dem 26. Spieltag hingewiesen.

Watzke bedauert Absage des Derbys

Watzke war am vergangenen Sonntag zu Gast in einer Sonderausgabe der ARD-Sportschau. Dort nahm er zur Absage des 26. Bundesliga-Spieltags Stellung. „Der Fußball hat alles getan, um eine Risikominimierung vorzunehmen, auch wenn Geisterspiele an den Lebensnerv des Fußballs gehen. Wenn wir das Derby gespielt hätten, dann wären noch 80 Leute im Stadion gewesen. Das wäre eine vertretbare Situation gewesen und hätte die Liga um 75 Millionen Euro entlastet“, sagte der Borusse.

Watzke sprach sich klar gegen ein Verbot des Trainingsbetriebs aus. „Das kann nicht sinnvoll sein. Wir müssen ja irgendwann zur Normalität zurückkehren. Wir sollten es auch nicht übertreiben. Die Gesundheitsgefahr für eine Profi-Mannschaft würde ich als nicht so gravierend einstufen. Wir sollten nicht das Kind mit dem Bade ausschütten“, sagte Watzke. Und weiter: „Wenn es so kommt, dass wir die Bundesliga abbrechen müssen, dann wird es für einige Klubs sehr, sehr schwierig.“

Eintracht Frankfurt verteidigt die Spieler

Fredi Bobic hingegen ist in der derzeitigen ernsten Lage auch gegen Spiele ohne Publikum. „In einer solchen Situation kann man keine Geisterspiele durchführen. Fakt ist: Sportler wollen Sport treiben. Wir wollen alle unsere Ligen zu Ende spielen. Wir alle aber sind auch Menschen mit Gefühlen, mit Sorgen um unsere Familien. Dass sich in einer solchen Situation junge Menschen nicht auf Sport konzentrieren können, muss jedem klar sein.“ Keiner in der Branche wisse, wie die Zukunft aussehe. „Nur gemeinsam können wir diesen Gegner bezwingen“, sagte Bobic. 

Bei der Eintracht hatte Eintracht-Sportvorstand Bobic in der vergangenen Woche besonders deutlich gesehen, wie schnell sich Entscheidungen und das öffentliche Meinungsbild drehen. Am Dienstag hieß es, gegen Basel und Gladbach solle mit Zuschauern gespielt werden. Am Mittwoch wurde korrigiert, dass nur noch gegen Basel Publikum dabei sein soll, was im Laufe des Tages auch noch gekippt wurde. Wegen des Liga-Stopps fand die Bundesliga-Partie des 26. Spieltags gegen Gladbach gar nicht mehr statt. (skr/dpa)

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