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Eintracht Frankfurt: Gegner Werder Bremen hat Europa als Ziel

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Die Eintracht ist bei Werder Bremen zu Gast. Wie ist die Lage beim Gegner? Wir haben die Norddeutschen unter die Lupe genommen und geschaut, was auf die Frankfurter Eintracht zukommt.

Frankfurt/Bremen - Die Eintracht trifft am 19. Spieltag auf den SV Werder Bremen. Die Werderaner sind stark in die Rückrunde gestartet. Im Auswärtsspiel bei Hannover 96 dominierten sie den Gegner nach Belieben  und hätten deutlich höher als nur mit 1:0 gewinnen müssen. Immer wieder scheiterten die Angreifer aber am überragenden 96-Torhüter Michael Esser, der einen Sahnetag erwischte.

Eintracht Frankfurt: Bremen ist Konkurrent im Kampf um Europa

Diese Saison soll es endlich wieder nach Europa gehen für Max Kruse und Co., denn die Voraussetzungen sind so gut wie lange nicht mehr. In der vergangenen Saison machte Trainer Kohfeldt eine sichtlich verunsicherte Bremer Mannschaft innerhalb von nur wenigen Wochen von einem Abstiegskandidaten zu einem Europapokal-Anwärter. Mickrige 15 Punkten hatte Werder zur Winterpause und stand damit auf dem Relegationsplatz. Nachdem aber in der Rückrunde 27 Punkte geholt wurden, schnupperte das Team sogar kurzzeitig an der Europa League. Am Ende wurde es Platz elf. Viel wichtiger war aber, das der ganze Verein eine Menge Selbstbewusstsein  mit in die neue Saison nehmen konnte.

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Im Sommer wurde die Euphorie aber kurzzeitig etwas gebremst: Nicht nur Zlatko Junuzovic (ablösefrei/RB Salzburg) verließ den Verein, sondern auch Mittelfeldmotor Thomas Delaney (20 Mio. Euro/Borussia Dortmund).  Die weiteren Abgänge waren Ishak Belfodil (TSG Hoffenheim), Jerome Gondorf (SC Freiburg), Robert Bauer (1. FC Nürnberg) und Justin Eilers (Apollon Smyrnis).

Werder Bremen: Devy Klaassen ist der Königstransfer

Manager Frank Baumann hatte also alle Hände voll zu tun, um hochwertigen Ersatz  an Land zu ziehen. Der kam dann auch, vor allem in Person von Davy Klaassen (FC Everton). Für den Niederländer überwies Werder Bremen 13,5 Mio. Euro nach England. Es ist der Rekordtransfer des Vereins, denn bisher betrug die höchste  Ablösesumme 8,5 Mio. Euro, die 2009 für Marko Marin an Borussia Mönchengladbach gezahlt wurde.

Werder-Coach Florian Kohfeldt

Zusätzlich verpflichtete Baumann Kevin Möhwald (1. FC Nürnberg), Yuya Osako (1. FC Köln), Felix Beijmo (Djurgardens IF), Martin Harnik (Hannover 96) und Nuri Sahin (Borussia Dortmund). Das Highlight für alle Bremer Fans  war aber der Vertrag für Oldie und Publikumsliebling Claudio Pizarro, der damit zum dritten Mal an der Weser spielt.

Der Start in die Saison lief grandios und Werder stand nach dem 8. Spieltag mit 17 Punkten auf Platz drei  - die Fans träumten schon von dem ganz großen Coup. Dann folgte aber ein Match, das eine kleine Bremer Krise einleitete. Im heimischen Weserstadion unterlag Werder Bayer Leverkusen mit 2:6. Anschließend gelang bis zur Winterpause nur noch ein Sieg (3:1 gegen Düsseldorf) in acht Spielen. Fans und Mannschaft waren auf dem harten Boden der Realität gelandet. Der Verein bewahrte aber Ruhe und vertraute Trainer Kohfeldt und seinem Team, nach dem Jahreswechsel die Wende zu schaffen. Mit dem souveränen Erfolg in Hannover ist dafür der erste Schritt gemacht.

Werder Bremen: Hohe taktische Flexibilität

Trainer Florian Kohfeldt lässt sein Team gerne mit einer Raute im Mittelfeld  spielen. Bei gegnerischem Ballbesitz pressen die beiden Stürmer und der "Zehner" früh und zwingen die gegnerischen Verteidiger zu Fehlern. Werder agiert aber sehr flexibel. Wenn sich die Mannschaft fallen lässt, wird aus dem 4-3-3 ein 4-4-2. Die Eintracht wird sich auf eine aggressive Heimmannschaft  einstellen müssen, die nah am Mann stehen wird und äußerst flexibel in Defensive und Offensive agiert. Die Bremer benötigen viel Ballbesitz, um ihr Spiel aufziehen zu können. Anfällig sind sie bei Ballverlusten, wenn der Gegner schnell umschaltet. Auf die Adler wird in jedem Falle eine knifflige Aufgabe  zukommen.

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