Luca Waldschmidt (links) wechselt zu Benfica Lissabon. Eintracht Frankfurt erhält einen Teil der Ablöse.
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Luca Waldschmidt (links) wechselt zu Benfica Lissabon. Eintracht Frankfurt erhält einen Teil der Ablöse.

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Eintracht: Ex-Spieler wechselt für große Summe zu Top-Klub - SGE bekommt Teil der Ablöse

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Ein ehemaliger Spieler von Eintracht Frankfurt wechselt zu einem europäischen Top-Klub. Die SGE kassiert einen Teil der Ablöse.

  • Luca Waldschmidt, Ex-Spieler von Eintracht Frankfurt, wechsel nach Lissabon
  • SC Freiburg kassiert 15 Mio. Euro Ablöse
  • SGE erhält kleinen Anteil der Transfersumme für den Angreifer

Frankfurt - So langsam kommt der Transfermarkt, auf dem es bislang doch recht ruhig war, in Bewegung. Der SC Freiburg verliert einen seiner Top-Stürmer, denn Luca Waldschmidt wechselt mit sofortiger Wirkung nach Portugal und schließt sich Benfica Lissabon an. Beide Vereine bestätigten den Transfer, der sich in der vergangenen Woche schon angebahnt hatte.

„Luca hat sich in den vergangenen zwei Jahren bei uns sehr gut entwickelt und damit natürlich über die Landesgrenzen hinweg auf sich aufmerksam gemacht. Wir sehen es als Auszeichnung unserer Arbeit an, wenn Spieler diese Entwicklung bei uns nehmen. Gleichzeitig schwingt natürlich Wehmut mit, weil uns der Abschied sowohl sportlich als auch persönlich sehr schwerfällt. Wir wünschen Luca auf seinem weiteren Weg alles erdenklich Gute“, sagte Klemens Hartenbach, Sportdirektor beim SC Freiburg über den Abgang. Für den Ex-Spieler von Eintracht Frankfurt legen die Portugiesen 15 Mio. Euro auf den Tisch. Neben Waldschmidt holt Benfica auch noch Everton aus Gremio Porto Alegre für 20 Mio. Euro und Jan Verthongen, der ablösefrei aus Tottenham kommt.

Eintracht Frankfurt kassiert Geld bei Waldschmidt-Transfer

Für Eintracht Frankfurt ist der Transfer von Luca Waldschmidt nicht ganz uninteressant, denn ein warmer Geldregen wartet. Im Alter von zehn Jahren wechselte der Angreifer 2010 zur SGE und schloss sich der Nachwuchsabteilug an und blieb bis 2016 am Riederwald. Bei der FIFA existiert eine Regel, dass ehemalige Vereine bei einem Spielerwechsel für die Ausbildungsjahre des Akteurs einen Anteil der Ablöse bekommen. Die Ausbildungsjahre sind vom Fußball-Weltverband auf das Alter von 12 bis 23 Jahre festgelegt. Für Eintracht Frankfurt heißt das, dass aus dem Waldschmidt-Deal etwa 400.000 Euro auf das eigene Konto fließen werden.

Bei Eintracht Frankfurt galt Waldschmidt als großes Talent und gab sein Debüt in der Fußball-Bundesliga, durchsetzen konnte er sich aber nicht. Zur Saison 2016/17 wechselte er für 1,3 Mio. Euro in den Norden Deutschlands, zum Hamburger SV. In seinen zwei Jahren beim HSV kam er auf regelmäßige Einsätze, meist aber nur als Joker. Zu Beginn der Spielzeit 2017/18 verpflichtete ihn der SC Freiburg und überwies dafür fünf Mio. Euro nach Hamburg.

Eintracht Frankfurt: Waldschmidt wird in Freiburg zum Nationalspieler

Im Breisgau gelang dem ehemaligen Spieler von Eintracht Frankfurt dann der endgültige Durchbruch in der Bundesliga. Unter Trainer Christian Streich blühte der gebürtige Siegener auf und entwickelte sich zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Freiburger Mannschaft. Die starken Leistungen fielen auch Nationaltrainer Jogi Löw auf und so nominierte er ihn erstmals im September 2019 für die Nationalmannschaft. Sein Debüt für die Landesauswahl feierte er dann im Oktober des gleichen Jahres, als er beim Testspiel gegen Argentinien in der Startelf stand. Insgesamt kommt Waldschmidt bisher auf drei Länderspiele. Einen Treffer erzielen konnte er bislang noch nicht.

Mit dem Wechsel zu Benfica Lissabon macht Luca Waldschmidt den nächsten Schritt in seiner noch jungen Karriere. In Portugal will der Offensivspieler um Titel kämpfen und sich weiter für die Nationalmannschaft empfehlen. Der 24-Jährige trifft bei Benfica auf einen Landsmann, denn Julian Weigl steht dort ebenfalls unter Vertrag. Der SC Freiburg wird sich über die üppige Ablöse freuen und für Eintracht Frankfurt bleibt zumindest ein kleiner Teil des Geldes. (smr)

Unterdessen will und muss Trainer Adi Hütter den zu großen Kader von Eintracht Frankfurt verkleinern. Wer nicht überzeugt, ist außen vor. Eintracht Frankfurt setzt wieder vermehrt auf die eigene Jugend. Diese großen Talente hat die SGE in der Nachwuchsabteilung.

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