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Eintracht Frankfurt: Ohne Personalsorgen nach Berlin – Hütter redet Klartext in Sachen Trapp

  • Stefan Krieger
    vonStefan Krieger
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Vor dem Spiel von Eintracht Frankfurt in Berlin gegen die Hertha wird Trainer Adi Hütter ungewohnt konkret.

  • Eintracht Frankfurt spielt am Abend in Berlin gegen die Hertha.
  • SGE-Trainer Adi Hüter kann personell fast aus dem Vollen schöpfen.
  • Trotzdem hätte der Österreicher wohl ganz gerne noch ein paar neue Spieler.

Frankfurt - Der Saisonauftakt gegen Arminia Bielefeld (Endstand 1:1) fiel für Eintracht Frankfurt nicht gerade befriedigend aus. So ist es nicht verwunderlich, dass Trainer Adi Hütter für das Freitagsspiel in der Fußball-Bundesliga bei Hertha BSC (20.30 Uhr) personelle Veränderungen zumindest nicht ausgeschlossen hat.

Eintracht gegen die Hertha: Veränderungen auf der rechten Seite

Viele Alternativen bieten sich dem Österreicher allerdings nicht. Möglich ist, dass nach dem enttäuschenden Auftakt Timothy Chandler auf der rechten Außenbahn für Danny da Costa zum Einsatz kommen. Evan Ndicka steht der Eintracht weiterhin nicht zur Verfügung. Der Verteidiger, der wegen einer Verletzung am Syndesmoseband pausieren muss, fällt mindestens noch vier Wochen aus. Ansonsten kann Hütter auf alle Spieler im Kader zurückgreifen.

Adi Hütter hätte gerne noch Verstärkungen für den Kader.

Erstmals gab Adi Hütter unterdessen beim Thema Spielertransfers die von ihm gewohnte Zurückhaltung auf. Vor der Partie gegen die Hertha sagte Hütter, er hätte immer betont, dass er grundsätzlich Vertrauen in den Kader von Eintracht Frankfurt habe. Aber man müsse und werde den Markt weiter im Auge haben, und „wenn etwas dabei ist, dass uns qualitativ weiterbringt, muss man darüber nachdenken und entsprechend handeln.“

Eintracht Frankfurt: Adi Hütter denkt über Verstärkungen nach

Dabei ließ Hütter offen, auf welcher Position konkret noch mit Verstärkungen zu rechnen sein könnte. Vorstellungen hat der Trainer aber sehr wohl. Alles, was den Kader von Eintracht Frankfurt besser mache, käme infrage. Eine Neuverpflichtung für die Offensive würde er sicher nicht ablehnen, vielleicht auch „ein Spieler mit einem kreativen Element, damit man flexibler ist und andere Lösungsansätze“ habe. Ganz ausschließen kann man weitere Neuzugänge also nicht. „Wenn uns etwas in die Arme fällt, kann ich mir vorstellen, dass wir etwas machen könnten“, meinte Hütter. Sicher auch eine Reaktion darauf, dass die beiden bisherigen Pflichtspiele in dieser Saison alles andere als glänzend verliefen.

Bislang hat Eintracht Frankfurt nur Nachwuchs-Stürmer Ragnar Ache (22) von Sparta Rotterdam und Steven Zuber, der im Tausch mit Mijat Gacinovic von der TSG Hoffenheim kam, neu unter Vertrag genommen. Kurz vor dem Abschluss scheint immerhin die Verpflichtung von Ajdin Hrustic zu sein. Der australische Nationalspieler will mit aller Macht weg von seinem bisherigen Klub FC Groningen und den Wechsel zur Eintracht trotz laufenden Vertrages durchsetzen. Hütter räumte auf der gestrigen Pressekonferenz vor dem Spiel gegen die Hertha ein, dass er Hrustic schon getroffen habe: „Ich habe ihn kennengelernt und ihn sehr bescheiden in Erinnerung. Das passt gar nicht zusammen.“

Adi Hütter zum Thema Kevin Trapp: „Gerüchte ad acta legen“

Auch zu den in der vergangenen Woche aufgekommenen Gerüchten um eine Rückkehr von Ex-Stürmer Luka Jovic, der wegen geringer Einsatzzeiten bei Real Madrid gern wieder zur Eintracht zurückkommen wäre, nahm Adi Hütter Stellung. Hütter, der betonte, kein Freund von wilden Spekulationen zu sein, hörte das in diesem Fall aber wohl ganz gern. „Es ist doch auch schön, dass Luka sagt, er möchte zur Eintracht zurück“, sagte der Österreicher. Ganz aus der Luft gegriffen waren also die Spekulationen nicht, auch wenn Sportchef Fredi Bobic dieser Tage einen möglichen Wechsel kategorisch ausgeschlossen hatte.

Auch zum Thema Kevin Trapp äußerte sich Hütter eindeutig. Gerüchte um die mutmaßlichen Abwanderungsabsichten des Nationaltorhüters räumte der Österreicher vom Tisch: „Man sollte diese Gerüchte ad acta legen. Ich weiß, dass er zu hundert Prozent hier bleiben will“, betonte Hütter. Ob er es am Ende auch bleibt, wird die Zukunft zeigen.

Ein Sieg gegen Berlin jedenfalls würde erst einmal ein wenig Dampf aus dem Kessel lassen. Als Motivation für das 65. Duell der beiden Clubs dient der Eintracht der 4:1-Erfolg aus der vorigen Saison. „Wir erinnern uns natürlich gern an unseren letzten Sieg in Berlin zurück. Aber es erwartet uns ein ganz anderes Spiel“, sagte Hütter. „Hertha ist ein gutes Team, mobil und mit einem guten Speed nach vorne“.

Und damit war der Trainer von Eintracht Frankfurt dann wieder bei den in der Branche üblichen Allgemeinplätzen angekommen. Was er meinte, aber nicht sagte: Die Wahrheit liegt halt noch immer auf dem Platz.

Rubriklistenbild: © Arne Dedert/dpa

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